Salsa, alte Bekanntschaften und Schlafsackhippies
Eins habe ich mir vorgenommen – wöchentlich Updates im Blog. Es kann nicht sein, dass hier nur sporadisch was kommt. Ein bißchen Regelmäßigkeit muss schon sein. Wie ich das natürlich mit den Reiseberichten mache… Ich denke mal, ich werde das auf einen Beitrag zusammenschrumpfen und nur über die Highlights berichten. Alles weitere wird seit den Dolomiten analog dokumentiert.
Heute Morgen bin ich beim Kraftfuttermischwerk über das Video von Jeff Desom zu Hauschkas “Morgenrot” gestolpert. Ich hatte schon mal was über Hauschka gelesen bzw. in das Album reingehört, aber es wollte mich nicht so richtig bewegen. Aber das Video dazu… seht selbst.
Diese Woche war unser zweiter Salsakurs. Wir haben einen dreiwöchigen Einsteigerkurs gebucht, der hier regelmäßig in Bamberg abgehalten wird. Nachdem wir auf Kuba die Grundlagen lernten, haben wir jetzt die Möglichkeit die offizielle Version kennenzulernen. Das Lerntempo ist stellenweise gefühlt etwas langsam, aber wenn es dann mal losgeht, sind wir Feuer und Flamme. Und das wir ein Gefühl für Salsa haben, scheint durch die Fragen, ob wir schon länger tanzen oder ob wir schon öfter einen Salsakurs besucht haben, bestätigt zu werden. Aber selbst wenn es 20 Uhr ist – bei 30°C geht es beim Tanzen schon sehr hitzig zu, da helfen auch geöffnete Fenster kaum.
Mein letzter Artikel zum Thema Auktionen rächte sich gleich am nächsten Tag. Nichts ist anstrengender wie Kunden, die nach Ende der Auktion verhandeln – angefangen bei den Versandkosten, bis hin zum Artikel, auch wenn alles in der Auktion drin stand. Ich meine, diese Nachricht ist schon zum Brüllen komisch, aber mal im ernst: Wie reagiert man auf solche Nachrichten?
Hallo,der Schlafsack ist gestern angekommen,es ist ja uch alles wunderbar,nur hast du eine ganz schöne Duftnote hinterlassen (Parfüm)?
Also ich brauche den Schlafsack für Tierbeobachtungen in der Natur also im Wald,und ich weiß nicht op du schonmal im wald gewesen bist,aber dort ist die Luft unglaublich rein,
und der Gruch des Sclafsacks würde weite Wege ziehen und Tiere vernhalten.Ich bin halt auch so ein öko hippi typ und benutze nur bbio shampoo und absolut nichts chemisches wie parfum) usw.,ich habe den Sack 1 Tag an die frische Luft gehängt,aber jetzt ist mein Zimmer wieder mit dem Pafrfüm Geruch durchflutet,Es ist ja ein schöner Geruch aber ich werde ihn reinigen lassen müssen um damit in die Natur zu gehen ,ich habe mich erkundigt,es wird ziemlich teuer,kostetet 20-40 und Porto noch dazu,selber machen ist zu riskant,
also kannst du etwas dzusteuern? Wir könnten uns einigen die Transaktion nicht abgeschlossen zu haben,somit spart du die ca.5 Euro [xxx] Gebühren.
10€ ? Bitte
Also bin ich ganz brav gewesen und habe höflich, aber bestimmt erklärt, dass eine Reinigung meinerseits nicht finanziert wird, worauf ich die Antwort erhielt, dass der Käufer ohnehin nicht das Geld für die Reinigung hätte. Ist das die Internetvariante von “Haste ma nen Euro übrig?”
Von Zeit zu Zeit logge ich mich ja mal via Webinterface bei meinem EMail-Provider ein, der jetzt eine einheitliche Zierleiste an das obere Ende genagelt hat. Ich wäre nicht im Traum darauf gekommen, da genauer hinzusehen, aber da war ein rotes Pünktchen auf das ich neugierig geklickt hab – ahhh, hier kann man auch chatten und ich wurde in die Kontaktliste aufgenommen. Am anderen Ende – ein bekanntes Ehepaar, dass ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen, gehört oder gelesen hab. Nachdem wir erstmal kurz Nachrichten ausgetauscht haben, habe ich mich heute Morgen hingesetzt und mal die Ereignisse der letzten Jahre zusammengetippt, seit 2005 ist schon ein bißchen was passiert. Und vorhin erhielt ich dann Antwort. Ich überlege, wenn wir das nächste Mal in Dresden sind, vorbeizuschauen…
Auktionen und Spaßverderber
Ich hatte letztens mal wieder ein paar Auktionen als Verkäufer zu laufen und frage mich immer noch – wie konnte sich ein solches System überhaupt durchsetzen? Da ist doch alles dran gesetzt worden, um den Spaß minimal zu halten.
