Das doppelte Lottchen
Also gleich mal zu Beginn: Don’t try this at home kids! Ein absolutes No go für externe Festplatten ist ja der Betrieb mit dem falschen Netzteil. Wenn nichts reagiert und es auf einmal verschmort riecht, ist das wirklich kein gutes Zeichen. So geschehen mit Krisztas Festplatte, als wir zwischen Weihnachten und Neujahr unterwegs waren und zwar die Festplatte mit hatten, aber das Netzteil vergessen hatten.
Noch blöder, wenn auf der Festplatte sämtliche Digitalfotos, die jemals gemacht wurden, gesichert sind. Da bieten sich nur mehrere Szenarios an, wenn man die Daten wieder haben möchte.
- Platte zu einer Datensicherungsfirma einschicken (Pro: man hat die Daten wieder, Kontra: jenseits der 1.000-Euro-Grenze)
- mit den Plattenbezeichnungen jonglieren und Ersatzteile, wie z.B. die Steuerungsplatine finden (Pro: Akzeptable Lösung, Kontra: Hohes Risiko, dass die Platine nicht passt, hohes Risiko, dass man das Geld zum Fenster rauswirft, falls es nicht nur die Platine erwischt hat, außerdem liegen die Kosten ungefähr beim Neupreis der Platte selbst)
- baugleiche Platte finden (Pro: akzeptabler Preis, komplettes Ersatzteillager, Kontra: ähnlich wie bei der Platine – man kann sich die Platte nur noch mehr kaputt machen)
Wir hatten unglaubliches Glück, dass zu dem Zeitpunkt (20 Stunden) eine Auktion einer baugleichen Platte auslief, die wirklich nur einen Tag später produziert wurde. Ich musste jetzt nur noch einen neuen Koffer mit entsprechenden Bits kaufen, um die T8-Torx-Schraube lösen zu können. Und der Rest ging schnell – Platine wechseln, Platte anschließen, chkdsk laufen lassen, fertig! – alle Daten gerettet. Kinders, man kann nicht zu oft sagen: Macht Datensicherungen!
Updates, Idioten und andere Highlights
Grummel – kaum habe ich mit viel Mühe letztes Wochenende meinen Blog von der WordPress-Version 2.5.1 auf die 2.6.5 upgedatet… oder geupdatet… aktualisiert und schon lauert WordPress mit der 2.7. Jetzt soll auch eine automatische Aktualisierung a la Windows-Update möglich sein. Ich weiß nicht, ich bin da sehr skeptisch, da ich bei einigen Plugins doch selbst in den Funktionen von WordPress gespielt hab und keine Lust hab, mir das ganze durch ein schnelles FTP-Update kaputtspielen zu lassen.
Und wo das eine Update ansteht, habe ich schon ein anderes durchgeführt. Von Shredder (Thunderbird 3.0 Alpha 3) auf Thunderbird 3.0 Beta 1. Noch viel genialer wie die Alpha – jetzt Extrem-Tabbed-Mail-Schreibing! Leider fehlt mir noch eine Einstellung, wo ich sagen könnte, dass ich die neuen Mails in einem neuen Tab geöffnet haben möchte, den sonst bleibt nur der Rechtsklick “In einem neuen Tab öffnen”. Gleiches gilt natürlich auch für neue Mails. Eine geniale Vision… ein Mailprogramm, wo man zwischen mehreren Tabs hin- und herspringen kann. Ich weiß, Lotus Notes kann das schon lange, aber ich will das auch zuhause haben!
