Guten Abend, gute Nacht!
Die letzten Tage waren schon irgendwie anders. Ich will nicht sagen befreiend, entspannend oder dergleichen. Aber es ist schon angenehm früh aufzustehen, zu frühstücken, noch eine Viertelstunde durch die Blogs geistern, dann auf Arbeit gehen und so viel Wind um die Ohren zu haben, dass man ganz verdattert ist, wenn ein “Mahlzeit?!” in den Raum schallt. Bin ich nicht gerade erst gekommen? Und wenn man dann gegen 7 endlich dazu kommt, seine eigenen Aufgaben zu erledigen, ist das fast schon wie Feierabend. Wenn man des Nachts heimkommt und sich nach einem kleinen Snack ins Bett fallen läßt und noch ein wenig liest, dauert es nicht lang und der Schlaf holt einen ein. Interessant wird es dann, wenn man feststellt, dass es bald keine frischen Socken mehr gibt und sich der Inhalt der Küchenschränke als Abwasch stapelt.
So gesehen ist es kein Wunder, dass ich kaum noch zum Bloggen komme, deswegen gibt es einen kurzen Überblick über die Ereignisse der letzten Tage. Die Postcrossingmaschine hat mir wieder mal zwei Postkarten beschert, aber irgendwie klemmt es momentan. Während die ersten Postkarten noch problemlos ankamen, finden sich jetzt mehr und mehr Nutzer, die sich anmelden, Postkarten verschicken, aber die empfangenen Postkarten nicht registrieren. Ergo – ich schreibe, sie “kommen nicht an” und deshalb empfange ich auch keine Neuen. Erst nach 3 Monaten werden sie auf “expired” gesetzt und dann hat man die Chance eine neue Karte zu erhalten.
Letzten Donnerstag war bei uns Feiertag – Grund genug, sich abends mit Kollegen zusammen zu setzen und ein Bierchen zu trinken. Schöner Abend und idealer Auftakt für den Feiertag, an dem ich WordPress aktualisiert und die Seele ein bißchen baumeln ließ. Und hatte ich nicht gerade “Extrem laut und unglaublich nah” begonnen, hat sich dieses Buch auch in die Reihe der gelesenen Bücher eingereiht. Drei Tagebücher, die sich zu einem vereinen, deren Sinn sich auch erst mit der Zeit erschließt, werden konsequent durchgezogen und durch die Geschichte zieht sich die Suche eines Jungen, der das Schloß zu einem Schlüssel sucht und damit den Tod seines Vaters, der am 11. September umkam, verarbeitet. Unglaublich nah wird das Buch, als eins der Tagebücher von der Bombardierung Dresdens berichtet und erzählt wie der Schreiber die Ereignisse am 11. September auf dem Dresdner Bahnhof (hier haben entweder Übersetzer oder Autor unzureichend recherchiert) verfolgt. Und für einen Moment werde ich Teil der Geschichte – ich war auch in der Stadt, als wir vor einem Riesenfernseher stehen blieben (ohne Ton) und die rauchenden Twin Towers betrachteten. War das ein Film? Konnte ja nicht anders sein, es wirkte ja so unrealistisch. Und was das Buch so richtig gut macht, ist die Offenheit des Buches – es wird nicht angeklagt und melodramatisch geheuchelt, nein, es bleibt realistisch und mit der Gestalt des naseweisen Oskar liebenswert.
Nachdem ich damit durch war, begann ich “Die Straße” von Cormac McCarthy. Nachdem ich mehrfach darüber gelesen hatte, dass sich dieser Endzeitroman ziemlich intensiv mit dem Thema Tod auseinander setzt, wollte ich mehr wissen. Die Vision, die McCarthy zeichnet, ist ein finsteres Thema, dass nahezu jegliches Leben auf dem Planeten ausrottet und die Hauptfiguren, einen Vater und seinen Sohn (der Welt “vorher” nicht kennt), ständig auf der Suche nach Nahrung und mit der permanenten Angst im Nacken, Opfer des Schemas “Fressen und gefressen werden” zu werden, südlich zur Küste ziehen läßt, in der Hoffnung, dass es dort wärmer ist. McCarthy benutzt dabei eine Sprache, welche die Tristesse der verbrannten Welt, der grauen Tage und eiskalten Nächte nahe bringt. Gut gefällt mir, dass er sich nicht, wie man anderer Autor in der ausführlichen Beschreibung von Grausamkeiten verliert, das Erwähnen und die Reaktionen sind entsetzlich genug.
Aber um nicht nur die ganze Zeit bei dem kalten, grauen Wetter daheim zu hocken, ging ich am Wochenende ins Kino. “Odette Toulemonde” stand auf dem Programm. Ein Schriftsteller, intelligent, mit einer erfolgreichen Geschäftsfrau an seiner Seite, die auch noch mit seinem schärfsten Kritiker fremdgeht, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, seine Romane wären etwas für die breite Masse, z.B. Frauen, die Verkäuferinnen und Frisörinnen sind. Und genau eine von diesen – Odette Toulemonde – glaubt an ihn. Der Rest des Film dürfte klar sein, denn er verliert sich genau in diesen schnulzigen, romantischen Klischees, die Inhalt der Romane des Schriftstellers sind. Von daher bleibt mir der Inhalt des Films verschlossen – eine Ode an den Kitsch? Ein Film für die breite Masse? Und nur weil ein paar Lippenstifte zur Musik tanzen, ist der Vergleich zu Amelie bei weitem nicht angebracht. Aber zumindest war die schauspielerische Leistung (Catherine Frot als Odette) überzeugend.
