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Gefährliches Halbwissen

2007

26./27.11.2007

  • Burial – Burial, Burial – Untrue
    Zwei brilliante Werke auf Hyperdub des Künstlers ohne Gesicht und Identität. Nur ein Name – Burial. Eindeutiger Vorteil, wenn man die Werke auf CD besitzt – die Stücke ohne Beat dürfen auch zu Wort kommen und somit die Alben abrunden. Dubstep als solches war mir zwar bekannt, aber ich konnte dem nicht viel abgewinnen. Erst durch Burial wurden mir die Augen geöffnet für Tracks, die sehnsüchtig klagen, obwohl sie nicht nötig hätten – sie werden auch so geliebt. Einzige Befürchtung: die Stücke strotzen nicht gerade vor Abwechslung und laufen eventuell schnell Gefahr im Rauschen der Monotonie unterzugehen.

14.11.2007

  • Wir sind Helden – Die Reklamation
    Korrektur zum Eintrag von Claudia Koreck, es gibt ja noch die Helden. Aber von den in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden sprießenden “Weibliche Sängerin + x”-Bands gefallen mir die Helden in Musik und Texten immer noch am besten. Deswegen zu Komplettierung der Sammlung ihr Erstlingswerk in meinem Regal.

23.10.2007

  • Claudia Koreck – Fliang
    Mal abgesehen von PeterLicht und Bobos “Lieder von Liebe und Tod” finden sich ja bei mir überhaupt keine deutschsprachigen Stücke. Und da kommt eine 21-jährige Bayerin vorbei, knallt mir dieses Album vor den Latz und das zurecht. Die Texte sind Klasse und kommen von Herzen, die Musik passt hervorragend zu den Texten und mir selbst bleibt nichts übrig, als mitzusingen.
  • Trentemøller – The Trentemøller Chronicles
    Ich habe geschwankt, muss ich zugeben, da einige Stücke der ersten CD schon auf der limitierten Auflage von “The last resort” enthalten sind. Aber der überwiegende Teil ist doch abweichend. Hier zeigt er sich nicht nur als Musiker, sondern auch als Remixer. Während man sich bei seinen “normalen” Stück langsam fragt, ob sich da nicht langsam doch ein gewisser Stil herauskristallisiert, ist er bei den Remixen wie ein Kind im Konfettiregen und tanzt ausgelassen umher.

06.10.2007

  • Depeche Mode – Playing the angel
    Kommt zwar nicht an frühere Werke heran, ist aber trotzdem ganz gut. Da ich es als Schnäppchen herumliegen sah, hab ich gleich mal zugeschlagen.
  • Depeche Mode – Songs of faith and devotion
    Das Album habe ich jahrelang durch Mißachtung gestraft, obwohl es schon seinerzeit Klasse war. Ich fand die Titel gut, nur der rockige Stil sagte mir überhaupt nicht zu. Aber nachdem jetzt einige Jahre vergangen sind, bleiben die Songs im Kopf und möchten wieder gehört werden.

02.10.2007

  • Marilyn Manson – Lest we forget (Best of)
    Seit “The beautiful people” ist er in meinem Leben präsent. Ich finde nicht alles gut, aber was so an meinem Ohr vorbei rauscht, ist doch brauchbar. Und wenn man auf dem Wühltisch im Supermarkt um die Ecke die CD stehen sieht, schlägt man kurzerhand zu. Was man über ihn hört, sieht oder liest, ist mir so ziemlich egal. Mich würde der Mensch interessieren, der er ist, wenn die Tür geschlossen ist, aber das hat er wahrscheinlich ziemlich gut unter Kontrolle. Oder es gehört mit zur Show. Oder wäre er nur ein pickliger Kerl, der in der Frittenbude arbeitet, wenn er nicht so eine Medienpräsenz hätte?

22.09.2007

  • Clark – Body riddle
    Ich dachte nach dem zweiten Album von Clark, da wäre die Luft raus, deswegen habe ich lange gezögert, in dieses Album reinzuhören. Aber gerade “Ted” hat so einen Charme, dass es schon fast an Bierzeltatmosphäre grenzt. Lädt ein zum Mitschunkeln, mit dem Hintern wackeln oder Kopfnicken.
  • µ-ziq – Duntisbourne Abbots Soulmate Devastation Technique
    Seit der “Royal astronomy” habe ich nichts mehr von µ-ziq gekauft, gut die “Urmur bile trax” noch, aber auch nur, weil sie alte Stücke neu aufgreift. Aber das neue Album ist wieder wie Mitte der Neunziger – vielleicht etwas eintönig, vielleicht etwas destruktiv, aber auf keinen Fall aufgekratzt.
  • The Tuss – Rushup edge
    Ich bin den Gerüchten, ob es sich bei der Scheibe von The Tuss um einen versteckten Release von Richard D. James aka Aphex Twin handelt, nicht weiter gefolgt. Aber nach in Kürze überlegt: Er hat mal verlauten lassen, dass er Künstler nicht leiden kann, die versuchen, seine Musik nachzuahmen. Warum sollte er dann eine Scheibe, die ebenso wie die “Confederation trough EP” schwer nach Analord (und damit nach ihm) klingt, veröffentlichen? Auf jeden Fall brilliantes Teil und das letzte Stück nimmt Anlauf ein neues Analogue bubblebath zu werden.

07.08.2007

  • Future Sound Of London – From the archives Vol. 1-3
    Ihre Webseite wartet schon seit langem auf ihre Vervollständigung, aber wer sich mühsam durch die Biographie kämpft, merkt, da ist etwas Großes im Anmarsch. Etwas worauf die Fans seit Jahren warten. Die Erlösung von ihrer Hippie-Attitüde ist das Minimum. Und jetzt schimmert es durch – die Archive sind geöffnet und FSOL verteilen die Musik aus ihrer kreativsten Zeit auf 3 CDs.