Mir klappte diese Woche ganz gewaltig der Unterkiefer runter, als ich diesen Artikel las [Anm.: gefunden via Kraftfuttermischwerk]. Ich hab nichts gegen Metallica, im Gegenteil – ich liebe ihre frühen Werke, speziell “One”. Wo damals die Diskussion mit Napster aufkam, dachte ich mir, dass die Jungs einen an der Klatsche haben. Regen sich drüber auf, dass ihre Musik in P2P-Netzwerken getauscht wird, verklagen ihre Fans, veröffentlichen aber weiter brav ohne Kopierschutz. Wer aber stolz drauf ist, dass ihre Musik zur Folter von Gefangenen eingesetzt wird, weil sie dann ihren Zweck erfüllt, gehört für mich nicht nur in die Entzugsklinik, sondern auch resozialisiert. Darauf werfe ich doch jetzt glatt eine Runde Massive Attack vs Mad Professor – “No protection” in den CD-Player.
Nachdem ich letztens meine Vermieterin anrief und fragte, ob der Hausbau noch weiter geht, weil mein Keller wie eine Baustelle aussieht und die Beleuchtung auf dem Boden liegt, sowie ein Haufen Werkzeug, Müll etc. rumliegt, meinte sie, dass sie den Elektriker vorbeischickt, um die Lampe anzubringen. Der kam in meine Wohnung und wollte, dass ich dort die Sicherung für den Keller ausschalte. Die Sicherung für den Keller in der Wohnung? Nein, die ist unten beim Stromzähler. Daraufhin wollte er dann die Hauptsicherung im Keller rausnehmen. Ich fuhr den Rechner runter und ging mit runter. Er drehte die Sicherung raus, im Keller ging das Licht aus und ich ging wieder in die Wohnung – alles hell beleuchtet, Küche, Bad, Wohnzimmer alles an. Zehn Minuten später machte es *klick* und mein Verstärker im Wohnzimmer nahm wieder den Betrieb auf – stimmtm, es war so ruhig. Merke: An der Hauptsicherung für den Keller und die Waschmaschine im Keller hängt auch eine Steckdose im Wohnzimmer!
Ich hatte ganz vergessen, die Ursache für mein kaputtes Auto anzugeben. So etwas passiert ja in der Regel nur, wenn es gerade unpassend ist. Und genau dieser Umstand wurde dadurch hervorgerufen, dass ich mich eine Woche zuvor einen neuen Rechner gekauft hatte. Da meine Rechenknechte doch eine Weile halten müssen, hole ich mir immer einen wahren Dampfmann. Und so werkelt jetzt unter meinem Schreibtisch ein Quadcore von AMD, jeder der Kernchen hat sein eigenes Gigabyte RAM und für den grafischen Output sorgt eine nVidia 9800GT (passiv gekühlt!) und ein schicker schwarzer 22″ Monitor (der von der Höhe perfekt zu meinem alten 19″ passt). Der Desktop wird, wie so oft, gestellt von Desktopography.
Als ich das Bild auf die externe Platte kopieren wollte, meldete sich wieder mein Windows und meinte, die gesamten 500GB durchsuchen zu wollen. Und jedes Mal klicke ich mich durch 6 Dialoge, die ich garnicht haben will (3x den Autoscan abbrechen und 3x mal “Was wollen Sie mit dem Laufwerk eigentlich anstellen?”). Es gibt zwar in der Systemsteuerung einen Schalter, wo man den Autorun abschalten kann, aber der gilt nur für alle Laufwerke, die bereits erkannt wurden. Kommt man mit einem neuen Datenträger, geht der Spaß von vorn los. Da hilft nur eine Tiefenbereinigung. Man gehe in die Registry unter “HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer” und stellt dort den Schlüssel “NoDriveTypeAutoRun” auf 0x000000ff. Nach einem Neustart wird sich Windows nie mehr drum kümmern, was mit neuen Datenträgern passiert. Mal eben eine Treiber-CD einlegen und 5 Minuten warten, bis der Autorun den Dialog hochgewürgt hat – alles Geschichte.