(Eigentlich sollte an der Stelle noch ein Bericht über “Wer früher stirbt, ist länger tot folgen, aber den reiche ich nach.)
Zum Abschluss noch ein wenig aus dem Bereich Musik. Nachdem die ganze Woche Claudia Koreck im Autoradio lief, habe ich mir am Samstag nun endlich die Konzertkarte geholt. Ich hatte mich im Datum geirrt, sie ist am 17.02. in Bamberg. Ich freu mich schon drauf.
Seit einigen Wochen hat die lettische Seite idm-net.lv ihre Tore geschlossen, also werde ich wohl in nächster Zeit verstärkt die Suche nach interessanten Netlabels selbst in die Hand nehmen müssen. Einen kleinen Tipp hatten sie immer parat und man blieb immer auf dem Laufenden. Deswegen hatte ich schon ins Auge gefasst, meine Entdeckungen separat hier zu veröffentlichen – ähnlich zu meiner “Neues aus der Plattenkiste”-Seite. Mal sehen, ob und wann ich mal dazu Anlauf nehme.
Bookmarks
Nachdem ich gerade wieder viel zu lange in der Wanne saß und einer meiner Lieblingsbeschäftigungen dort frönte, stellte ich nach einer kurzen Recherche fest, dass der letzte Buchhinweis nun schon einen Monat her ist. In der Zwischenzeit hat sich doch schon aber das eine oder andere Buch auf den “Gelesen”-Stapel bewegt.
Zur Zeit arbeitete ich mich durch Sue Townsends “Downing Street No. 10” durch. Zugegeben, es hat weniger mit durcharbeiten, als mit “nicht mehr aus der Hand legen” zu tun. Der Schreibstil gefällt mir oder besser gesagt, der der deutschen Übersetzung. Störend sind nur die Schreibfehler, die doch für ein Buch ziemlich gehäuft auftreten. Aber dafür ist die Geschichte um so amüsanter: Der englische Premierminister macht sich inkognito auf eine Rundreise durch sein Land, nachdem er öffentlich bloß gestellt wurde, nicht mal den Preis eines Liters Milch zu kennen, geschweige denn, wann er das letzte Mal mit der Bahn gefahren ist. Zwei Seiten lernt man auf diese Weise kennen. Einerseits, dass Politiker auch nur Menschen sind, die ihre kleinen Macken und Rituale haben und zum anderen muss er als Politiker erkennen, dass Politik mehr ist als nur Zahlenspielereien und Entscheidungen zu treffen, sondern dass diese Entscheidungen Eingriffe in persönliche Schicksale auch derer bedeuten, die nicht die Macht haben, sich gegen diese Entscheidungen zur Wehr zu setzen. Fazit: Sollte in Deutschland zur Pflichtlektüre vor Amtsantritt werden, inkl. einem Aufsatz “Was habe ich aus dem Buch gelernt?”
Der Einband versprach “Eine chaotische, witzige und melancholische Reise um die Welt in 7 Tagen.” zu Dave Eggers “Ihr werdet (noch) merken, wie schnell wir sind“. Zwei Endzwanziger machen sich auf die Reise, um 32.000 Dollar zu verschenken und gleichzeitig den Tod ihres Freundes zu verarbeiten. Mit einer groben Vorstellung, welche Zeile auf ihrer Weltreise liegen könnten, machen sie sich mit Handgepäck auf den Weg. Visabestimmungen, lange Aufenthalte, verpasste Flüge behindern permanent ihre Reise. Während ihrer Aufenthalte darf man als Leser ihre Bemühungen mitverfolgen, wie sie stellenweise möglichst umständlich das Geld an den Mann / die Frau / die Kinder bringen. Während Hand der lebensfrohe Typ ist, der vor keiner Dummheit zurückschreckt, ist Will, der gleichzeitig der Ich-Erzähler ist, der introvertierte Typ, der in seitenlangen Monologen die Geschichte des Todes seines Freundes aufarbeitet. Genau in den Momenten, wo das Interesse steigt und man noch mehr wissen möchte, springt der Handlungsfaden wieder zurück in die Gegenwart. Man hat zwar zum Schluss sämtliche Details der Tragödie erfahren, das Geld ist verjubelt und beide sind wieder daheim, aber mir bleibt nur ein abschließender Satz: Knapp 500 Seiten präpubertäres “Handeln ohne zu denken” sind einfach zu viel, denn durch Weglaufen löst man keine Probleme.
