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Gefährliches Halbwissen

Category: Wissen

Feiertagsupdate

tensongsofmylifeWer in letzter Zeit mal einen Blick in meine Plattenkiste geworfen hat, wird sich fragen – Ist er krank? Kauft er keine Platten mehr? Kein Grund zu Beunruhigung, die Liste ist jetzt wieder um ein paar Einträge reicher und ich nutze gleichzeitig die Gelegenheitmal ein Projekt anzukündigen, was ich schon vor geraumer Zeit auf dem Blog von fishcat entdeckt habe – Tens songs of my life. Momentan bin ich noch am überlegen, welche Titel sich dafür qualifizieren, aber die Hälfte habe ich schon beisammen. Es wird also wieder viele kleine Geschichten geben, aus einer Zeit, wo Musik noch auf Kassetten aufgenommen wurde und wo Musikfernsehen noch nicht mit Handywerbung verseucht war.

postcrossing36Gestern erreichte mich über Postcrossing mal wieder eine Karte aus Finnland. Leider kein Nordlicht, aber mit einem Link auf eine finnische Seite, die über das Beobachten von Nordlichtern in Finnland zu berichten weiß. Dort werden auch meine Fragen über das Wann? und Wo? beantwortet. Am Interessantesten fand ich aber die Geschichte über Historie des Nordlichts. Die Finnen nennen auch heute noch das Nordlicht “revontulet”, was auf deutsch “Fuchsfeuer” bedeutet. Es gibt mehrere Ursprünge, z.B. dass das Nordlicht von einem Zauberfuchs kommt, der mit seinem Schweif Funken in den Himmel sprüht oder wiederum von einem Fuchs, der bei seiner Wanderung an einem Hochmoor mit seinem Schwanz Schnee aufstiebte, welcher dann als Nordlicht sichtbar wurde.

Finstere Zeiten I

Gerade las ich bei Dirk die magischen Worte “Reisepass” und “lauschen”. Anfang Juni hatte der Bundesrat genehmigt, dass biometrische Daten auf dem RFID-Chip im Reisepass gespeichert werden dürfen. Zwar spricht man von ziemlich guten Verschlüsselung der Daten, aber betrachten wir doch mal die Schattenseiten…

  • Mit der Speicherung der Daten wurde auch gleichzeitig genehmigt, dass die Daten von der Polizei und Ordnungsbehörden elektronisch angefordert werden dürfen (auch für Verkehrsdelikte). Ergo – Chip zerstören bringt überhaupt nichts, die Daten können sofort abgerufen werden.
  • Auch wenn die Daten sicher sind, wer kann gewährleisten, dass sie beim Auslesen nicht irgendwo unverschlüsselt auf einer Festplatte landen und dort ausgelesen werden können?

Und wenn schon die Bevölkerung kriminalisiert wird, warum dann nicht gleich richtig? Werfen wir mal einen Blick auf den kürzlich verabschiedeten Paragraphen 202c des Strafgesetzbuches…

§ 202c
Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten

(1) Wer eine Straftat nach § 202a oder § 202b vorbereitet, indem er

1. Passworte oder sonstige Sicherungscodes, die den Zugang zu Daten (§ 202a Abs. 2) ermöglichen, oder

2. Computerprogramme, deren Zweck die Begehung einer solchen Tat ist, herstellt, sich oder einem anderen verschafft, verkauft, einem anderen überlässt, verbreitet oder sonst zugänglich macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Konstruieren wir mal einen ganz einfachen Fall: Ein Administrator bekommt von der Firmenleitung den Auftrag, zu prüfen, ob der Datenverkehr, der die Firma betritt und verläßt, regulär ist. Tools gibt es dazu viele und allein dass er sich die Software besorgt, macht ihn strafbar. Er könnte ja theoretisch damit meinen privaten Mailverkehr abfangen, der nicht für ihn bestimmt ist (Ging mir gerade so durch den Kopf, denn §202 ist die Verletzung des Briefgeheimnisses). Noch besser fand ich das Beispiel auf den Seiten der Gesellschaft für Informatik – ein Jugendlicher, der sich das Passwort für das Pay-TV seiner Eltern besorgt. Statt ihm eine Standpauke zu halten, könnten sie ihn auch gleich in den Knast schicken.

Und natürlich die Mutter aller Fragen: Was ist mit dem Bundestrojaner?