Stellen wir uns mal eine stinknormale Auktion vor: Der Raum ist voller Leute und der Auktionsleiter stellt den Artikel vor und legt den Startpreis fest. Und ab der Stelle geht es los – entweder der Auktionsleiter sagt das nächsthöhere Gebot an und man signalisiert durch Zeichen seine Zustimmung oder man ruft gleich sein Gebot in den Raum. Wer ein Schnäppchen machen will, hat so gute Chancen, weil das höchste Gebot im direkten Vergleich ermittelt wird. Könnte wie folgt aussehen – Startpreis 10 Euro, Erhöhung um 0,50 Euro, A der Auktionsleiter, der Rest Bieter:
- A: 10 Euro als Startgebot
- Signal von B
- A: Wir haben 10 Euro, höre ich 10,50?
- Signal von X
- A: 10,50 Euro, 10,50 Euro für dieses tolle Stück, wer bietet mehr?
- [...] usw [...]
- Signal von B
- A: 20 Euro sind geboten…
- nichts weiter passiert
- A: Verkauft für 20 Euro an B
Und jetzt stellen wir uns das mal auf das Internet bezogen vor. Diesmal ist E der Auktionsleiter (Zusammenhänge, die jetzt geschlossen werden, sind aus eurem Kopf!) Denn da gibt es zwei Typen von Bieter, die Schnäppchenjäger (mit und ohne Ehrgeiz) und die Spaßverderber (legt sich geistig den Höchstbetrag fest und bietet diesen). Ich ordne mich selbst in die letzte Kategorie ein. Schauen wir mal, wie es da abläuft… Zuerst ein Spaßverderber gegen einen Schnäppchenjäger mit Ehrgeiz.
- E: 10 Euro Startgebot
- B: Bietet 50 Euro
- E: aktuelles Gebot 10,50 Euro
- X: Bietet 11,00 Euro
- X: Bietet 12,00 Euro
- X: Bietet 13,00 Euro
- X: Bietet 14,00 Euro
- X: Bietet 5 Sekunden vor Autionsende 21,99 Euro
- E: B gewinnt mit 22,49 Euro
Warum hatte jetzt der Schnäppchenjäger Ehrgeiz? Eigentlich wollte er nur bis 20 Euro gehen, denkt aber mit einem total daneben liegenden Preis schlägt er knapp die Konkurrenz, ohne zu ahnen, dass die mehr als das Doppelte geboten hat. Ergebnis: der Spaßverderber hat gewonnen und der Schnäppchenjäger jede Menge Zeit vergeudet und hat auch noch sein selbst gesetztes Ziel überschritten. Analog wäre es mit dem Schnäppchenjäger ohne Ehrgeiz, denn der hätte bei Punkt 20 Euro aufgehört. So ist eigentlich der klassische Fall, der Schnäppchenjäger hat zwar Spaß beim Bieten, macht aber bei dem System nicht wirklich Pluspunkte. Spaßig wird es nur, wenn zwei Schnäppchenjäger mit Ehrgeiz aufeinandertreffen, dann kann der Verkäufer schon mal die Hände reiben.
Natürlich kann man sich als Spaßverderber hinterher grün und blau ärgern, wenn man um 50 Cent überboten wurde. Aber vielleicht war der andere auch ein Spaßverderber und hat mehr als das Doppelte geboten. Wie dem auch sei, besser wäre es, wenn der gebotene Preis auch gleichzeitig der Höchstpreis wäre, denn das würde den Spaßverderber dazu bringen, doch niedriger zu setzen, da ansonsten er wirklich die 50 Euro zahlen müsste.
Auf in die Berge
Freitag Mittag ging es los – Zelt, Schlafsäcke, Wanderschuhe – alles eingepackt und ab auf die Autobahn Richtung Süden. Unser Ziel: die Dolomiten. Die Autobahn war gut gefüllt, aber wir sind super durchgekommen, sodass wir gegen 18 Uhr an der italienischen Grenze waren. Wenn man gleich zu Beginn von einem Anblick wie diesem gefangen wird, fällt es schwer, sich auf die Strecke zu konzentrieren.