Zwar schon etwas betagter, aber dafür von einem der ganz Großen – Nick Hornby. Die Handlung seines Romans “How to be good” ist so realistisch, dass man wahrscheinlich keine 3 Häuser weiter laufen muss, um die Geschichte in dieser oder einer ähnlichen Form wieder zu finden. Die Charaktere sind phantastisch beschrieben, Klischees werden kaum genutzt, nur dass die Geschichte ab einem gewissen Punkt ins Absurde abdriftet, stört etwas. Betrachten wir es aber mal als britische Komödie, dann passt es wieder. Ein Ehepaar mit zwei Kindern, sie eine erfolgreiche Ärztin, die zwischen einem starken Willen und völliger Entscheidungslosigkeit pendelt und er, ein Kolumnist, dessen Leben hauptsächlich daraus besteht, Gift und Galle zu spucken, stellen fest, dass sie in einer Krise sind. Die Routine hat sich eingeschlichen, sie stört eigentlich alles an ihm, bis auf die Momente, wo sie ein Harmoniegefühl verspürt. Also hält sie sich nebenbei einen Liebhaber, der ihr aber keine Befriedigung verschaffen kann, ihr aber trotzdem die Gefühle gibt, die sie bei ihrem Mann vermisst. Also will sie die Scheidung oder auch nicht, denn da sind ja noch die vielen gemeinsamen Jahre, die Kinder, das Haus usw. Eigentlich wünscht sie sich jemanden, der ihr diese Entscheidung abnimmt. Aber keine Aktion ohne Reaktion, ihr Mann, der spürt, dass er jahrelang ein Stinkstiefel war, beginnt sich, von Grund auf zu ändern. Er will mit seinem neu gewonnenen Kumpel nicht nur seine Ehe, sondern die gesamte Welt retten. Der Liebhaber beginnt anhänglich zu werden und ruft auf Arbeit an und besucht sie daheim, kurzum – es ändert sich alles und sie merkt, dass vorher doch nicht alles so schlecht war. Fazit: Der Super-GAU einer Ehe und ein Pflichtgeschenk von und für Ehemänner und Partner, die schon lange mit ihrer Frau zusammen sind und verpennt haben, dass ihre Beziehung schon längst tot ist.
Ich hatte es schon mal kurz angeschnitten, dass Roger Boyes “My dear Krauts – Wie ich die Deutschen entdeckte” mehr als flach sei. Wie es mit allen großen Erwartungen ist, man wird enttäuscht, wenn sie nicht eintreten. Erwartet habe ich in dem Fall: Eine augenzwinkernde Betrachtung der Deutschen und ihrer Macken. Bekommen habe ich: Eine Ich-Erzählung, die sich größtenteils um die Belange des Erzählers kümmert bzw. um dessen Familie. Wenn sich das Augenmerk schon mal auf die Deutschen richtet, wird wirklich ziemlich neutral darüber berichtet, sodass man schulterzuckend vor dem Buch sitzt und feststellt “Isso!” Ganz schlecht möchte ich das Buch doch nicht machen, denn es gibt einige Stellen, die wirklich zum Brüllen komisch sind, so z.B. der alte Bekannte seines Vaters, Modell alter Sack, ein Flieger der Royal Air Force, der sich für seine Taten von damals (TM) überhaupt nicht schämt, ganz im Gegenteil und damit den Finger auf die deutsche Wunde der Vergangenheitsbewältigung legt. Fazit: Ich hätte mich nicht geärgert, wenn ich es nicht gelesen hätte.
Was tun? Was tun!
Die Entropie in sich geschlossenen Systemen nimmt zu. Ein fester Grundsatz, daran gibt es nichts zu rütteln. Dabei reicht schon das System “Modernisierungsmaßnahme” völlig aus. Von letztem Wochenende klingelte mir noch der Satz “Wenn wir nächsten Samstag beginnen, ist Montag, wenn Sie wieder heimkommen, alles fertig!” Welche zwei Fehler stecken also in der Aussage? Erstens – ich war nicht weg und zweitens – bis Montag schaffen die Handwerker das nie. Aber um die Entropiezunahme weiter zu verfolgen… Als ich Freitag nochmal nachfragte, was denn nun alles wegzuräumen ist, hieß es “Küche reicht erstmal”. Die Baumaßnahmen begannen früh halb 9 Uhr (Wer schläft schon gern aus?) und ich verzog mich erstmal zum Einkaufen. Ich ließ mir dabei extrem viel Zeit, von dem Radau wollte ich so wenig wie möglich mitbekomen. Witzig war noch, dass der Handwerker mich am Morgen fragte: “Ach, auch aus Dresden?” (Bei mir hängen zwei Bilder von Dresden in der Küche).