Ansonsten doch eine sehr stressige Woche, ich mußte diesmal sogar Klavier ausfallen lassen. Ungeschlagener Favorit diese Woche: Einfach mal eine Rose von der Freundin geschenkt bekommen (Also kein Geburtstag oder sonstiger Feiertag). Gibt auf der nach oben offenen Punkteskala für Sympathiepunkte einen neuen Highscore: unendlich + 1. So langsam gelange ich zu der Überzeugung, sie mag mich ein kleines bißchen… :excited:
Finstere Zeiten I
Gerade las ich bei Dirk die magischen Worte “Reisepass” und “lauschen”. Anfang Juni hatte der Bundesrat genehmigt, dass biometrische Daten auf dem RFID-Chip im Reisepass gespeichert werden dürfen. Zwar spricht man von ziemlich guten Verschlüsselung der Daten, aber betrachten wir doch mal die Schattenseiten…
- Mit der Speicherung der Daten wurde auch gleichzeitig genehmigt, dass die Daten von der Polizei und Ordnungsbehörden elektronisch angefordert werden dürfen (auch für Verkehrsdelikte). Ergo – Chip zerstören bringt überhaupt nichts, die Daten können sofort abgerufen werden.
- Auch wenn die Daten sicher sind, wer kann gewährleisten, dass sie beim Auslesen nicht irgendwo unverschlüsselt auf einer Festplatte landen und dort ausgelesen werden können?
Und wenn schon die Bevölkerung kriminalisiert wird, warum dann nicht gleich richtig? Werfen wir mal einen Blick auf den kürzlich verabschiedeten Paragraphen 202c des Strafgesetzbuches…
§ 202c
Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten(1) Wer eine Straftat nach § 202a oder § 202b vorbereitet, indem er
1. Passworte oder sonstige Sicherungscodes, die den Zugang zu Daten (§ 202a Abs. 2) ermöglichen, oder
2. Computerprogramme, deren Zweck die Begehung einer solchen Tat ist, herstellt, sich oder einem anderen verschafft, verkauft, einem anderen überlässt, verbreitet oder sonst zugänglich macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
Konstruieren wir mal einen ganz einfachen Fall: Ein Administrator bekommt von der Firmenleitung den Auftrag, zu prüfen, ob der Datenverkehr, der die Firma betritt und verläßt, regulär ist. Tools gibt es dazu viele und allein dass er sich die Software besorgt, macht ihn strafbar. Er könnte ja theoretisch damit meinen privaten Mailverkehr abfangen, der nicht für ihn bestimmt ist (Ging mir gerade so durch den Kopf, denn §202 ist die Verletzung des Briefgeheimnisses). Noch besser fand ich das Beispiel auf den Seiten der Gesellschaft für Informatik – ein Jugendlicher, der sich das Passwort für das Pay-TV seiner Eltern besorgt. Statt ihm eine Standpauke zu halten, könnten sie ihn auch gleich in den Knast schicken.
Und natürlich die Mutter aller Fragen: Was ist mit dem Bundestrojaner?
Finstere Zeiten brechen an…
Himmelfahrt 2.0
Wieviel Lust hat man schon, wenn man an einem freien Tag munter wird und man das Trommeln des Regens auf dem Fenster vernimmt? Ich habe mich trotzdem aufgerafft, habe den Tag ruhig angehen lassen und mal zur Abwechslung wieder ein bißchen geübt. Die Schwierigkeit steigt langsam und ich kritzel schon auf den Notenblättern herum, um einen guten Algorithmus für “blindes” Spielen zu finden.
Gegen Mittag habe ich mich dann trotz des Regens an die frische Luft begeben, was macht man nicht alles für Freunde. Die Aktion war von Erfolg gekrönt und ich gönnte mir am Nachmittag ausgiebiges Schmökern in Nick Hornbys “A long way down”. Bis mich vorhin dann wieder was gerappelt hat und ich meine XP-Partition komplett gelöscht habe und alle Anwendungen neu installierte. Unglaublich, welchen Geschwindigkeitszuwachs man durch eine Neuinstallation erhält. Nach ungefähr 100 Windowsupdates hatte ich mein System wieder auf dem aktuellen Stand und konnte die Anwendungen plus ein paar Neuerungen installieren. Also modifizierte ich meinen Bootscreen, das Login und schließlich noch das gesamte Aussehen des XP.
