Das Leben nach der CD
Lange habe ich mich gesträubt, aber es führt kein Weg dran vorbei – die CD ist tot. Angefangen hat alles vor der Weltreise, als ich meine gesamte Sammlung von CDs und Platten digitalisiert habe und diese in MP3-Form mit auf Reise genommen habe. Seit der iPod classic dazu kann, wurde das Ganze noch portabler und nun frage ich mich: Kaufe ich noch CDs?
Natürlich ist es schön, die Scheibe im Schrank stehen zu haben, aber wenn jetzt alles digitalisiert ist und ich nur noch die digitalen Abbilder abspiele, warum dann noch neue Platten kaufen? Bis jetzt lief es ja ganz gut, weil es Händler bei amazon gibt, die neue CDs im Bereich von 8-10 Euro anbieten. Gut, der Versand dauert 1-3 Wochen, aber die CDs sind wirklich neu. In letzter Zeit stehe ich aber immer häufiger vor dem Problem, dass die CDs kaum unter 10 Euro zu erstehen sind und somit ein digitaler Erwerb immer mehr in Frage kommt. Außerdem habe ich bei meinen letzten Ersteigerungen bei ebay festgestellt, dass man Klassiker mittlerweile für nahezu gratis bekommt, d.h. die Wertsteigerung ist auch hinüber. Also nahm ich mal diverse Portale unter die Lupe…

Ist ja nicht so, dass ich dem Ganzen immer ablehnend gegenüberstand, aber es war einfach finanziell nicht lukrativ. Ich pickte mir als Beispiel: Ben Klock – One (Ostgut Ton) heraus. Als erstes besuchte ich Beatport, hier lag der Preis bei 9,27€. Verglichen mit dem Gebrauchtpreis für eine CD von 8,15€ bei amazon.de völlig unrentabel. Inklusive Versand hätte ich für 2 Euro mehr die CD in meinen Händen. Also weiter… nächste Station: Bleep. Ursprünglich der Versand von Warp Records, ist Bleep längst Label unabhängig geworden und auch dort fand ich den gesuchten Download für 9,99€. Ein bißchen musste ich grübeln, bis mir der Name des nächsten Stores einfiel. Irgendwas mit Cat… es dauerte eine Weile, bis mir boomkat wieder in den Sinn kam. Ein britischer Laden, der nur in Britischen Pfund anbietet und dort kam das Album auf erstaunliche 6,99 GBP (8,41€). Danach besuchte ich noch meinen alten Plattenladen, wo ich früher Vinyl bestellt hatte: web-records.com. Die sind ziemlich weltfremd und kannten das Album von Ben Klock garnicht erst.

Das war ein guter Zeitpunkt, um sich mal Gedanken über das Medium MP3 Gedanken zu machen. Mit welcher Bitrate wird überhaupt gehandelt? Beatport blieb mir die Antwort schuldig, alle anderen antworteten mit 320kBps. Ich gab nicht auf und befragte das Internet: Gibt es noch jemanden, der etwas mit Ben Klock anfangen kann? Erste Antwort: iTunes Store – ich war überrascht, hier hätte ich nur kommerzielle Produkte vermutet. Hier der Preis für das Album: 8,99€. Die Überraschung wuchs…

Zum Abschluss noch ein zweiter Test mit Hardfloors – 20-Two decades of Hardfloor. Hier gewann mit Abstand amazon.de, aber nicht weil dort die CD am günstigsten war, nein, hier lag der Download für das Dreifachalbum bei 12,49€, was 3 Euro unterhalb der preiswertesten gebrauchten CD war. Erkenntnis des digitalen Ausflugs: Wie mittlerweile bei allen Produkten kann man sich nicht mehr auf einen Laden des Vertrauens verlassen, sondern überall mal nachschauen. Gibt es eigentlich schon eine Suchmaschine über MP3-Verkäufe?