Als ich wiederkam, war der Handwerker gerade mit Aufräumen beschäftigt und meinte, dass es für heute alles wäre. Das Ergebnis: Ein Loch, wo die Rohre langgeführt werden sollen (ca. 80cm x 30cm) und eins, wo bereits der neue Heizkörper hängt. Am Nachmittag schnappte ich mir noch den Chef der Firma und fragte, ob ich den Rechner wegräumen sollte, damit sie Montag weitermachen können. Er dachte kurz nach und meinte “Nein, Montag machen wir erstmal die Küche und es wäre vielleicht besser, wenn wir Wohnzimmer und Schlafzimmer erst in Angriff nehmen, wenn wir das Bad machen.” Auf der einen Seite bin ich beruhigt, dass ich den Kram nicht umräumen muss, andererseits mußte ich heute Morgen vernehmen, dass es wohl noch 2 Wochen andauern wird. Die letzten Tage daheim haben mir völlig gereicht und um ehrlich zu sein, ich freu mich drauf, wenn ich Montag wieder auf Arbeit bin.
Aber was soll man denn sonst mit einer Magen-Darm-Grippe (was anderes kann es bald garnicht sein) machen? Die ersten beiden Tage ging erstmal so gut wie garnichts. Ich habe entweder geschlafen, DVD gesehen oder gelesen. Michel Houellebecqs “Die Möglichkeit einer Insel” folgte “My dear Krauts” von Roger Boyes. Angeblich eine humoristische Betrachtung der Deutschen, aber ich kann mich daran erinnern, dass ich höchstens zwei oder drei Mal lachen mußte. Sandra fragte auch schon zwischendurch, ob es witzig wäre, ich meinte nur “Nö, sehr flach.” Sie warf einen Blick auf die Biographie des Autors (worauf Frauen so alles achten?!) und sagte nur: “Kein Wunder, der hat Theologie, Germanistik und Politikwissenschaften studiert.” Für wahr, das sind wirklich die Gebiete aus denen die Komiker reihenweise hervorgehen, oder etwa nicht?
Ich hatte auch endlich mal Zeit, mir die DVDs anzusehen, die mir ein Kollege ausgeborgt hatte. Einer davon war “Dogma”, der ist wirklich Kult! Komisch, wunderbar als Quelle für Zitate geeignet und nicht zuletzt ist Alanis Morrissette Gott, ich hab es immer gewußt! Gestern Abend kam dann noch “Secretary” hinzu, wo ich zu Beginn fragte, worauf der Film hinaus will? Es wirkte durch die S/M-Spielchen doch etwas skuril, aber die schauspielerische Leistung ist ganz groß. Man kauft ihnen die Rolle, die sie spielen, vom Fleck weg ab. Ich habe mal recherchiert und bin bei amazon.de auf zwei Sätze gestoßen, die den Film sehr gut treffen. “Wenn man die S/M-Komponente herauskürzt, die vielleicht nicht jedem liegt und hier eigentlich auch nur der Geschichte einen exotischeren Kick gibt, dann bleibt einfach nur eine romantische, ganz wahrhaftige Liebesgeschichte übrig.” stimmt mit meiner Meinung überein, denn diese Spielereien sind nur Beiwerk und letztendlich nicht so wichtig, deswegen kann ich die anderen Meinungen nicht teilen, die behaupten, es wäre doch endlich mal ein Film, der sich mit S/M auseinandersetzt und zeigt, das sowas nicht nur in dunklen Kammern gespielt wird. Alles Quark, darum geht es doch garnicht. Oder um das zweite Zitat zu Rate zu ziehen “Sicherlich kein Film für jedermann, einige Zuschauer jedoch dürfte diese kluge und erotisch aufgeladene Geschichte über unterdrückte Leidenschaften ganz unerwartet tief bewegen.” Ganz richtig erfasst, denn darum geht es – Liebe und Leidenschaft und jetzt bekomm ich auch wieder den Bogen zu “Die Möglichkeit einer Insel” in der die etwas tragische Hauptgestalt resümiert:
Wenn man individuelle Freiheit und Unabhängigkeit anstrebt, ist keine Liebe möglich, alles andere ist eine Lüge, und zwar eine der größten Lügen, die je ersonnen worden sind; Liebe ist nur dann möglich, wenn der Wunsch nach Zerstörung, nach Verschmelzung, nach individueller Selbstaufgabe vorhanden ist, und zwar in einem gewissen ozeanischen Gefühl, wie man früher sagte, also in etwas, das es sowieso in naher Zukunft nicht mehr geben wird.
Aber genug der depressiven Gedanken, sonst hab ich die Befürchtung, es färbt auf mich ab. Ich hätte eigentlich richtig Lust, etwas zu unternehmen, aber wie mich die Erfahrung gestern lehrte, ist das eine ganz schlechte Idee. Also Planung für heute: Musik hören, mal wieder Postkarten schreiben, Wäsche waschen (solange der Dreck noch nicht in der gesamten Wohnung ist) und mal wieder etwas Klavier spielen üben. Die Stunde am Donnerstag mußte ich schon sausen lassen, aber nächsten Donnerstag geht es endlich weiter und ich denke mal, Mitte nächsten Monats könnte ich das Projekt “E-Piano” abgeschlossen haben. Aber dazu müßten erstmal alle Möbel wieder an Ort und Stelle stehen.