Unser Nachtlager schlugen wir auf einem kleinen Zeltplatz in Misurina auf. Es war der erste Aufbau unseres neuen Zeltes. Der Aufbau ist zwar an einigen Stellen etwas kniffelig, aber innerhalb von einer halben Stunde hatten wir das Zelt aufgebaut und alles eingeräumt und damit war unsere Schlafstelle bereit. Anschließend aßen wir noch am See von Misurina, fuhren wieder zurück zum Zeltplatz und legten uns hin.
Mitten in der Nacht wurde ich munter, es trommelte etwas auf das Zelt – mh, Regen. Das Zelt hielt prima und die Schlafsäcke wärmten auch gut, besonders mich – ich habe ihn hauptsächlich nur als Decke genutzt. Wir wachten etwas früher auf wie geplant, machten ein schnelles Frühstück am Kofferraum und starteten anschließend unsere Wanderung um die drei Zinnen. Es begann mit dem Aufstieg zum Rundwanderweg, der uns in 1 Stunde 20 Minuten 500 Höhenmeter nach oben führte. Wenn sich die Wolken verzogen, hatte man einen atemberaubenden Blick auf die Berge.
Der Rundwanderweg begann mit Sonnenschein, die Strecke war eben und alles deutete auf eine ruhige Wanderung hin. Doch die Sonne verschwand sehr schnell hinter den Wolken, welche die Drei Zinnen permanent umgaben. Der Wind wehte stärker, ich zog meine Jacke an, der Wind ließ nach, ich schwitzte und zog die Jacke wieder aus. Es ging bergan und bergab. Nach 3,5 Stunden hatten wir die Drei-Zinnen-Hütte erreicht, die Wolken rissen etwas auf und gaben für einen kurzen Moment den Blick auf die Drei Zinnen frei. Wir machten eine gemütliche Pause und anschließend folgte die zweite Hälfte der Wanderung.
Es begann schmerzhaft für uns zu werden. Beginnend an den Zehen, über die Knie bis hin zu den Oberschenkeln. Angespornt (oder besser angetrieben) wurden wir von einem Englisch sprechenden Ehepaar, dass uns ständig auf den Fersen war – geschätztes Alter: 60+! Als wir 15.30 Uhr wieder am Lager waren, konnten wir gerade noch das Zelt abbauen und im Kofferraum verstauen, denn es begann wieder zu regnen. Es ging weiter zum Zeltplatz Sass Dlacia, wo wir diese Nacht blieben. Als wir ankamen, goss es in Strömen. Also starrten wir eine Viertelstunde verzweifelt gen Himmel, der eigentlich hell aussah, dass es doch etwas nachließe. Petrus war gnädig und gewährte uns eine Pause, um das Zelt in Windeseile aufzubauen.
Nach dem Aufbau ging die Fahrt nach La Villa um uns nach der ausgiebigen Wanderung mit einer Pizza zu stärken. Wir schrieben Postkarten nach Hause und ruhten uns etwas aus. Inzwischen hatte es schon wieder mit regnen begonnen. Sehr müde und erschöpft fielen wir sehr zeitig in unsere Schlafsäcke und schliefen. Ich bekam noch mit, dass es in der Nacht weiterhin geregnet hat und auch mal wieder pausierte, aber als wir den nächsten Morgen munter wurden, fing es gerade wieder an. Eine halbe Stunde später hatten wir Zeit aus dem Zelt zu krabbeln, zu frühstücken und zu überlegen, was wir jetzt machen. Wir entschlossen uns zu einer Wanderung, da der Himmel ein riesiges blaues Loch zeigte. Also fuhren wir zum Pass von Falzarego, wo wir eine kleine Wanderung machten und die Schützengräben aus dem ersten Weltkrieg ansahen. Auf einer kleinen Anhöhe saß ein Murmeltier und sah den vorbeilaufenden Wanderern zu, wie ein Rentner der den ganzen Tag nichts zu tun hat. Ich konnte mich auf ca. 5 Meter heranpirschen und ein Foto machen, selbst das hat es nicht gestört. Selbst später, als wir wieder auf dem Rückweg waren, schaute es immer noch.