Zwischenschritt
Mein Blog wird Anfang April eine kleine Wendung nehmen. Wer dann nach dem schlichten grauen Design sucht, wird ein noch schlichteres weißes Kleid vorfinden. Außerdem wird mein Blog kurzerhand seinen Namen ändern und “Europafricasiamerica (write local – travel global)” heißen. Der Kenner wird schmunzeln und das Plagiat sofort erkennen. Ja, ich habe mich bei Mijk van Dijks “Afreuropamericasiaustralica” bedient, nur dass ich die Kontinente in der Reihenfolge aufnehme, wie wir sie besuchen. Beim Start kommt man auf die Seite mit unserer Reisekarte unter der die Liste mit den einzelnen Stationen, die dann mit den Beiträgen verlinkt sind, liegt.

Natürlich bleibt der ursprüngliche Inhalt erhalten, er wird aber für die Zeit meiner Abwesenheit nicht erreichbar sein (über direkte Eingabe der URL natürlich schon).
www.geh.einkaufen.de (Hitchhiker’s Guide – Teil 11)
Wir sind gerade dabei noch die restlichen technischen Vorbereitungen zu treffen, die wir für die Weltreise benötigen. Auf unseren Reisen haben wir festgestellt, dass es von Vorteil ist, mit eigenem Notebook unterwegs zu sein, weil vielmals die Hostels gratis WiFi anbieten, während die Internetnutzung am Rechner ein kleines Vermögen kostet. Also soll uns ein kleines schlankes Netbook helfen. Aber Internet-Kauf ist tückisch.
Beispiel 1: Der Kauf von Flugtickets
Selbstverständlich gibt es für Flugtickets auch eine Metasuchmaschine, die alle Portale abklappert und dann das günstigste Portal angibt. Wie so oft, gibt es Portale, die absolut vertrauenswürdig sind (z.B. opodo.de) und natürlich auch die schwarzen Schafe, die schon mit verdächtigen Namen wie vielvielbilligeretickets.de daherkommen. Damit es noch schwieriger wird, gibt es natürlich auch ähnliche Seiten die vielleicht vielvielbilligerfliegen.de heißen, aber einen nicht abzocken.
Aber zurück zum Beispiel – Flug gesucht. Bei vielvielbilligeretickets.de kostet das Ticket 409,81€, bei vielvielbilligerfliegen.de kostet es 425,78€ und bei dirvertrauich.de 510,17€. Ab auf die preiswerteste Webseite, bestellen und auf einmal kommt das bittere Erwachen. Zahlung per Kreditkarte möglich, kostet aber mal lockere 25,70€ Aufpreis. Würde im Klartext heißen, der zweigünstigste Anbieter ist sicher unter dem Preis.
Aber Flugtickets kaufen ist ein bißchen wie an der Börse zocken. Deine Bestellung löst bei der Airline eine Nachfrage aus und Kapitalismus ist: Angebot vs. Nachfrage. Also steigt der Preis (aber auch nicht immer!). Und dann kommt bei vielvielbilligerfliegen.de… Ihr Preis wird aktualisiert: 440,23€… Würde an der Stelle bedeuten, wenn man wieder zum ersten Anbieter wechselt, wäre man trotz Gebühren immer noch günstiger, aber der aktualisiert sich auch gleich… ein Teufelskreis.
Hier heißt es: Vorher nachdenken und dann die Bestellung gnadenlos durchziehen, auch wenn es durch Gebühren teuer wird. Denn die Airlines sind nachtragend und wenn der Preis einmal angehoben ist, sackt er auch nach Tagen nicht wieder nach unten.