Einmal Horizont und zurück
Freitag halb vier Uhr hieß es: Aufbruchstimmung. Ich lud schnell meine Sachen um und lümmelte mich in den Beifahrersitz. Wir brauchten garnicht weit zu fahren, dann war die linke Spur voller Autos und rechts frei. Bei so viel Initiative, einen optimalen Verkehrsfluss zu ermöglichen, ließ der Stau nicht lange auf sich warten. Also standen wir 2 Stunden zwischen Reichenbach und Zwickau. Laut Verkehrsfunk hatte sich das Debakel innerhalb kürzester Zeit auf 15km aufgestaut. So richtig vorwärts kamen wir danach aber auch nicht, sodass wir vier Stunden für die Strecke brauchten. Sandra konnte ihren Termin nicht mehr schaffen und mußte ihn verschieben.
Mit mir war an dem Abend nicht mehr viel anzufangen und ich verkroch mich schon gegen 22 Uhr ins Bett, las noch eine Stunde. Mit jedem Kapitel, das ich in “Die Möglichkeit einer Insel” zurücklege, wird mir der Charakter des Daniel in dem Buch immer sympathischer. Als ich meine Augen nicht mehr offen halten konnte, legte ich das Buch beiseite und schlief ein.
Den nächsten Morgen ging es dann auf einen Besuch zu Oma, die Überraschung war etwas versaut, da sich jemand verplappert hatte. Wir quatschten ein wenig, machten noch einen kurzen Spaziergang und fuhren dann zum Mittag wieder heim. Nach dem Mittag schafften wir noch ein paar vertraute Sachen aus Omas Wohnung in ihr neues Heim. Auf dem Heimweg ließ ich mich am Einkaufszentrum absetzen und ging noch etwas herum. Gemeine Falle, dass auf meinem Weg ein Buchladen lag. Aber wenn ich weiter in dem Tempo lese, werden schon bald die neuen Bücher fällig werden.
Abends ging es dann auf Bierchen und Dart. Merkwürdigerweise brach unsere anfänglich gute Leistung beim zweiten Bier rapide ein. Wie sich herausstellte, handelte es sich nur um ein Zwischentief und die Leistung besserte sich schon bald wieder. Unser Highlight beim Spielen: “Cricket” mit der “Wild & Crazy”- und “No Score”-Option. Für alle, die bisher nur an einem Dartautomaten vorbeigelaufen sind: Bei “Cricket” gilt es alle Felder von 15 bis 20 sowie das Bulls Eye jeweils drei mal zu treffen. Hat ein Spieler bereits alle Felder einer Zahl getroffen und trifft das Feld wiederholt, bevor der andere Spieler seine drei Treffer auf dieses Feld erzielt hat, werden ihm die Treffer in Form von Punkten gutgeschrieben. Gewonnen hat derjenige mit dem höchsten Score (wie unsinnig!) bzw. wer das Ziel als Erster erreicht. Jetzt kam “Wild & Crazy” dazu. Bedeutet – außer dem Bulls Eye wurden alle zu treffenden Zahlen zufällig ermittelt. Hatte ein Spieler ein Feld getroffen, aber nicht alle drei Treffer erzielt, wurden alle Felder die bereits getroffen, aber nicht geschlossen waren, zufällig neu ermittelt. Zusammen mit der “No Score”-Option hatte man dafür nur 15 Runden Zeit. Obwohl wir vielleicht nur einmal im halben Jahr spielen, schafften wir das. Gutes Zielwasser!

Den nächsten Tag unternahm ich noch mit meinen Eltern einen Ausflug in die Sächsische Schweiz. Wir machten eine kleine Wanderung um den Zirkelstein und kehrten dann nach Hause zurück. Zum späten Nachmittag traf Sandra dann ein und wir machten uns auf den Heimweg. Der Verkehr war mittelmäßig, ich scheuchte ein paar Autos beiseite und schaffte es stellenweise den Kleinen auf 240 km/h zu treiben. Aber das ist dann keine gemütliche Reisegeschwindigkeit mehr, denn nebenbei ein vernünftiges Gespräch dabei zu führen, ist kaum möglich. Also lieber 50-60 km/h weniger…
Heute Morgen schaffte ich dann Rüedi in die Werkstatt mit der dunklen Vorahnung, dass die Kupplung fällig war. Ich hinterließ meine Telefonnummer und stieg in meinen Ersatzwagen, einen Mazda 626 GE, der auch schon bessere Jahre hatte. Im Laufe des Vormittags kam dann ein Anruf… “Wurde der Zahnriemen schon gewechselt?”. Ja, na sicher doch! Sonst nichts. Nachmittags holte ich meinen Rüedi wieder ab und durfte voller Freude hören, dass die Kupplung noch komplett in Ordnung war und auch sonst war mein Kleiner gut in Schuss. Ich hatte aber mal eine Klimawartung machen lassen, da die Klimaanlage in den letzten Woche doch ziemlich streng roch, wenn man sie abschaltete. War mal eine Investition wert, kann ich jedem empfehlen, der den modrigen Geruch nicht mehr ertragen kann.