Wir schafften es gerade noch so, zum Auto zu kommen, als schon wieder der Regen einsetzte. Und von da an begann unsere Heimreise. Meine Wohnung sah danach noch etwas wie ein Zeltplatz aus, aber schon am Montag Abend konnte ich alles wieder verstauen. Danach begann die Auswertung von Bild- und GPS-Material. Ja, die Versuchung war zu groß und es ist ein Holux M-241 geworden. Beunruhigend ist es schon, aber offensichtlich schafft es kein Hersteller so recht, den Geräten eine superlange Lebensdauer zu verpassen. Ich hatte eine volle und 4 schon gebrauchte AA-Batterien mit, die es alle vernascht hat. Aber dafür ist das Teil echt komfortabel. Während des Laufens sieht man seine Koordinaten, die exakte Uhrzeit, die Geschwindigkeit, die Richtung und die Höhe. Zusätzlich kann man noch Einstellen, ob die Strecke nach Entfernung oder nach Zeit protokolliert werden soll. Der Empfang war durch die Bank weg hervorragend und die Genauigkeit ließ auch nicht zu wünschen übrig. Richtig Spaß macht der Import zu Google-Maps, wo man dann noch das Gelände bzw. die Karte dazu sieht. Beeindruckend auch die Statistik für unsere Wanderung am Samstag:
- Dauer: 7h 47min
- Entfernung: 25,0km
- Totale Höhenmeter Aufstieg: 1724m
- Totale Höhenmeter Abstieg: 1747m
Spielzeug für Jogger

Ich versuche gerade mal zu analysieren, was das in mir ist – Warum fange ich an, mich für Joggen zu begeistern. Ist es der tägliche Kampf gegen mich selbst und die Uhr? Oder will ich beweisen, dass ich doch gut laufen kann – eine mangelnde Fähigkeit, die mir immer die letzten Plätze in Schulzeiten beschert hat? Oder brauch ich meine tägliche Zeit, in der ich mich so richtig austoben kann.
Na jedenfalls habe ich lange gesucht, zig Foren gewälzt, Testberichte gelesen, Meinungen eingeholt. Irgendwann standen alle Kriterien fest:
- Gleichzeitige Darstellung von Puls und Zeit
- Berechnung von Durchschnittspuls und Ermittlung vom Maximalpuls
- Speichern der Werte
- Wechseln der Batterien in Uhr und Gurt
- Akzeptabler Preis (>>100 Euro)
Und nun gingen die Vergleiche los – Polar hatte verloren, weil es in dem unteren Preissegment nur den Plastikgurt gab, der keinen Batteriewechsel ermöglichte und das bedeutet: 25-30 Euro für einen neuen Gurt, wenn die Batterie alle ist. Na danke! Sigma verlor Punkte, weil die Signalübertragung wohl mehrfach kritisiert wurde. Deswegen fiel mir eine Uhr ins Auge, die mit einem finnisch klingenden Namen daherkommt: Suunto t1c.
Sie erfüllt alle Kriterien und gibt mir noch den Wert der verbrannten Kalorien aus. D.h. ich kann zu einem Lauf folgende Werte abrufen:
- Datum und Uhrzeit des Laufs
- Zeit (pro Runde), Rundenanzahl und Gesamtzeit
- Maximalpuls und Durchschnittlicher Puls
- Verbrauchte Kalorien
Aber noch viel genialer ist die Statistik. Hier kann man folgende Werte für die aktuelle Woche, letzte Woche, aktuellen Monat und letzten Monat abrufen:
- Anzahl der Läufe
- Verbrauchte Kalorien
- Gesamtlaufzeit
- Prozentsatz der Zeit, die in Zone 1, Zone 2 und Zone 3 gelaufen wurde (in Abhängigkeit von HR max), als auch die Zeit, die unterhalb von Zone 1 und oberhalb von Zone 3 liegt
Sowas motiviert natürlich noch zusätzlich… Probleme hab ich mit der Uhr keine, das Display lässt sich auch bei Sonne gut ablesen, die Pulsmessung funktioniert stabil – ich kann mich ca. 1,5 Meter mit dem Gurt von der Uhr entfernen und die zeigt immer noch an.
Fällig
Ich habe es jetzt schon seit Monaten vor mir hergeschoben – die Aktualisierung des Blogs. Das hat nichts mit Angst zu tun, sondern eher mit Faulheit. Ich habe so viele Geister im Hintergrund, die ich manuell am Leben erhalte, dass ein Umstieg immer schwieriger wurde. Dazu muss man jedoch einen Blick in die Vergangenheit werden.
Als ich auf den WordPress-Blog wechselte, war die Sidebar (das Menü rechts) noch komplett von Hand zusammengestellt. Doch schon mit der nächsten größeren Version entschloss sich die Crew der WordPress-Entwickler, sogenannte Widgets einzuführen, d.h. man konnte sich seine Sidebar zusammenklicken, die dann irgendwo in der Datenbank landete. War für mich ja schwierig, da ich jede Menge eigener Elemente drin hatte, wie z.B. die Werbung für amnesty international und der Blogcounter. Natürlich funktionierte der alte Mechanismus noch, musste aber von Hand jedes Mal auf die nächste Version angehoben werden, wenn sich die Funktionsnamen im Inneren von WordPress änderten.