Finstere Zeiten brechen an…

Sammelsurium

PostcrossingDie letzten Tage hat sich eine ganze Menge angesammelt und jetzt wird es mal Zeit alles abzuarbeiten. Ich stieß vor ein paar Tagen auf einen Artikel bei Golem, aus dessen Inhalt hervorging, dass sich der Förderverein für eine freie informationelle Infrastruktur (FFII) gegen die ISO-Standardisierung von Microsofts Officeformat ausspricht. Schließlich wäre doch schon das Open Document Format (ODF) ISO-Standard, man sähe also keine Notwendigkeit für einen weiteren Standard. Wovor haben die denn Angst? Dass das Hauptargument “Proprietärer Standard” flöten geht und statt dessen eine Festlegung erfolgt, die für beide Seiten von Nutzen sein kein? Microsoft wäre in dem Fall gezwungen, sich an den eigenen Standard zu halten und für alle andere wäre es die Möglichkeit, ihn in ihren Programmen zu unterstützen.

Faszinierend fand ich auch den Beitrag, auf dem Mond ein Teleskop zu errichten, dessen Spiegel aus einer reflektierenden Flüssigkeit besteht und durch Rotation in Form gehalten wird. Man verspricht sich davon die Beobachtung von 100 bis 1000 mal lichtschwächeren Objekten, wie sie mit der nächsten Generation von Weltraumteleskopen möglich wäre. Klingt traumhaft, gäbe es da nicht zwei gravierende Probleme: zum einen muss die Flüssigkeit auch bei -98°C flüssig bleiben und ausreichend Licht reflektieren. Aber prinzipiell erstmal eine gute Idee. Und weil wir gerade bei guten Ideen sind: der Large Hadron Collider (LHC) ist eine solche. Als Teil des CERN in Genf soll er Anfang 2008 seine Arbeit aufnehmen und dabei tiefer in den Aufbau der Materie blicken, als jeder andere Teilchenbeschleuniger zuvor. Die Wissenschaftler schwärmen von einem Blick auf die Zustände kurz nach dem Urknall. Andere erhoffen sich den Nachweis des Higgs-Bosons. Ich wünsche es nicht, aber ich hoffe, sie irren sich. Weniger um sie scheitern zu sehen, aber eher das Eingestehen, dass das derzeitige Standardmodell der Elementarteilchenphysik doch falsch ist oder zumindest das Higgs-Boson nicht die Lösung der Gleichung ist.

Und nach so viel Theorie noch etwas leichte Kost – mich erreichte heute eine Karte aus Otepää. Soweit nichts ungewöhnliches, außer das ich schon mal in Otepää war, was bei einem estnischen 2.000-Seelen-Dorf doch etwas ungewöhnlich ist. Ich erinnere mich auch an die Wanderung entlang der Straße, wo Alex und ich “Ich packe meinen Koffer” spielten. Wir nahmen Ortseingangs- und Ortsausgangsschilder mit, aber ich kann mich auch nicht mehr daran entsinnen, weshalb wir abbrachen, aber wir waren dann bei ca. 40 Begriffen angelangt. Auf jeden Fall ein schönes Fleckchen Erde, besonders die nahegelegende Universitätsstadt Tartu.

Zum Abschluss nun noch das Stöckchen, dass ich bei Fr. Blondi aufgesammelt habe.

Aufgabe ist es, acht Dinge über sich zu erzählen und diese Aufgabe dann an acht weitere Leute zu übertragen.

Den letzten Teil lasse ich mal weg, aber wer möchte, darf sich gern daran versuchen.