Seit letzten Freitag spürt man, dass die Arbeiten am Haus langsam Form annehmen und heute hatte ich einen Zettel an der Tür, ich soll mich doch mit einer Firma in Verbindung setzen. Gesagt, getan. Vorhin erhielt ich den Anruf, man müßte in meinen Keller, um die Heizungsrohre zu verlegen und würde gleichzeitig auch bis Ende der Woche einen Besichtungstermin ausmachen wollen, wegen Einbau der Heizung. Bei den Bauarbeiten beteiligt war auch der Vermieter, der gleich meine Wohnung besuchte und feststellte, dass noch ein paar Montagen für die elektrischen Jalousien an den Seitenfenstern notwendig sind. Ich sehe schon den zweiten Teil der Betonstaubhöhle auf mich zukommen…
Driving home
Diesen unglaublich schönen Blick gab es am Montag Abend zum Abschluss der Sandkerwa zu sehen. 22 Uhr war dann noch das Feuerwerk, ich hatte mir zuvor überlegt, ob es nicht günstiger wäre, auf den Michelsberg zu gehen und das Spektakel von dort zu beobachten. Hätte ich es mal gemacht, denn das Feuerwerk wurde direkt dort gestartet. Ein Kollege war noch mit und machte über 200 Fotos vom Feuerwerk, leider mit dem falschen Objektiv und ohne Stativ, sodass die Bilder garnicht so recht wirken.
Dienstag war dann Filmeabend bei einem anderen Kollegen – “PI” mit Beamer und Dolby Surround zu schauen, ist wie ein kleines bißchen Kino. Nachdem wir dann noch einen zweiten Film nachlegten und ich halb 1 Uhr dann ins Bett fiel, war ich am Mittwoch Morgen etwas zerknittert. Auch der Mittwoch Abend wurde nicht viel kürzer, denn ich spielte etwas Silkroad und bekam von einem Kollegen seinen antrainierten Wolf übergeben. Ursprünglich wollte ich ihn “Reißwolf” taufen, aber der Name war schon vergeben, also befragte ich das Internet – Google ist dein Freund. Er hört jetzt auf den schönen Namen “Lykaon”, was der Sage nach ein König war, den Zeus in einen Wolf verwandelt hat.
Aber nicht, dass ich mich danach hingelegt hätte, nein, ich nahm noch Michel Houllebecqs “Die Möglichkeit einer Insel” zur Hand und las noch eine ganze Weile. Unglaublich spannend geschrieben. Er spinnt die derzeitige Einstellung der westlichen Welt zum Thema “Kinder” weiter und läßt seinen Hauptdarsteller, die 24. Generation des geklonten Originals, Tagebuch schreiben und gleichzeitig einen Rückblick auf das Leben und die Einstellung seines damaligen Ichs, der in der heutigen Zeit / nahen Zukunft lebt, werfen. Mitgefühl, Liebe und Freude sind Fremdworte geworden und emotionslos werden alle Gedanken und Beobachtungen des Klons notiert. Und gleich werde ich mir in der Wanne noch ein paar weitere Kapitel zu Gemüte führen.
Morgen Nachmittag geht es dann Richtung Heimat, wir werden relativ zeitig aufbrechen, da Sandra noch einen Termin hat. Deswegen starten wir gleich von Arbeit aus und ich werde diesmal schon relativ zeitig daheim ankommen. Samstag Vormittag werde ich dann mit den Eltern zu meiner Oma fahren, die am Montag nun entgültig ins Heim kommt. Mich in ihre Lage zu versetzen, dass sie nie wieder zu sich nach Hause kommt, gibt mir irgendwie noch den Rest, zusätzlich zu den Erzählungen ihrer Halluzinationen, die sie natürlich als vollkommen real wahrnimmt. Aber das Beste ist ohnehin, sie so oft wie möglich zu besuchen und das Schönste aus der Zeit zu machen, die wir noch zusammen verbringen können.
Ganz normaler Wahnsinn
Ja, die Gesundheit hat mich wieder. Es artete heute sogar schon wieder richtiggehend aus, als ich den Feudel schwang und damit die 70% den Fußboden, wo kein Teppich liegt, frei von Wollmäusen ist. Anschließend genehmigte ich mich eine Runde Postcrossing, jetzt müssen die Karten nur noch zur Post. Auch im Schlafzimmer ist jetzt Sommer befohlen – rechtzeitig, bevor es wieder kalt wird und es regnet, habe ich die Sommerdecken aufgezogen. Auch eine Ladung Wäsche hab ich in die Waschmaschine verfrachtet. Igitt, manchmal kann ich echt häuslich sein.
Bevor mich dann heute Nachmittag die große Langeweile packte, schnappte ich mir die Umgebungskarte von Bamberg und suchte mir ein Ziel aus, das ich heute besuchen kann. Meine Wahl fiel auf Buttenheim, Geburtsort von Levi Strauss. Ist jetzt nicht die Attraktion, wo tausende Touristen hinströmen, also kann man sich in Ruhe an den 20 Stationen in seinem Geburtshaus über die Geschichte von Levi, der in Deutschland noch Löb hieß, informieren. Zur jüdischen Bevölkerung gehörig, die derzeit nur bestimmte Berufe ausüben durfte und damit zur sozialen Unterschicht gehörte, entschloss sich seine Familie (einige früher, andere später) nach Amerika auszuwandern. Dazu mußte vorher einen Ausreiseantrag stellen, den es von den bayrischen Behörden zu genehmigen galt. Über den Tuchhandel kam Levi Strauss dann zur Hose und diese trat von Amerika aus ihren Welterfolg an.