Mit der aktuellen Version 2.7.1 hab ich davon die Nase voll. Ich habe ohnehin nicht mehr die Zeit, mich hier stundenlang hinzusetzen und Quelltexte anzupassen. Außerdem sind die Jungs von WordPress so clever, viele Funktionen, die von Hand dazugepatcht werden mussten, automatisch anzubieten (z.B. Hierarchien in den Kategorien). Und deshalb kam auch ein neues Design, denn nach den 4 Jahren, die mein Blog in diesem Blauton verbrachte, wurde es höchste Zeit für einen Tapetenwechsel.
Updates, Idioten und andere Highlights
Grummel – kaum habe ich mit viel Mühe letztes Wochenende meinen Blog von der WordPress-Version 2.5.1 auf die 2.6.5 upgedatet… oder geupdatet… aktualisiert und schon lauert WordPress mit der 2.7. Jetzt soll auch eine automatische Aktualisierung a la Windows-Update möglich sein. Ich weiß nicht, ich bin da sehr skeptisch, da ich bei einigen Plugins doch selbst in den Funktionen von WordPress gespielt hab und keine Lust hab, mir das ganze durch ein schnelles FTP-Update kaputtspielen zu lassen.
Und wo das eine Update ansteht, habe ich schon ein anderes durchgeführt. Von Shredder (Thunderbird 3.0 Alpha 3) auf Thunderbird 3.0 Beta 1. Noch viel genialer wie die Alpha – jetzt Extrem-Tabbed-Mail-Schreibing! Leider fehlt mir noch eine Einstellung, wo ich sagen könnte, dass ich die neuen Mails in einem neuen Tab geöffnet haben möchte, den sonst bleibt nur der Rechtsklick “In einem neuen Tab öffnen”. Gleiches gilt natürlich auch für neue Mails. Eine geniale Vision… ein Mailprogramm, wo man zwischen mehreren Tabs hin- und herspringen kann. Ich weiß, Lotus Notes kann das schon lange, aber ich will das auch zuhause haben!
Mir klappte diese Woche ganz gewaltig der Unterkiefer runter, als ich diesen Artikel las [Anm.: gefunden via Kraftfuttermischwerk]. Ich hab nichts gegen Metallica, im Gegenteil – ich liebe ihre frühen Werke, speziell “One”. Wo damals die Diskussion mit Napster aufkam, dachte ich mir, dass die Jungs einen an der Klatsche haben. Regen sich drüber auf, dass ihre Musik in P2P-Netzwerken getauscht wird, verklagen ihre Fans, veröffentlichen aber weiter brav ohne Kopierschutz. Wer aber stolz drauf ist, dass ihre Musik zur Folter von Gefangenen eingesetzt wird, weil sie dann ihren Zweck erfüllt, gehört für mich nicht nur in die Entzugsklinik, sondern auch resozialisiert. Darauf werfe ich doch jetzt glatt eine Runde Massive Attack vs Mad Professor – “No protection” in den CD-Player.
Nachdem ich letztens meine Vermieterin anrief und fragte, ob der Hausbau noch weiter geht, weil mein Keller wie eine Baustelle aussieht und die Beleuchtung auf dem Boden liegt, sowie ein Haufen Werkzeug, Müll etc. rumliegt, meinte sie, dass sie den Elektriker vorbeischickt, um die Lampe anzubringen. Der kam in meine Wohnung und wollte, dass ich dort die Sicherung für den Keller ausschalte. Die Sicherung für den Keller in der Wohnung? Nein, die ist unten beim Stromzähler. Daraufhin wollte er dann die Hauptsicherung im Keller rausnehmen. Ich fuhr den Rechner runter und ging mit runter. Er drehte die Sicherung raus, im Keller ging das Licht aus und ich ging wieder in die Wohnung – alles hell beleuchtet, Küche, Bad, Wohnzimmer alles an. Zehn Minuten später machte es *klick* und mein Verstärker im Wohnzimmer nahm wieder den Betrieb auf – stimmtm, es war so ruhig. Merke: An der Hauptsicherung für den Keller und die Waschmaschine im Keller hängt auch eine Steckdose im Wohnzimmer!
Ich hatte ganz vergessen, die Ursache für mein kaputtes Auto anzugeben. So etwas passiert ja in der Regel nur, wenn es gerade unpassend ist. Und genau dieser Umstand wurde dadurch hervorgerufen, dass ich mich eine Woche zuvor einen neuen Rechner gekauft hatte. Da meine Rechenknechte doch eine Weile halten müssen, hole ich mir immer einen wahren Dampfmann. Und so werkelt jetzt unter meinem Schreibtisch ein Quadcore von AMD, jeder der Kernchen hat sein eigenes Gigabyte RAM und für den grafischen Output sorgt eine nVidia 9800GT (passiv gekühlt!) und ein schicker schwarzer 22″ Monitor (der von der Höhe perfekt zu meinem alten 19″ passt). Der Desktop wird, wie so oft, gestellt von Desktopography.