  1. Mein Morgen beginnt mit einer zufällig ausgewählten CD im Radiowecker. Am Anfang der Woche komme ich noch relativ schnell in die Gänge, gegen Ende drücke ich doch gerne mal die Schlummertaste.
  2. Zu meinem Starterfrühstück gehören jeden Morgen eine aufgebackene Semmel, Kaffee, noch mehr Musik und was zu lesen – vorzugsweise eine Musikzeitschrift.
  3. Ich mag keinen Smalltalk (außer beim Frisör, da plaudere ich nicht gern aus dem Nähkästchen), ich schätze Gespräche, die aus einer erzählten Geschichte entstehen, wo von beiden Seiten immer neue Impulse kommen, das Gespräch fortzuführen und sich eine gewisse Intimität (aber nicht im sexuellen Sinn) aufbaut, die Tiefe verleiht und Vertrauen schafft.
  4. Es gibt zwei Dinge, die ich beim Telefonieren mache: entweder ich sitze in der Wanne oder ich laufe wie ein Panther im Käfig in der Wohnung auf und ab.
  5. Und wenn ich nicht in der Wanne sitze und telefoniere, dann lese ich oder brüte Gedanken aus. Schon in meiner Kindheit hat sich meine Mutter aufgeregt, wie man nur so lange in der Wanne sitzen kann und dann halb verschrumpelt wieder herauskrabbelt.
  6. Auf der Beliebtheitsskala der Hausarbeiten steht Abwaschen so ziemlich an letzter Stelle. Solange also noch Geschirr da ist und keine Kulturen entstehen (bei Brotkrümeln doch eher unwahrscheinlich), bleibt er stehen.
  7. Ich kann Stille nicht ausstehen, denn mit Stille verbinde ich immer die Stimmung, wenn eine Feier gerade zuende ist und man steht in mitten des Chaos und ist eigentlich noch mitten beim Feiern und dann holt einen blitzschnell die Realität ein.
  8. Von Zeit zu Zeit setze ich mich mit einem riesigen Stapel CDs oder Platten vor meine Anlage und hör sie alle an. Aber nur den Anfang der Lieder (zumindest bei den meisten), denn den Rest habe ich im Kopf und ich denke, es geht mir nur darum, die Erinnerung an die Melodie und den Text aufzufrischen. Und deswegen verstehe ich Leute nicht, die ewig lange mit einer CD am CD-Player im Laden stehen.

Ganz normaler Wahnsinn

Levi Strauss MuseumJa, die Gesundheit hat mich wieder. Es artete heute sogar schon wieder richtiggehend aus, als ich den Feudel schwang und damit die 70% den Fußboden, wo kein Teppich liegt, frei von Wollmäusen ist. Anschließend genehmigte ich mich eine Runde Postcrossing, jetzt müssen die Karten nur noch zur Post. Auch im Schlafzimmer ist jetzt Sommer befohlen – rechtzeitig, bevor es wieder kalt wird und es regnet, habe ich die Sommerdecken aufgezogen. Auch eine Ladung Wäsche hab ich in die Waschmaschine verfrachtet. Igitt, manchmal kann ich echt häuslich sein.

Bevor mich dann heute Nachmittag die große Langeweile packte, schnappte ich mir die Umgebungskarte von Bamberg und suchte mir ein Ziel aus, das ich heute besuchen kann. Meine Wahl fiel auf Buttenheim, Geburtsort von Levi Strauss. Ist jetzt nicht die Attraktion, wo tausende Touristen hinströmen, also kann man sich in Ruhe an den 20 Stationen in seinem Geburtshaus über die Geschichte von Levi, der in Deutschland noch Löb hieß, informieren. Zur jüdischen Bevölkerung gehörig, die derzeit nur bestimmte Berufe ausüben durfte und damit zur sozialen Unterschicht gehörte, entschloss sich seine Familie (einige früher, andere später) nach Amerika auszuwandern. Dazu mußte vorher einen Ausreiseantrag stellen, den es von den bayrischen Behörden zu genehmigen galt. Über den Tuchhandel kam Levi Strauss dann zur Hose und diese trat von Amerika aus ihren Welterfolg an.

Gestern machte ich noch eine interessante Feststellung: Lange und mit Hochspannung erwartet – der 7. und letzte Band des Wüstenplanet-Epos. Frank Herbert stand seinerzeit noch kurz vor der Vollendung des Werkes, starb aber noch vorher. Sein Sohn vollendete jetzt das Werk, nachdem er sechs Vorabromane veröffentlichte. Da ich die originalen Romane, sowie die Pfuschereien kenne, kann ich mir nicht vorstellen, wieviel von den Originalskripten seines Vaters noch übrig ist. Gut, ich habe nicht alle Romane des originalen Zyklus gelesen (zwei sind noch offen), aber angeblich deutet sich am Ende des sechsten Bandes ein Bedrohung der Bene Gesserit an.

Und da wir gerade bei Bedrohung sind. Ich schrieb am 17. Januar diesen Jahres eine Beschwerde an das Universum, ob es mich frauentechnisch veralbern will. Zwei Tage später lernte ich Sandra kennen. Achtung, jetzt kommts… Heute aus der Serie: Die Zeichen des Bösen!

  1. Keine Beziehung hat bis jetzt die Hochzeit einer meiner Freunde überlebt.
  2. Eine Freundin, die ich schon seit Urzeiten kenne, meldet sich in unregelmäßigen Abständen bei bzw. ich bei ihr. Wenn sie sich bei mir meldet, hab ich entweder gerade eine OP hinter mir oder bin gerade wieder Single geworden. Das Timing stimmt dabei auf den Tag genau!