Gestern machte ich noch eine interessante Feststellung: Lange und mit Hochspannung erwartet – der 7. und letzte Band des Wüstenplanet-Epos. Frank Herbert stand seinerzeit noch kurz vor der Vollendung des Werkes, starb aber noch vorher. Sein Sohn vollendete jetzt das Werk, nachdem er sechs Vorabromane veröffentlichte. Da ich die originalen Romane, sowie die Pfuschereien kenne, kann ich mir nicht vorstellen, wieviel von den Originalskripten seines Vaters noch übrig ist. Gut, ich habe nicht alle Romane des originalen Zyklus gelesen (zwei sind noch offen), aber angeblich deutet sich am Ende des sechsten Bandes ein Bedrohung der Bene Gesserit an.
Und da wir gerade bei Bedrohung sind. Ich schrieb am 17. Januar diesen Jahres eine Beschwerde an das Universum, ob es mich frauentechnisch veralbern will. Zwei Tage später lernte ich Sandra kennen. Achtung, jetzt kommts… Heute aus der Serie: Die Zeichen des Bösen!
- Keine Beziehung hat bis jetzt die Hochzeit einer meiner Freunde überlebt.
- Eine Freundin, die ich schon seit Urzeiten kenne, meldet sich in unregelmäßigen Abständen bei bzw. ich bei ihr. Wenn sie sich bei mir meldet, hab ich entweder gerade eine OP hinter mir oder bin gerade wieder Single geworden. Das Timing stimmt dabei auf den Tag genau!
Die Sache abzurunden – Ende Juni heiratet mal wieder einer meiner Freunde und am Donnerstag bekam ich eine Mail von besagter Freundin. Ich weigere mich mal, dieses Schicksal anzunehmen, obwohl es seit Donnerstag verdächtig ruhig geworden ist (hat aber andere, mir bekannte Gründe). Muss ich erst wieder böse Briefe schreiben, oder muss ich den Kontakt zu der Freundin einstellen und meine Freunde daran hindern zu heiraten?
Noch einen schönen Abend wünscht euch euer in Kampfstimmung befindlicher

- Wer es noch nicht kennt: Das soll Jan heißen!
- Wer es fälschen will: Wenn ich mit vollem Namen unterschreibe, sieht das ganz anders aus!
PS: Der erste Satz bezieht sich natürlich auf meine körperliche Gesundheit
Konkret Lichtgeschwindigkeit!
Gerade komm ich aus der Wanne – nur mühsam konnte ich mich trennen. Mein neues Buch ließ mich einfach nicht gehen. Ich wollte ursprünglich nur ein paar Seiten lesen, als ich feststellte, dass ich mich schon gierig auf Seite 32 vorgearbeitet hatte und es wohl auch nicht so schnell aus der Hand legen werde. Gehen wir aber langsam in der Zeit zurück…
Heute Abend war wieder Leben in meiner Küche angesagt, ich sprang zwischen Töpfen und Schneidbrettern hin und her, um mir eine Spanische Hähnchenpfanne zu machen. Etwas kompliziert war die Handhabung, weil man eine ziemlich große Pfanne mit feuerfestem Griff benötigt, aber meine kleine Pfanne war auch ausreichend. Schön die Hähnchenschenkel anbrutzeln, während man den Rest kleinschneidert. Und nach 45 Minuten im Ofen und einer weiteren Viertelstunde hat man an ein ziemlich leckeres Essen. Keine Angst, es zerkocht dabei nicht, im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, die Kartoffeln waren noch etwas bißfest.
Den heutigen Nachmittag waren wir noch ein bißchen Rad fahren. Das Wetter war hervorragend dazu geeignet, nur der Gegenwind ließ uns etwas aus der Puste kommen. Zwischendurch machten wir noch eine kleine Pause und dann ging es wieder heim. Es kam mir überhaupt nicht so viel vor, aber angeblich haben wir 20km auf dem Radweg Richtung Coburg zurückgelegt. Den Abend zuvor waren wir in der Oberen Mühle in Rattelsdorf, hatten einen traumhaften Blick auf das Wasser, in dem sich die untergehende Sonne spiegelte. Dasitzen und quatschen und dann setzten wir das Ganze auf dem Balkon fort. Es war schon nach Mitternacht, als sich die Weinflasche dem Ende neigte und wir ins Bett fielen.