03.07.2007

  • Tycho – Sunrise projector
    Eine Wahnsinnsscheibe – schnuppert einfach mal ein wenig am dem Titel der CD herum! Na, nach was riecht das? Richtig – Boards Of Canada. Und genauso klingt es auch.

01.07.2007

  • Beroshima – Horizon
    Zerkratzen wir mal die Seite mit dem Pig & Dan-Remix, denn der ist einfach nur mittelmäßig. Um so mehr, muss es das Original herausreißen. Mir lief gerade der Satz über den Weg, dass es wohl der schlechteste Cocoon-Release aller Zeiten sei, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, vergesse für einen Moment alles um mich herum und lasse mich mitreißen.
  • Chaim – It never ends
    Es hört auch nicht auf, es geht immer weiter, nur leider nicht für diesen Release, da er im gewöhnlichen Trackformat daherkommt. Keine Endlos-Loops, sondern zwei feine Stücke auf Love Minus Zero, die nach Feiern klingen.
  • Trentemøller – EP1 (Kickin’)
    Herr Trentemøller ist vielseitig, er schafft es, wovon ich schon seit Ewigkeiten träume, dass es wieder passiert. Verschiedene Genres finden sich zusammen – auf einer Platte. Techno auf der einen und warmer, weicher, jazziger House auf der anderen. Welches Genre wagt es angesichts eines solchen musikalischen Genius “Nein” zu sagen?

27.06.2007

  • Paul Kalkbrenner – Altes Kamuffel
    Ja, wer hat denn hier das alte Kamuffel reingelassen? Erste Erkenntnis nachdem ich mit dem Kamuffel zusammentraf: Es schmust gern mit seinesgleichen. Ich zog die legendäre “Gebrünn Gebrünn” auf den zweiten Plattenteller und mußte kaum pitchen… Das Kamuffel ist gut, aber nicht umwerfend, dazu fehlt noch ein ganzes Stück.

23.06.2007

  • Goldie – Timeless
    Wieder mal ein Klassiker, der noch in meiner Sammlung fehlte. Goldie hatte ich mir seit “Temper, temper” doch viel tougher vorgestellt, als er sich auf dieser CD gibt. Wurde durch einen Kollegen darauf aufmerksam, der mir die CD ausborgte. Begeistert gewesen, ersteigert und jetzt ist sie mein.

12.06.2007

  • Bobo In White Wooden Houses – Mental radio
    Nach einer gefühlten Ewigkeit erscheint das neue Album von Bobo. Auch wenn das letzte Album von Bobo In White Wooden Houses nun mittlerweile 12 Jahre her ist, hat sich das Warten gelohnt. Sie klingt besser denn je.

29.05.2007

  • Bobo – Lieder von Liebe und Tod
    Alte deutsche Lieder, wie “Der Lindenbaum”, “Die Gedanken sind frei” oder “Wanderers Nachtlied”, vorgetragen von Bobo, begleitet von präpariertem Piano, Bassklarinette, Sopransaxophon und Akkordeon.
  • Tori Amos – American doll posse
    Heimlich, still und leise ist ein neues Tori-Album erschienen. 23 Titel sind überdurchschnittlich viel. Vier Charaktere tragen ihre Geschichten vor. In Zeiten digitaler Downloads macht der Digipack schon von seiner visuellen Unterstützung viel her.

25.05.2007

  • The Tuss – Confederation trough EP
    Gerüchten zufolge die neue EP von Richard D. James aka Aphex Twin. Klingt wie der ultimative Nachfolger der Analord-Serie und würde damit das Gerücht bestätigen. Auf jeden Fall hörenswert: Alspacka.
  • Patrice Bäumel – Just electricity
    Kaum habe ich mich einigermaßen an The Field gewöhnt, ohne ständig Herzflattern zu bekommen, langt Patrice Bäumel nochmal ordentlich zu. Just electricity setzt so viel Energie frei, da hilft nur eins: Tanzen und frenetisch jubeln.

05.05.2007

  • Björk – Volta
    Björk wieder in alter Klasse, landet ihr neues Album irgendwo zwischen “Debut”, “Post” und “Homogenic”, Akustika und Elektronika, Ballade und versuchtem Digital Hardcore.

30.04.2007

  • The Field – From here we go sublime
    Dass ich das noch erleben darf *freudentränchen*! Definitiv der Topkandidat für “Album des Jahres”. Kinders, das ist doch mal deep ohne Ende. Anspieltipps – “The deal” und “Good things end”.
  • Dominik Eulberg – Heimische Gefilde
    Sein zweites Album auf Traumschallplatten. Jetzt auch mit “Vocals”. Die Bedienungsanleitung zu seinem Album befand sich schon als letzter Titel auf seinem letzten Album: “Der purpurrote Sonnenuntergang am schilfumsäumten Bergsee (mit einem Glas Rotwein in der Linken und Rauchware in der Rechten)”.

21.04.2007

  • Blumfeld – Ein Lied mehr (5 CD)
    Der erste Teil der Blumfeld-Alben als Sammelbox mit Liveaufnahmen, unveröffentlichten Songs und Videos

13.04.2007

  • Koenig Cylinders – 99.9 Remixes (2 x 12″)
    Einer der Klassiker aus meiner Jugend, jetzt neu aufgelegt und ich sag nur eins: Der John-Selway-Remix rockt gewaltig!

27.03.2007

  • Rachel Goswell – Waves are universal
    Wer Bobo In White Wooden Houses mag, wird Rachel Goswell auch gut finden. Einige Proben gibt es bei myspace.com und solange ich noch auf das neue Bobo-Album warte, ist das eine gute Überbrückung.