Während jetzt im Hintergrund Krill.Minimas “Urlaub auf Balkonien” plätschert, werde ich noch die eine oder andere Mail schreiben und mich dann schon wieder ins Bett verziehen, morgen ist schließlich wieder ein Arbeitstag und es wird wieder ordentlich zu tun geben, bevor ich mich dann zum Abend auf den Weg Richtung Heimat mache. Die Planung ist noch etwas diffus, wird wohl wieder ein Wochenende mit Hindernissen werden. Ich lass mich überraschen!
Enlarge your …
… display!
Gerade als Link bekommen und staunend hängengeblieben. Aufrüstbar bis 5 x 40″ mit einer maximalen resultierenden Auflösung von 19200 x 2400 Pixeln. Helligkeit 350 cd/m², Kontrast 800:1, 15ms Reaktionszeit und logischerweise DVI-Eingang. Die Größe macht sich dann in Verbrauch und Gewicht bemerkbar: 310W und 85kg.

Und ich stelle mir das gerade auf meinem Schreibtisch vor – allein der mittlere Monitor hätte ungefähr die doppelte Bilddiagonale, wie ich jetzt habe…
Late night session
So, die ersten 1211 Postcrossing-Kilometer sind überwunden. Gestern abend erhielt eine Mail von Postcrossing verbunden mit ein paar Dankesworten von Tove, dass die Karte eingetroffen ist. Ich bin mal gespannt, denn wenn ich das richtig verstanden hab, sollte sich jetzt eine Karte auf den Weg zu mir machen und ich habe keine Ahnung, von wem und woher sie kommt. Und nachdem ich das Gefühl hab, dass sich da jemand wirklich über die Karte gefreut hat, könnte ich schon wieder eine schreiben.
Außerdem ist es eine willkommene Abwechslung. Wenn ich daran denke, was diese Woche alles so passiert ist… Am Donnerstag dachte ich mir, dass es an der Zeit ist doch mal endlich den Schlüssel für die Wohnung wieder abzuholen. Die Bauarbeiten waren ja endlich abgeschlossen. Mein Weg führte also zur Wohnungsverwaltung, wo ich mit dem Verantwortlichen für die technische Gebäudeverwaltung sprach. Da er den Schlüssel nicht hatte, rief er den Baustellenleiter an, ob er noch die Schlüssel hat – hatte er auch. Also ging ich dahin und nahm meinen Schlüssel wieder in Empfang. Freitag kam ich von Arbeit nach Hause und wunderte mich über die Zettel, die überall im Haus klebten. O-Ton: “Sehr geehrte Mieter, die neu installierte Lüftungsanlage wird am [...] in Betrieb genommen. [...] während dieser Zeit unbedingt den Zugang zur ihrer Wohnung zu gewähren (evtl. Schlüssel bei einer Person Ihres Vertrauens hinterlegen).” Na danke! Keiner der Herren ist auf die Idee gekommen, mir das einen Tag vorher zu sagen, dann hätte ich mir die Zeit sparen können.
Am Donnerstag hatte ich auch das Vergnügen einen betriebsärztlichen Check mitzumachen. Blutdruck im grünen Bereich, eine SNV (Schulter-Nacken-Verspannung) und mein Sehvermögen ist schlechter geworden – ich habe nur noch 100% auf beiden Augen (beim letzten Mal wären es wohl 110% gewesen). Was mich ein wenig stutzig macht: Es gibt ein Feld “Nächste Untersuchung”, das mit 10/09 ausgefüllt wurde und die Ärztin kommt vom TÜV Süd. Fehlt nur noch der RFID-Chip unter der Haut, der dann aktualisiert wird und dass der Rechner nur angeschaltet werden kann, wenn man eine aktuelle TÜV-Untersuchung hat :crazy: Nur noch getoppt wurde das von unserer Kantine, die diese Woche “Blau-weiße Glücksmomente” versprach, das Ganze im Aktionspaket “A Gaudi im Mündchen“. Das Angeboot läßt grüßen… Und ich habe mich die ganze Woche darin versucht, den Optimismus über diese Aktionswochen mit der Dame aus dem Flyer zu teilen, nur gelingen wollte es mir nicht so recht. Nur meine Kolleginnen und Kollegen hatten die Freude, meine Versuche der Nachahmung dieser nachhaltigen Geste grenzenlosen Spaßes mitzuerleben.