Am Nachmittag zuvor trafen wir uns in der Stadt, konnten uns nicht verkneifen am Buchladen vorbeizuschauen, als ich dieses Buch sah… “42″ von Thomas Lehr. Menschen, die miterleben, wie durch ein Experiment im CERN die Zeit stillsteht. Ganz besonders faszinierend ist Beschreibung der Wahrnehmung des Erzählers. Ich bin schon so gespannt, welche Details noch folgen werden. Wie kann er begründen, dass die Sonne noch scheint? Ich glaub, ich werde mich dann noch ein wenig dem Buch widmen. Wir tranken noch einen Kaffee und machten uns über die vorbeiströmenden Leute lustig. Anschließend sammelten wir noch ein paar Mohnblumen auf einem Feld ein und düsten dann heim.
Und ich hab wieder einen Produkttest vorgenommen. Krasse 3er BMW. Gegenüber jedem anderen Auto in dem ich gesessen habe, kam ich mir dort eingesperrt vor. Die Bedienung war analog zu dem, den ich letztens schon gefahren bin – gut es war kein Automatik – aber ich habe selbst in meinem Rüedi das Gefühl, mehr Luft um mich zu haben. Amaturen, Lenkrad, Schaltung, alles ist dort wo es hingehört und doch fehlt die Bewegungsfreiheit. Gerade bei langen Fahrten stütze ich meinen Arm gern am Fenster ab. Wird sehr schnell unbequem, denn die Fensterkante ist dafür eindeutig zu hoch. Spritziges Fahren war auch schon gleich der einzige Vorteil, der mit dazu einfällt, denn die Technik im Inneren überzeugte mich nicht wirklich. Autoklima und CD-Player gehören jetzt schon fast zur Standardausstattung jedes neuen Wagens. Witzig ist allemal der Start/Stop-Knopf, was ein gewisses Gefühl von LKW verleiht. Ein Zündschloss gibt es auch nicht mehr, ein Schlüssel, den man ähnlich wie eine Chipkarte einsteckt, sorgt für die Fahrzeugsperre. Großes Knobeln begann, als ich den Schlüssel wieder ziehen wollte. Dabei ist die Lösung doch einfach – denken wie ein Windows-Nutzer. Drücken Sie “Start”, um zu beenden! Also zieht man nicht am Schlüssel, um ihn herauszubekommen, sondern drückt ihn herein.
Listen, Podcast usw…
Bis gerade eben habe ich weiter an der Abarbeitung meines Zettels gesessen, der mir sagt, was noch zu tun ist. Dabei liest sich der Punkt “Mails beantworten” so leicht. Aber auch da ist einiges die letzten Wochen liegen geblieben. Wer schon mal auf dem Bett vorm Rechner gesessen hat, wird vielleicht einsehen, dass man nur das nötigste tippen möchte. Dann wurden noch schnell die Pflanzen gegossen und jetzt werde ich auch gleich ins Bett gehen.
Gerade eben habe ich mir noch schnell die von Uwe getestete Version des Magix Podcast Maker heruntergeladen. Sehr störend ist natürlich sofort, dass man sich anmelden muss, um die Software herunterzuladen. Nein, ich möchte keine Newsletter. Ja, ich möchte das Programm herunterladen. In dem Zusammenhang mußte ich ausprobieren, ob man die Software auch ohne Anmeldung herunterladen kann. Ja, man kann.
Nach harten und zähen Kämpfen ist es mir gelungen, meinen Fraktalkalender endlich bei Ebay einzustellen. Jegliche Art von Verlinkung ist absolut unmöglich. Dafür bekommt man ja eine nette Mail, die auf den enthaltenen Fehler hinweist und wenn man den beseitigt, bekommt man den nächsten. Fast wie ein bißchen programmieren! Nur selbst heutige Compiler sind schlauer und geben mehrere Fehler auf einmal aus. Aber damit noch nicht alles – im ersten Versuch kostete mich das Angebot 1,40€, im zweiten 2,15€ und dritten wollte er sogar 4,30€, obwohl ich nichts geändert hatte. Also stellte ich es von Hand online und siehe da: 0,55€. Ich fühlte mich ein wenig wie Opa Röhrmöller bei Stenkelfeld, der mit seinem Telefon Galaxo ISDN 3000XT den Dienst Audiovision Interstratos Terra TT1 vor 17 Uhr abonnierte.
Nach so viel Ärger mußte auch mal wieder eine Belohnung sein, also hab ich ein wenig meinen Wunschzettel abgearbeitet:
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Geschichtenlieder Damit hätte ich dann meine Sammlung komplett. Auf der CD sind die Geschichten von Regentropfen Paule Platsch, Kürbis Kugelrund (schon wieder Kürbis?) und Springinkel, der Fadennudel. So hab ich nämlich damals die Farben vom Regenbogen gelernt… |
| Findet Nemo Am Anfang war ich etwas skeptisch – aber einmal gesehen und selten so gelacht. Deswegen heißt auch meine Netzwerkadministratorschildkröte Dude! |
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Simpsons – Staffel 8 Endlich! Mr. Burns bringt uns Liebe! |
| Terry Pratchett – Alles Sense! Nachdem mir schon durch ein Mitglied unserer Squash-Gruppe die Scheibenweltromane ans Herz gelegt wurden, hab mir Starr den Tipp, es doch mal diesem Buch zum Einstieg zu probieren. Man stelle sich vor: Gevatter Tod wird entlassen… |
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