Die Sache abzurunden – Ende Juni heiratet mal wieder einer meiner Freunde und am Donnerstag bekam ich eine Mail von besagter Freundin. Ich weigere mich mal, dieses Schicksal anzunehmen, obwohl es seit Donnerstag verdächtig ruhig geworden ist (hat aber andere, mir bekannte Gründe). Muss ich erst wieder böse Briefe schreiben, oder muss ich den Kontakt zu der Freundin einstellen und meine Freunde daran hindern zu heiraten?

Noch einen schönen Abend wünscht euch euer in Kampfstimmung befindlicher

Unterschrift

  • Wer es noch nicht kennt: Das soll Jan heißen!
  • Wer es fälschen will: Wenn ich mit vollem Namen unterschreibe, sieht das ganz anders aus!

PS: Der erste Satz bezieht sich natürlich auf meine körperliche Gesundheit ;)

Ist es denn möglich?

BestellungMein letzter Beitrag war am Dienstag? Ich hätte ja schwören können, es wäre Mittwoch gewesen. Bei genauerer Überlegung fällt mir ein, dass ich Mittwoch ja zu nichts zu gebrauchen war. Ich setzte mich hin und bearbeitete ein Stöckchen, was ich bei blog.de entdeckt hatte, aber es ist noch nicht fertig geworden. Zumindest stehen die Chancen gut, dass ich es noch im Laufe des Abends fertig bekomme.

Viel Zeit geht jetzt auch mit dem Schauen der 9. Simpsonsstaffel drauf. Die erste DVD beginnt mit Skizzen, die einen Ausschnitt des Films zeigen. Das erste Mal, dass ich Anke Engelke als Marge höre. Sie gibt sich wirklich Mühe und kommt gut an die Stimme heran, aber sie ist halt nicht Elisabeth Volkmann. Aber das ist wohl die Tragödie der am längsten laufenden Zeichentrickserie. Beim Ansehen der einzelnen Folgen fällt mir auf, dass ich einzelne Episoden noch nie gesehen habe. Wohl möglich, weil ich schon die 8. Staffel an einigen Stellen nicht gerade überwältigend fand. Aber letztendlich steckt doch viel mehr dahinter. Man stelle sich vor, eine Serie über so viele Jahre interessant zu halten, nicht zu auffällige Wiederholungen einzubauen und dem Konzept der Serie unterworfen zu sein. Einerseits Segen, weil die Charaktere nicht altern, im Gegensatz zu einer Serie mit realen Schauspielern, andererseits genau aus dem selben Grund ein Fluch, da Bart jetzt das zweite Jahrzehnt schon in die vierte Klasse der Grundschule Springfield geht, d.h. die Möglichkeiten Veränderungen einzubauen sind minimal und wenn es gemacht wird, fällt es gravierend auf. Siehe der Tod von Paradontose-Murphy (viel zu früh!) oder Maude Flanders. Gleichzeitig tauchen auch neue Charaktere auf, die aber keine großen Rollen bekommen, da die Hauptrollen schon vergeben sind. Was für ein Glück, dass ich für solche Betrachtungen eine Kategorie “Simpsons” habe.

Ich hatte die letzten Tage auf Arbeit wieder viel tüfteln dürfen, was nicht sonderlich von Erfolg gekrönt war und deshalb meine Motivation in den Keller sackte, aber ich gab nicht auf, bis mein Kollege einen Richtungswechsel vorschlug, kurz etwas ausprobierte, mir das Grundgerüst gab und ich jetzt alles aufbauen und erweitern darf, bis die gewünschte Funktionalität erreicht ist. Nach einem Vierteljahr kann ich mir doch schon mal erlauben, einen kleinen Rückblick zu werfen – jede Menge offene Punkte erledigt und für die nächste Version stehen zwei Punkte an, die unter meinen Händen gewachsen sind bzw. an denen ich gerade baue: die zentrale Programminstanz und der Datenbankzugriff.