Als ich das Bild auf die externe Platte kopieren wollte, meldete sich wieder mein Windows und meinte, die gesamten 500GB durchsuchen zu wollen. Und jedes Mal klicke ich mich durch 6 Dialoge, die ich garnicht haben will (3x den Autoscan abbrechen und 3x mal “Was wollen Sie mit dem Laufwerk eigentlich anstellen?”). Es gibt zwar in der Systemsteuerung einen Schalter, wo man den Autorun abschalten kann, aber der gilt nur für alle Laufwerke, die bereits erkannt wurden. Kommt man mit einem neuen Datenträger, geht der Spaß von vorn los. Da hilft nur eine Tiefenbereinigung. Man gehe in die Registry unter “HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer” und stellt dort den Schlüssel “NoDriveTypeAutoRun” auf 0x000000ff. Nach einem Neustart wird sich Windows nie mehr drum kümmern, was mit neuen Datenträgern passiert. Mal eben eine Treiber-CD einlegen und 5 Minuten warten, bis der Autorun den Dialog hochgewürgt hat – alles Geschichte.
Ansonsten doch eine sehr stressige Woche, ich mußte diesmal sogar Klavier ausfallen lassen. Ungeschlagener Favorit diese Woche: Einfach mal eine Rose von der Freundin geschenkt bekommen (Also kein Geburtstag oder sonstiger Feiertag). Gibt auf der nach oben offenen Punkteskala für Sympathiepunkte einen neuen Highscore: unendlich + 1. So langsam gelange ich zu der Überzeugung, sie mag mich ein kleines bißchen… :excited:
Die eierlegende Wollmilchsau – Nokia N81 8GB
Das alte Telefon hat nun nach 3 Jahren ausgedient, es ist Zeit für die nächste Generation von Spielzeugen. Aber nicht ohne vorher mächtige Probleme zu machen. In meiner Bestätigungsmail hieß es, dass ich die Karte, das Telefon und den Vertrag zusammen erhalte (mit Personalausweisprüfung etc.) Wie üblich traf mich der Kurierdienst nicht an. Ist es nicht eigentlich eine Unverfrorenheit dann noch eine Karte mit der lakonischen Bemerkung “Wir haben Sie heute um 12.30 Uhr nicht angetroffen.” zu hinterlassen? Punkt 1: Welcher Angestellte (Nacht-/Spätschicht mal ausgenommen) ist schon um 12.30 Uhr daheim? Punkt 2: Was nützt mir die Info, denn selbst wenn ich da gewesen wäre und das Klingeln nicht gehört hätte, ich hätte das Telefon immer noch nicht. Also rief ich den nächsten Tag bei dem Kurierdienst an und vereinbarte einen Termin (“18 Uhr? Kein Problem!”).
Ich mache also etwas eher Schluss und bin 18 Uhr daheim und bekomme nur einen Umschlag überreicht. Argwöhnisch betrachte ich alles, was ich unterschreibe. Kein Wort, dass da ein Handy dabei ist. Umschlag geöffnet, nur der Vertrag und die SIM-Karte. Ein Anruf bei der Hotline wird da sicherlich Klärung schaffen. Als halbwegs vernunftbegabtes Wesen verschone ich die Hotline mit meiner schlechten Laune, die sind die Letzten, die was dafür können, wenn was schiefgegangen ist. Meine Vermutung wird bestätigt, dass Karte und Handy hätten gemeinsam verschickt werden sollen und mir wird prompt per Mail eine eidesstattliche Erklärung zugeschickt, in der ich bestätige, dass mein Handy nicht eingetroffen ist.
Den nächsten Tag schaffe ich nach Arbeit den Brief auf die Post, komme nach Hause – eine Postlieferung wartet auf mich. Ich ahne etwas und natürlich habe ich recht. Ich rufe wieder bei der Hotline an, erzähle die Geschichte und kurz vor Ende tönt mir ein “Ich ahne was jetzt kommt” entgegen. Genau, aber es ist schnell und problemlos behoben worden.