Eigentlich sollte ich auch langsam ins Bett gehen, ich muss morgen die Wohnung ein bißchen auf Vordermann bringen, weil morgen abend ein paar Freunde vorbeikommen. Aber meine neueste Errungenschaft muss unbedingt noch in ihrer vollen Bandbreite ausgetestet werden. Ich habe mir heute eine neue Soundkarte geleistet, denn gestern abend mußte ich bei einem sehr leisen Stück feststellen, wie hoch doch der Pegel der Störgeräusche von der Onboard-Soundkarte ist. Und da ich ohnehin noch einen Midi-Port benötige, schlug ich zwei Fliegen mit einer Klappe. Deswegen habe ich jetzt nicht nur 5.1-Surround-Sound und die üblichen Line In- und Mikrofoneingänge, nein, auch noch der Midi-Anschluss, jeweils 1 optischer Ein- / Ausgang, als auch eine Koaxialschnittstelle kamen hinzu. Wenn es so funktioniert, wie ich mir das vorstelle, könnte ich meine auf MD aufgenommenen Moderationen digital an die Soundkarte übertragen. Und das muß jetzt noch getestet werden.
Nachtrag: Es funktioniert! Hat eine ganze Weile gedauert, bis ich den Fehler gefunden hatte. Die Dokumentation schweigt sich auch darüber aus, welche der beiden optischen Schnittstellen der Ein- und welche der Ausgang ist. Als ich dann ein hoffnungslos übersteuertes Signal im Rechner hatte, versuchte ich es herunterzuregeln, was leider nirgendwo möglich war. Außerdem kam es nur Mono über die rechte Box. Lösung brachte hier eine Invertierung des Signals und auf einmal hatte ich einen glasklaren Stereoklang. Daumen hoch!
Sonntag, 08.10.
Nachdem der Download gestern abend nicht mehr so richtig durchstarten wollte, brach ich ihn kurzerhand ab und setzte ihn heute morgen fort. Und es funktionierte – ich hatte volle Bandbreite und innerhalb von 10 Minuten war der Download beendet. Ein erster Start der IDE ließ einen bunten Reigen von Warnungen seitens meiner Firewall erscheinen. Konsequente Reaktion meinerseits: Nur weil .NET draufsteht, muss die IDE nicht gleich in Dauerkommunikation mit dem Internet treten. Beginnen werde ich wohl erstmal ganz klein mit einem üblichen “Hello world!”. Wohlweislich habe ich den SQL-Server gleich mit heruntergeladen, vielleicht beginne ich ja eine Portierung meiner Plattenverwaltung (MFC-Anwendung) nach C#.
Schon seit längerem hatte ich mir vorgenommen, meine gesamten Fraktale, die sich im Laufe der letzten Tage, Wochen und Monate angesammelt hatten, bei deviantART bzw. in den Fraktalblog hochzuladen. Schön dabei war die Reaktion bei deviantART, wo sich sofort ein Kommentator fand, der zu meinem Fraktal “Frozen” schrieb:
You Only See What Your Eyes Want To See….
How Can Life BE What You Want It To BE…
Und ich mußte wieder an das Video von Chris Cunningham zu Madonnas “Frozen” denken. Laut Aussage von Chris Cunnigham muss sie ihn wohl, nachdem sie eine erste Version des Videos gesehen hatte, um 5 Uhr in der früh tränenüberströmt angerufen haben, er hätte ihre Karriere ruiniert. Seine Quintessenz daraus war: Wenn ich schon sonst nichts in meinem Leben geschafft habe, dann habe ich wenigstens die Karriere von Madonna ruiniert!