NotenAußerdem hatte ich diese Woche meine zweite Klavierstunde. War natürlich schon blöd, weil ich überhaupt nichts zum Üben da hatte. Es stellte sich aber heraus, dass meine Lehrerin bemerkt hatte, dass ich die Noten liegen ließ und steckte sie ein. Damit waren die Wege am Montag und Dienstag ohnehin umsonst. Dafür habe ich jetzt ausreichend Material, da die nächsten beiden Donnerstage der Unterricht wegen Ferien ausfällt und ich erst Mitte April wieder antreten darf. Als ich vorhin übte, stellte ich fest, dass ich es nicht sehr lange mit dem Keyboard aushalten werden. Ich hatte den ganzen Abend das Gefühl, ich habe mich verspielt, bis ich feststellte, dass zwischen h und c’ mehr Spielraum ist, als es wirklich schön klingen würde. Vermutlich befindet sich nur eine Oktave im Speicher und die wird ohne Rücksicht auf Verluste transponiert. Sparsam im Speicher, aber ein Graus für die Ohren.

Trotzdem muss ein gescheites Gerät warten, Bafög hat jetzt erstmal höchste Priorität. Aber nachdem ich diese Woche erfahren durfte, dass der Versicherungsstreit in eine neue Runde geht und ich nächsten Montag (wieder mal) auf den aktuellen Stand gebracht werde, mache ich mir keine Sorgen – doppelt (versichert) hält besser. Als kleiner Trost kam dann diese Woche ein kleines Amazonpaket, was zum Gucken, was zum Lesen und was zum Hören. Als ich vorhin in der Küche über dem Abwasch brütete, stellte ich fest, wie gut die CD eigentlich ist. Vielleicht dann nochmal zum Einschlafen… die Rachel.

Bevor ich mich dann dem Stöckchen zuwende, gibt es noch etwas Wissenswertes aus der Klugscheißerecke. Durch die Zeitumstellung wird es früh später hell und abends auch später dunkel. Soweit nichts Neues, nur dass man die Gelegenheit schon nutzen kann, um die Abenddämmerung zu beobachten. Aber ab wann ist es denn Nacht? Sonnenuntergang ist ja klar, der feuerrote Ball versinkt am Horizont. Wenige Augenblicke später beginnt das, was man auch bürgerliche Dämmerung nennt – die hellen Sterne bzw. Planeten werden sichtbar. Ist die Sonne weiter als 6 Grad unter dem Horizont verschwunden und weitere Sterne tauchen auf, beginnt die nautische Dämmerung, die damit endet, wenn die Sonne mehr als 18 Grad unter dem Horizont verschwunden ist und Sterne die in den Klassen 3 und abwärts der scheinbaren Helligkeit liegen, sichtbar werden. Dann ist es Nacht. Schlaft schön!

Kurz geht nicht

Die letzten Tage machte ich mich ganz schön auf Arbeit breit. Umso weniger Zeit und Lust habe ich dann auch noch mich abends an den Rechner zu hocken und weiter zu tippen. Dafür ernte ich schon Blicke über meine Schulter, die mit dem Spruch “Der Mann hat keinen Respekt, das gefällt mir!” kommentiert werden. Ich bin da wirklich nicht schüchtern, wenn es darum geht über fremden Code herzufallen und ihm meine persönliche Note zu verpassen. Dafür fiel dann gestern auch das Thema “eigenes Projekt” das erste Mal. Würde mich wirklich freuen, wenn ich nicht immer nur an fremdem Code arbeiten dürfte, sondern auch mal etwas eigenes entwerfen kann.

Der gestrige Abend gehört dann aber trotzdem fast vollständig der Produktion meines Podcasts. Jetzt muss ich nur noch auf den podhost.de “Monatsanfang” warten und dann kann er auf Sendung gehen. Und mal Klartext zu reden: Am Wochenende wird es soweit sein und es gibt den 7. Podcast. Wie ich es genau mache, weiß ich noch nicht, da ich übers Wochenende nach Marburg fahre, Alex’ Geburtstag will gefeiert werden. Den Weg werde ich natürlich mit meinem getreuen Begleiter Rüedi antreten, der dann am Dienstag nächster Woche einen neuen “shiny metal ass” bekommt. Zumindest hat er sich schon mal an die Bamberger Gepflogenheiten gewöhnt. Hier scheint jedes 10. Auto unter einem defekten Frontscheinwerfer zu leiden, so jetzt auch Rüedi. Macht nix, wird bei der Gelegenheit gleich mit erledigt. Fraglich ist nur, ob ich gleich die Sommenreifen aufziehen lasse oder noch bis Ende März damit warte?