Und was kann der digitale Kampfkollos jetzt alles? Eigentlich ist es ein PDA mit dem man telefonieren kann. Nein, doch eher ein überdimensionaler MP3-Player (8 GB, Stereolautsprecher, Buchse für 3,5-mm-Klinke). Oder doch ein kleiner Laptop (WLAN). Und als mich am nächsten Tag ein freundliches “3G” im Display angrinst, weiß ich, UMTS geht auch noch. Bisher positiv aufgefallen: Einmal Nokia, immer Nokia – das Symbian OS sorgt dafür, dass man sich sofort zurecht findet. Man kann die Menüdarstellung in interessante Darstellungsformen bringen, aber das ist nur Spielerei. Das Display ist schön groß, stellt Kontraste prima dar. Man kann jetzt den Wecker auch so einstellen, dass er werktags immer weckt und am Wochenende Ruhe gibt. Eine Funktion, die wirklich sehr praktisch ist.
Aber kein Pro ohne ein Kontra. Wenn man schon 8GB zur Verfügung hat, sollte man zumindest eine Zufallsfunktion beim Klingelton einbauen, würde zum Beispiel die Weckfunktion interessant gestalten… Apropos Weckfunktion – ich suche noch verzweifelt die Einstellung zur Lautstärke. Bei meinem alten 7610 war es abhängig von der Profileinstellung. Da hat man mitunter morgens im Bett gestanden, wenn man das Profil “Allgemein” gewählt hat. Noch ein kleines Manko ist das Gehäuse. Es macht nicht gerade einen robusten Eindrucken, aber auf einen Falltest aus Kopfhöhe auf Steinfußboden möchte ich gern verzichten.
Ich bin schon auf die ersten Tests mit der Kamera gespannt. Das Design der Kamera läßt nämlich die Bedienung wie eine Digitalkamera zu (Auslöser an der Seite, sodass man die Kamera im Querformat halten kann/muss). Auch die Displaydarstellung läßt im ersten Moment den Eindruck aufkommen, dass man es mit einer Digitalkamera zu tun hat. Auch die 2 Megapixel sollten völlig ausreichen, eine überdimensionierte 5 MP-Kamera wie im großen Bruder N95 brauche ich nicht.
Brückentag
Ich schiebe es schon eine ganze Weile vor mir her, aber heute ist es nun soweit. Ich werde meinen Blog auf die neue WordPressversion 2.5.1 updaten. Also wird mein Blog eine Weile nicht erreichbar sein. Ich hoffe, ich erwische alle Stellen, die ich selbst angepasst habe, damit alles wie vorher funktioniert.
Die Grippe: Eine Tragödie in mehreren Teilen
Erst mal ein kleiner Nachtrag zu letztem Wochenende… Nachdem ich schon wieder vergessen hatte, dass mein Essen 24 Stunden marinieren mußte, bereitete ich am Sonntag Nachmittag die Schaschlikspieße vor und legte sie in den Kühlschrank. Dort mußten sie bis Montag auf mich warten und dann ging die Zubereitung relativ simpel von der Hand, nur dass ich die Spieße nicht habe 2 Stunden schmoren lassen. Eine halbe Stunde bei mittlerer Hitze hat da schon völlig ausgereicht.
Am Dienstag fing dann das Trauerspiel an, als ich von ziemlich heftigen Kopfschmerzen gezwungen wurde, schon nach dem Mittag heimzugehen. Normalerweise stecke ich das locker bis in die Abendstunden weg, aber an dem Tag war es schlimmer wie normal. Mittwoch stand ich dann wieder ganz normal auf der Matte, aber gegen Abend machte sich dann langsam ein Husten breit und ich fühlte mich schlapp. Donnerstag früh ging es auch nicht wesentlich besser, ich machte auch noch den tödlichen Fehler, das Fieberthermometer rauszuholen. Die Anzeige gab mir Gewissheit, warum ich es mir so dreckig ging. Bis Mittag hatte ich das, was ich noch auf Arbeit erledigen wollte, hinter mich gebracht und ging dann wieder heim. Die Couch war den ganzen Abend mein Freund, ich kuschelte mich in meine Decke und fror trotzdem.
Freitag früh kam dann der Besuch beim Arzt, der eine Grippe diagnostizierte und mich erstmal für ein paar Tage aus dem Verkehr zog. Freitag und Samstag passierte dann überhaupt nichts weiter. Ich fieberte vor mich hin, verputzte reihenweise Schmerztabletten, trank literweise Tee, hustete, schnupfte und krächzte. Samstag verabschiedete sich dann meine Stimme entgültig. Sonntag war dann der erste Tag, wo ich den Weg vom Bett zur Couch ohne Schmerztabletten geschafft hab, auch Husten und Schnupfen gingen langsam zurück. Dafür nahm es der Kreislauf nicht so ganz genau, mir wurde regelmäßig beim Aufstehen schwindelig. Dass es Kaffee gegeben hatte, spielte dabei keine Rolle. Heute ist es eigentlich unverändert zu gestern, mal abgesehen dass die rebellische Abteilung heute nicht der Kreislauf, sondern die Verdauung ist. Mal sehen, wer sich morgen und übermorgen noch alles zu Wort meldet!