Heute nachmittag bin ich dann nochmal fix losgedüst und habe das Lösegeld für meine Silberbüchse gezahlt. Jetzt stellt sich nach wie vor die Frage, wie ich das gute Stück ansteuere. Ich habe gesehen, dass meine alte Soundkarte jetzt in meinem Linuxrechner werkelt.
Möglichkeit 1: Linuxrechner in einen Windowsrechner umbauen und dann dort mit dem Buzz arbeiten. Abgelehnt, weil ich will ein zweites Windows-freies System haben, falls mein Primärrechner wieder mal irgendein Wehwehchen hat.
Möglichkeit 2: Die preiswertesten Soundkarten kosten jetzt keine 300,- DM mehr und jegliche gekaufte Soundkarte ist wohl immer noch besser als der Onboard-Sound. Von daher werde ich mir wohl eine kleine preiswerte Soundkarte holen und die in meinen Rechner einbauen und dann kann es in die nächste Runde von 303 vs. Buzz gehen.
Heute abend ging es dann wieder flotten Schrittes in die Küche und nachdem ich das ganze dreckiges Geschirr von gestern abend abgewaschen hatte, mußte ich doch gleich wieder jede Menge neues produzieren. Ich habe mich mal wieder entschlossen, was asiatisches zu machen. Diesmal kein Rezept aus dem Netz, sondern aus meiner privaten Sammlung, deswegen das Rezept zum nach- und selber kochen:
Zutaten:
- 400g Ananas
- 300g Bambussprossen
- 500g Rumpsteak
- 1 Bund Frühlingszwiebeln
- 1 EL Speisestärke
- 1-2 EL Zitronensaft
- 5-6 EL Sojasauce
- 30g Kokosflocken
- 250g Glasnudeln
- Salz, Pfeffer, Öl, Sambal oelek
Das Fleisch in Streifen, die Ananas in Stücke und die Bambussprossen in feine Streifen schneiden. Die Frühlingszwiebeln säubern und schräg in Ringe schneiden. Das war es dann schon fast zur Vorbereitung, denn jetzt erhitzt man das Öl in einer Pfanne und brät das Fleisch schnell an. Anschließend die Bambussprossen und die Ananas hinzugeben und mit 1/8l Ananassaft ablöschen.
Jetzt den Zitronensaft, die Sojasauce und die Speisestärke verrühren, in die Pfanne geben und aufkochen lassen. In einer separaten Pfanne die Kokosflocken rösten, bis sie goldbraun sind. Die Glasnudeln entsprechend Verpackung zubereiten, die Frühlingszwiebeln in die Pfanne geben, mit Salz, Pfeffer und Sambal oelek würzen und abschließend mit den Glasnudeln servieren und mit den Kokosflocken bestreuen.
Gestern – Heute – Morgen
Gestern morgen wachte ich auf, fuhr den Rechner hoch und wollte dann Frühstück machen. Letzteres wurde aber unterbrochen, weil mein Rechner permanent eine Serie von lästigen Pieptönen von sich gab. Normalerweise ertönen 2 x 3 Piepser und dann ist sofort wieder Stille. Nur nicht gestern morgen, als er garnicht wieder aufhören wollte. Gelegentlich hatte ich das Problem schon und behob es damit, dass ich ihn ausschaltete, eine Minute wartete und es nochmal probierte. Dann funktioniert alles normal, ich bestätige die BIOS-Defaults (was auf eine schwache Batterie hinweist) und alles ist im grünen Bereich. Gestern probierte ich mal was neues – ich bestätigte die BIOS-Daten und ließ ihn weiter fiepen. Nachdem der Power-On-Self-Test (POST) durchgeführt war, legte ich den Finger auf den Ausschalter – und just in dem Moment, als der Rechner bootete, hörte das Piepsen auf und der Rechner ging aus. Also schnell wieder eingeschalten und was erblickten meine Augen – Datenträger entfernen, Taste drücken zum Neustart! Wie jetzt – Festplatte ausbauen? Was soll denn dann passieren – ROM-BASIC loaded?