Ich hoffe auch, dass sich in den nächsten Tagen mal etwas Licht in das versicherungstechnische Dunkel kommt und sich eine klare Linie herausstellt. Denn ich hab nix dagegen, wenn ich Kündigung und Antrag verschicke (bzw. verschicken lasse) und dann von beiden ein “Ja” bekomme. Wenn eine mit einem “Ja, aber…” antwortet und es auch noch um Geld geht, werde ich ungemütlich. Apropos Geld, gestern wollte noch jemand Geld von mir haben, diesmal nicht die GEZ oder IKEA. Nein, Quelle hatte es diesmal gut mit mir gemeint und wollte einmal 746,82€ und 721,86€ von mir haben. Nur Schade, dass diesmal nicht Sandy Steinicke die Unterzeichnerin war, das hätte doch glatt Charme gehabt.

In den letzten Tagen nutzte ich die Gunst des Morgens, um ein paar Beiträge aus meinem alten Blog zu transferieren und stellte dabei fest, dass der Anteil der wissenschaftlichen News ganz enorm gefallen ist und ich doch wirklich sehr viel selbstbezogenen Inhalt verfasse. Hat natürlich nichts damit zu tun, dass ich jetzt zur Egosau mutiere, sondern dass die wissenschaftlichen News doch sehr flach geworden sind. Ich weiß, es gibt Leute, die sich ihr Leben lang damit beschäftigen, aber Keuschheitsgürtel bei Spinnen heben mich nun wirklich nicht an. Interessanter finde ich da schon eher den Nachweis des YORP-Effekts, der nach seinen Entdeckern Yarkovsky, O’Keefe, Radzievskii und Paddack benannt wurde. Dabei handelt es sich ganz simpel um das Beschleunigen oder Bremsen der Rotation von Asteroiden aufgrund von Sonneneinstrahlung. Diese verursacht eine Erwärmung der Oberfläche und deren Wärmeabstrahlung versetzt den Körper in Rotation bzw. bremst ihn ab, wenn sie der Drehung entgegen wirkt. Das gleiche Prinzip also wie bei einer Lichtmühle, die aber unter idealen Bedinungen läuft. Die Lichtmühle hat den Vorteil, dass eine Seite der Flügel dunkel ist und damit eine höhere Wärmeabsorption bzw. -abstrahlung erreicht wird und dass sie sich mit keinem Luftwiderstand herumplagen muss. Das muss der Asteroid auch nicht, aber der ist ja nur geringfügig größer…

Last but not least aus der Welt der Wissenschaft ließ sich letzthin vernehmen, dass sich im März Wissenschaftler an die Lösung des Problems der langsamer werdenden Pioneersonden wagen wollen. Ich hatte seinerzeit begonnen, einen langen Beitrag dazu zu schreiben, der leider unvollendet blieb, weil ich gegen Ende meine eigene These nicht durch Bremsen der Sonden bestätigen als auch widerlegen konnte. Die Theorie existiert nun mittlerweile schon so lange in meinem Kopf, da wird sie wohl auch noch ein paar Monate warten können.

Aber genug getippt für heute, ich werde mich jetzt noch ein wenig der Blumenpflege widmen und dann überlegen, welche CD ich morgen einer Kollegin mitnehme. Sie stellte mich vor die Frage, was das denn für ein Logo wäre, das ich da auf meinem T-Shirt trage. Und auf meiner Brust prangte in voller Größe ein Aphex-Twin-Logo. Ich schlug vor, ihr mal eine CD mitzubringen, damit sie sich mal ein Bild machen kann. Nun ist die Frage – welche CD ist am ungefährlichsten?

Die neue Flotte

SchuhflotteDer gestrige Tag verlief reichlich unspektakulär, allein abends lieferte ich noch bei einem Glas Rotwein ein bißchen technisches Know-how zu einem BGH-Urteil zu Domains und der DENIC und warum es richtig vom BGH war, die Webseite und die Domain als zwei getrennte Dinge zu behandeln. Den nächsten Morgen hieß es wieder: auf Arbeit düsen, den Schwachpunkt gegen Mittag mit reichlich Entwicklerkaffee bekämpfen und – heute Nachmittag hat es dann endlich geklappt.

Ich erstand nun endlich doch ein paar Schuhe. Erfolg auf der ganzen Linie – die Fahrt am Samstag hätten wir uns sparen können, die Bücher hätte ich auch in Bamberg finden können. Apropos Bücher, ich habe die Tage mal einen Blick hinein riskiert. Unter der Rubrik “Wer hat’s erfunden?”: Sudoku – bereits 1783 entwickelte der Schweizer Mathematiker Leonhard Euler, das was wir heute als Sudoku kennen. Danach geriet es in Vergessenheit und tauchte in den 70er Jahren in Amerika wieder auf, in den 80ern in Japan, wo es seinen heutigen Namen bekam und 2004 sorgte der neuseeländische Richter Wayne Gould dafür, dass es in der Times in England erschien, wo es seinen Siegeszug in Europa antrat.