Garnicht so recht zur Beachtung kamen bis jetzt zwei Dinge. Das wäre zum einen das Kassettendeck, was natürlich ungünstigerweise auch noch am Freitag eintraf. Gestern veranstaltete ich schon mal einen ersten Probelauf und reinigte mal die Tonköpfe. Für sein gehobenes Alter leisten sie noch gute Dienste. Aber was haben wir denn hier überhaupt? Ein Philips Kassettendeck N2533, Baujahr 1979, hergestellt in Österreich. Wie schon das Design erkennen läßt, ist hier neumodischer Schnickschnack noch nicht erfunden worden. Hier schaltet der Nutzer noch selbst zwischen Eisen und Chrom um bzw. pegelt die Lautstärke und die Balance für die Aufnahme ein. Natürlich konnte ich mir gestern nicht verkneifen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Eine große Leiterplatte am Boden des Gerät mit einer sehr übersichtlichen Anzahl an Widerständen und Kondensatoren. An manchen Stellen sieht es fast aus, als wäre hier noch mit Hand gelötet worden.

Bereits am Donnerstag lag mein Wahlschein im Briefkasten. Der Wahlzettel hat ein etwas größeres Format wie A2. Und jetzt habe ich die Qual der Wahl, wie ich meine 44 Stimmen auf dem Blatt verteilen darf. Hauptsache, ich verzähle mich beim Verteilen der Stimmen auf dem Blatt nicht. Das ist alles, was bei mir am heutigen Abend noch auf dem Programm steht. Allzu gemütlich finde ich den Platz am Rechner immer noch nicht.
PS: Gerade gefunden – Angesichts des riesigen Wahlzettels und der vielen Kästchen empfiehlt es sich mal einen Blick auf diese Broschüre zu werfen.
LCARS’ erste Gehversuche

Seit Jahren beschwöre ich sie nun schon und in wenigen Tagen soll sie erscheinen: Optimus Maximus. Art Lebedev haben sich mehrere Jahre Zeit gelassen, die Tastatur zu entwickeln, deren Tasten mit Hilfe von OLED (Organic LED) dynamisch belegt werden können. Dafür sammelten sie auch den 4. Platz bei den Vaporware Awards (ein Preis für Produkte, die angekündigt wurden, aber nie erschienen) ein. Nur der Preis von über 1.500 Euro in voller Ausbaustufe macht keinen Spaß mehr. Ich bin aber guter Dinge, dass mit der Serienproduktion dieser Tastatur die Konkurrenz aufwacht und durch die Menge ein günstigerer Preis zustande kommt.
Und kaum wird ein Traum Realität, wird schon die nächste Idee auf den Markt geworfen: Optimus Tactus. Für einen Klischee-Informatiker das perfekte Spielzeug. Es ist eigentlich keine Tastatur mehr, sondern ein riesiger Touchscreen. Wahrscheinlich etwas seltsam von der Haptik, weil der Tastendruck fehlt, aber dafür das pure Star-Trek-Gefühl. Mag man einmal keine Tasten, weil man etwas im Grafikprogramm richten muss, lässt sich Tactus ganz flink in ein Grafiktablett umwandeln. Wer schon mal ein iPhone in der Hand hatte, sollte sich das mal in der Größe einer Tastatur vorstellen. Wäre interessant zu wissen, ob Tactus nicht nur auf Druck sondern auch auf Bewegung reagiert. Zum Beispiel könnte man ja auf Webseiten langsam blättern, wenn man den Finger behutsam verschiebt. Wedelt man mit der Hand ganz flott über den Sensor, wird schnell gescrollt. Aber erstmal heißt es wieder Geduld üben, denn auch auf diese Tastatur wird man sicherlich ein paar Jahre warten dürfen, zumal sie gerade mal als Konzept veröffentlicht wurde.

Persönliche Abschlussbemerkung: Am Silvesterabend beim Spielen von “Wer bin ich?” nach zig zusätzlichen Hinweisen an der Beschreibung von Al Capone scheitern, aber anhand von einem Bild auf der Tastatur zu erkennen, dass es sich um ein Bild aus t.A.T.u.’s Video “All the things she said” handelt, dass kann ich!