Ich unternahm ein paar Versuche, das zu beheben, blieb aber erfolglos. Aber ich hatte ja meinen Zweit-Linux-Rechner, der auch in Netz konnte und so schaute ich fix nach meinen Mails und mußte mich dann schon beeilen – Besuch hatte sich angekündigt. Also noch gefrühstückt, geduscht und los ging es zum Bahnhof.
Am Bahnhof angekommen, mußte ich feststellen, dass mein Lieblingsparkplatz Opfer einer Baustelle geworden war und ich Rüedi etliche Querstraßen weiter abstellen mußte. Dann bin ich fix zum Bahnsteig gespurtet und trotz der schon fast obligatorischen Viertelstunde Verspätung war ich knapp dran. Kaum war ich auf dem Bahnsteig, ertönte die Durchsage “Es hat Einfahrt der Interregio-Express [...]“ – Optimales Timing. Und kurz danach konnte ich meine LieblingszugfahrtzwischenLeipzigundBraunschweigsitzplatznachbarin Astrid begrüßen. Wir stürmten erstmal in die Stadt – ich wollte mal nach neuen Sachen Ausschau halten. Doch leider sind die Farben für diesen Herbst/Winter ganz und garnicht mein Ding, aber wer Wert auf grün/braun- bzw. rot/schwarz-gestreifte T- und Sweatshirts legt, der hat sehr gute Chancen. Ergebnis der Einkaufstour: Ein Fläschchen Saunaaufguss. Na wenigstens kann ich damit wieder meine Squashgruppe quälen
Wir gingen dann noch ein wenig durch die Stadt, drängelten uns durch die Unmengen an Touristen, die für den heutigen Festumzug anreisten und stellten fest, dass ein Besuch der Frauenkirche wegen Hochzeit nicht möglich war. Nach Ende der Stadtbesichtigung ging es zu mir, wo wir uns erstmal auf die Musik einigen mußten, aber einer geht immer – Paule. Die gesamte Zeit, wo wir in der Stadt waren, war es wolkig und gelegentlich zeigte sich die Sonne. Nachdem wir bei mir waren, fing es an zu regnen wie aus Kannen – eine gute Entscheidung. Wir unterhielten uns, ich zeigte meinen Kalender (die Apophysis-Fraktale kamen besonders gut an), dann gab es noch Lasagne und im Handumdrehen war es schon wieder Zeit zum Bahnhof zu fahren und sich zu verabschieden. Die Zeit war einfach viel zu schnell vergangen.
Und während sich Astrid auf dem Heimweg befand, konnte ich mich wieder meinem Rechner zuwenden. Wenn die Partition defekt war, wie ich vermutete, wäre das wirklich ärgerlich gewesen, weil sich meine gesamten Mails auf der Systempartition befinden. Nachdem ich den Masterboot-Records repariert hatte und sich der Rechner trotzdem nicht bewegen ließ und eine Neuinstallation auf der alten Platte ausgeschlossen war, da das alle Nutzerdaten und damit die Mails gelöscht hätte, wollte ich testhalber ein Windows auf meiner zweiten Platte installieren. Dort war noch genügend Platz und ich erhoffte mir, somit auf die erste Festplatte zugreifen zu können. Nach dem Übertragen der Systemdateien startete der Rechner neu und mir fiel ein, dass ich noch die Platte im BIOS umstellen mußte, damit er von der zweiten Platte bootete – doch was war das? Mit dem Umstellen meldete sich auf einmal das XP der ersten Platte. Au weia – die BIOS-Defaults hatten wieder die zweite Platte als Standardfestplatte ausgewählt und die erste Platte, wo mein Betriebssystem drauf ist, wurde nicht angesprochen. Erkenntnis des Tages: Auf schwierige Probleme gibt es immer einfache Lösungen. Das weiß man aber immer erst, wenn man eine einfache Lösung gefunden hat.