Wiederholungstäter

Keine Panik, nur weil Blumfeld aufgehört haben, mache ich nicht gleich den Blog dicht. Ich hatte nur die letzten beiden Tage nicht gerade das Bedürfnis bzw. es ist auch nicht sonderlich viel vorgefallen, worüber es zu berichten gäbe. Einzig und allein fand ich die Nachricht der Universität Rochester interessant, die es geschafft haben wollen, ein Bild in einem Photon zu speichern, was ich ehrlich gesagt, bezweifle. Offensichtlich war ich nicht der Einzige, einige andere hatten bei dem Artikel etwas auszusetzen. Und natürlich fanden sich auch ein paar technoide Leser, die bei den Initialen der Uni Rochester – UR – gleich an Underground Resistance denken mußten.

Die letzten Tage habe ich dann doch eher immer eifrig Blogschau betrieben, unter anderem auch das Musikrätsel auf Uwes Blog. Heute lag die Lösung doch auf der Hand. Wo ich mir nochmal alle Schnipsel angehört habe, hätte ich es eigentlich schon gestern erkennen können, aber ich war dann doch zu faul, die nebenbei laufende Musik auszuschalten und da hat der Radau in meinem Wohnzimmer die Oberhand behalten.

Die Arbeitswoche erlebte gestern einen kleinen Knick nach unten, als nachmittags die Hälfte meiner Bugfixes wieder aus der Testabteilung zu mir zurück kam. Aber soetwas spornt mich dann auch noch an und heute morgen habe ich dann den letzten Bug verscheucht – denk ich. Und dann habe ich es abends auch noch mit dem großen Haufen Bügelwäsche aufgenommen. Ich hatte ihn extra ins Wohnzimmer gelegt, damit ich mich endlich mal dazu durchringe. Aber wenn man einmal angefangen hat und die richtige Musik im Hintergrund läuft, geht das eigentlich ganz gut.

Ursprünglich hatten sich dann auch noch meine Eltern für morgen angekündigt, doch wir haben das Thema auf morgen früh vertagt. Mal sehen, ob es mit dem Wetter klappt, ansonsten hoffe ich mal, dass die deutsche WordPress-Gruppe bald die Version 2.1 von WordPress fertig hat. Ich hatte schon im Vorfeld gelesen, dass es einige Datenbankänderungen geben wird und eine kleine Neustrukturierung. Auch das Akismet-Plugin wäre wohl erneuert worden. Dieses habe ich seit Mitte der Woche auch bei mir zu laufen, da sich Anfang der Woche die ersten Spamkommentare bei mir zeigten. Was ich eigentlich sagen wollte: Ich hoffe, dass ich das Update noch dieses Wochenende einspielen kann.

So und nun wird es dann langsam Zeit, dass ich mich auf den Weg zu Kino mache…

20*C+M+B*07

Selbiges steht jetzt in großen roten fetten Buchstaben auf meiner Türe. Die Buchstaben CMB stehen nicht etwa für Charles Montgomery Burns oder Caspar, Melchior und Balthasar, sondern für Christus Mansionem Benedicat (Christus segne diese Wohnung). Das Fest der Heiligen Drei Könige war am Samstag und deswegen begeben sich Kinder verkleidet als die heiligen drei Könige von Haustür zu Haustür, sagen artig ein Sprüchlein auf und sammeln Geld für wohltätige Zwecke. Und als Gegenleistung für seine Spende erhält man den Segen für sein Heim. Also erstmal ein guter Zweck, aber wo ich den Zettel “Kinder sagen ja zur Schöpfung” in der Hand hielt kamen einige Zweifel auf. Ich habe nichts gegen die Unterstützung der Kinder in Afrika, aber halte eine Missionierung doch für unzeitgemäß.

Neben mir stand mein Freund Thomas, der mich samt seiner Freundin Verlobten dieses Wochenende besuchte. Also war ich Freitag nach Arbeit noch einmal einkaufen gewesen und wartete dann auf ihre Ankunft. Zuhause lag ein zusammengefalteter Brief meines ehemaligen Arbeitgebers, bei dem ich mich fragte, was wohl darin wäre. Es war mein Arbeitszeugnis, das wirklich extrem gut ausgefallen war, obwohl das Wort “äußerst” doch sehr strapaziert wurde. Gegen 19 Uhr trafen die beiden bei mir ein und erzählten mir, sie wären noch ein wenig shoppen gewesen, weil sie schon viel zeitiger in Bamberg waren. Na toll und ich habe über eine Stunde daheim gewartet. Wir fuhren dann in die Stadt, suchten uns eine Kneipe mit fränkischer Küche und aßen erstmal was. Danach liefen wir noch ein wenig durch das vernieselte Bamberg, um dann nach Mitternacht wieder daheim zu landen und noch bis 2 Uhr zu quatschen. Memo an mich: Rauchbierbock ist auch nicht besser.

Mir ging es schon Freitag Abend nicht so besonders, ich hatte das Gefühl, dass sich eine Erkältung bei mir breit macht. Und dementsprechend ging es mir dann Samstag Morgen. Ich hatte schlimme Halsschmerzen und nahm erstmal ein paar Tabletten. Im Laufe des Tages wurde es dann sichtbar besser und auch heute ging es mir wieder besser. Nach einem schönen ausgiebigen Frühstück, dass wegen dem noch nicht eingetroffenen Tisch in der Küche stattfinden mußte, schnappten wir unsere Schirme und gingen bei Nieselregen in die Stadt, dort liefen den ganzen Nachmittag umher, schauten uns alles an und kehrten dann erschöpft wieder heim. Ich kochte dann erstmal was und dann ging es noch mal los. Fertig wie wir waren, hielten wir diesen Abend nicht so lange durch und fielen schon gegen 1 Uhr ins Bett. Ich bin die Nacht mehrmals munter geworden, weil meine Nase verstopft war und ich deshalb immer wieder wegen meinem trockenen Hals aufwachte. Ich hoffe, es bessert sich die nächsten Tage, ich habe keine Lust schon nach einer Woche arbeiten erstmal krank zu sein. Dafür hatte ich jetzt lang genug Urlaub.

Und nachdem es die ganze Nacht wieder gestürmt und geregnet hatte, verzogen sich die Wolken heute vormittag und ab Mittag war strahlender Sonnenschein in Bamberg. Und bei dem Wetter fuhren meine Freunde wieder heim. Die Hälfte von den beiden werde ich voraussichtlich Anfang Februar wiedersehen, wenn die mittlerweile 6. LAN-Party ansteht und wir wieder bis tief in die Nacht hinein zocken.

Umzug, die 2.

Da war ich gestern schon mal so schön beim Bloggen und Kommentieren und plötzlich reißt blog.de die Hufe hoch. Wieder ein PRO für meinen Wechsel. Nur eins bereitete mir noch Kopfzerbrechen – die Domain. Meinen electro-space-Blog unter http://blog.fraktalgrafik.de laufen zu lassen, schien mir eine nicht ganz glückliche Lösung zu sein. Und die werbefinanzierte Umleitung über meine Redirection-Domain (http://www.electro-space.de) zu gehen, war auch nicht schön, wer will schon Werbeframes sehen. Also gab es nur eine Möglichkeit: electro-space.de muss freigekauft werden. Ich las dazu viel Informationsmaterial – hier eine kurze Zusammenfassung.

Um eine Konnektivitätskoordination (kurz KK oder ChProv) durchzuführen, stellt der zukünftige Provider im Auftrag des Kunden einen Antrag an die DENIC. Diese handelt dann mit dem derzeitigen Provider aus, ob sie der Übernahme zustimmt und schon ist die Umsetzung der Domain Geschichte. Die Zustimmung erfolgt natürlich in Absprache mit dem aktuellen Inhaber der Domain. Da ich also derzeitiger Inhaber bin und sie nur durch einen anderen Provider verwalten lassen will, läuft das Ganze wie folgt ab: Ich habe hier eine Kündigung an den alten Provider, worin der gebeten wird, dem Antrag auf KK zuzustimmen. Gleichzeitig bestätige ich damit Inhaber der Domain zu sein. Dieses Formular schicke ich an beide Provider und dann sollte ich eine Mail bekommen, dass die alte Domain vom neuen Provider übernommen wurde. Ab diesem Zeitpunkt wird mein Blog dann unter: http://blog.electro-space.de zu erreichen sein, RSS-Feeds gibt es natürlich auch.