Heute begann der Tag erstmal mit einem ausgiebigen Frühstück und während ich hier schreibe könnte sich das Wetter mal festlegen, wie es sich heute gestaltet. Auf den Festumzug zur 800-Jahr-Feier Dresdens bin ich nicht sonderlich gespannt. Leute, die verkleidet die Straße entlang laufen, kann ich auch zu Fasching haben. Eher zieht es mich ins Stadion zum Spiel der Dresden Monarchs. Heute zu Gast – der Tabellenführer der GFL Nord: die Braunschweig Lions, die erst ein Spiel in dieser Saison verloren haben. Ein Gewinn wäre eine richtige Sensation, also werde ich mich überraschen lassen. Also werde ich mal versuchen aus dem Tag das beste zu machen, bevor mich dann morgen wieder der Montag einholt…
ICQ und der Systemstart
Seit ich die Version 5 von ICQ installiert hatte, wurde ich permanent damit belästigt, dass ICQ beim Systemstart mit gestartet wurde. Erste Abhilfe schaffte erstmal, dass ich die automatische Anmeldung abstellte. Trotzdem hat mich dieses Verhalten extrem genervt und ich vermutete einen Bug im System. Als dann das Update auf die 5.1 kam, blieb der Fehler. Schließlich gibt es in den Einstellungen eine Option, die den automatischen Start verhindern sollte. Egal wie oft man das Häkchen entfernte, beim nächsten Öffnen des Dialogs war es wieder gesetzt.
Da mich die Performance meines System etwas störte, entschloss ich mich zu einer kompletten Neuinstallation. Dabei lud ich mir auf eine neue Version von Spybot S & D herunter, die jetzt mit einem Hintergrundprogramm ausgestattet ist, was Änderungen in der Registry überwacht. Und als ich dann ICQ installierte, schlug das Programm an und meldete den Versuch, das ICQ versucht, sich beim Systemstart mitzustarten. So, so… also doch kein Bug, sondern vorsätzlich. Denn mit jedem Start von ICQ versucht es dieses Programm immer wieder, sich einzutragen.

No way baby…
PS: Wer das Problem mit ICQ nicht hat bzw. andere Software zum Schutz gegen Trojaner und anderes Getier einsetzt, sollte zumindest mal einen Blick auf die Gallerie der Mitarbeiter werfen.
Abwarten und Tee trinken
Router sei dank bin ich wieder schneller und unproblematischer wieder mit einem neu installierten System online. Am zeitintensivsten war bis jetzt das Herunterladen der Updates. Mittlerweile habe ich auch fast wieder alles installiert, was ich benötige und das Hochfahren geht wieder extrem schnell.
Ich bin auch heute nicht ungeschoren am Teeladen vorbeigekommen. Irgendwie ist das Einkaufszentrum der Meinung, sämtlich Läden renovieren zu müssen, so auch den Teeladen. Demzufolge ist dort großer Ausverkauf gewesen und es gab 20% Rabatt auf alles und dieses Teekännchen war sofort meins, nachdem der Preis um 2/3 gesenkt wurde. Und dazu gab es dann wieder diese leckeren Cookies…
Mittlerweile treffen bei mir schon wieder die Zeitschriften für nächsten Monat ein, obwohl ich noch garnicht mit den alten fertig bin. Also werde ich den heutigen Abend damit zubringen, mal meinen Kopf mit dem neuesten von elektronischen Lebensaspekten, Musik, Kultur, Medien und Selbstbeherrschung vollzustopfen. Und morgen geht es dann sehr elektronisch weiter, ich werde mich an den Releasetext zu Phillip Weigls “Monsters” wagen. Das Album läuft bei mir schon seit ca. zwei Wochen im Auto und ich kann nicht genug davon bekommen. Brilliantes Werk!