Beispiel 2: Wir kaufen ein
Da es mir gerade passiert ist, spielt dieses Erlebnis für die Erstellung dieses Beitrags eine große Rolle. Ich nehme mal fiktive Preise, aber die Gebühren sind mir tatsächlich so angezeigt worden. Anbieter A (notebooksnochguenstiger.de (keine Veralberung, die Seite heißt wirklich so!)) vs. Anbieter B (alternate.de). Anbieter A verkauft für 136,25€, Anbieter B für 150€. 14 Euro haben oder nicht… keine Frage. Also los: Bestellen, sofort per Paypal bezahlen… Moment! Jetzt schon bei Paypal einloggen? Na meinetwegen. Wie ich sehe, erlaube ich der Firma Trend Marketing einen nicht angegebenen Betrag einzuziehen. Ich werde stutzig, mache aber weiter. Ich komme zurück auf die Seite von Anbieter A (Schritt 3: Prüfen) und mich lächelt ein Betrag von 156,75€ an. Außerdem steht oben drüber noch Vorauskasse: 10,90€ und der Betrag taucht nirgends in der Rechnung auf. WTF?!
Ich gehe zu Anbieter B. Bestellen, Rechnungsdaten eingeben, Art der Bezahlung wählen (Paypal) und es erscheint die Rechnungssumme: 150€ + 6,95€ Versand = 156,95€. Bestellung bestätigen und ich gelange auf meine Paypal-Seite, logge mich ein und genehmige alternate.de 156,95€ bei mir abzubuchen. Na also!
Ich komme immer noch nicht über Anbieter A hinweg und nochmal auf die Bestellung. Mir fällt unten links auf, dass man auch einen Schritt zurück gehen kann. Aha! Und plötzlich schlüsselt sich die Summe auf: Vorauskasse: 4,90€, Paypal: 5,70€ zzgl. 9,90€ Versandkosten. Man kann nicht mal behaupten, es hätte nirgendswo gestanden. Aber 20,50€ Bestellgebühren… ohne mich.
Fazit: Augen auf beim Eierkauf! Unter dem Strich sind langjährige Profis wie amazon, alternate oftmals, aber nicht immer günstiger.
Upgrade
Ich beginne mal mit einem historischen Rückblick – mein Webauftritt seit Anfang der Zeiten.
ca. 1998: Ich beginne unter dem Account bei der Hochschule, wo ich studiere, an meinem Webauftritt zu feilen. Der URL ist noch sehr kryptisch und wird auch kaum von Leuten außerhalb der Hochschule besucht.
2002: www.electro-space.de wird geboren. Gehostet wird die Seite bei freecity.de, die seinerzeit eine kostenlose Domain mit kleinem Webspace anbieten – werbefinanziert. Zumindest kann ich mit meiner Webseite vom Server der Hochschule umziehen. Ende 2003 schläft die Webseite mehr oder weniger ein.
6.5.2005: Mein Blog wird geboren und von blog.de gehostet. Hier wird ab sofort regelmäßig geschrieben. Eine Tradition, die ich nun mittlerweile seit über 5 Jahren aufrecht erhalte.
13.3.2006: Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Meine zweite Domain www.fraktalgrafik.de entsteht. Ist zwar auf aktuellem Stand, doch tut sich da nicht mehr viel. Ist aber die Basis für alles war sich nachfolgende abspielt, denn hier habe ich ausreichend Platz, um zu wachsen. Gehostet bei all-inkl.com.
2.1.2007: Ein ereignisreicher Moment – ich ziehe meine alte und mir sehr ans Herz gewachsene Domain electro-space.de auf all-inkl.com um und trenne mich von meinem alten Blog und schreibe ab sofort in eigener Herrschaft über die Daten unter WordPress weiter. Bis jetzt bin ich damit beschäftigt die alten Beiträge auf meinen Webspace umzuziehen (Stand 15.11.2010 – noch 303 Beiträge im alten Blog).
Anfang 2010: Eigentlich die Geburtsstunde für den nächsten Schritt – als Subdomain von electro-space.de suchen sich die Tripmunks ihren Namen. Dort erscheinen auch die ersten Reiseberichte von China.
14.11.2010: Die Tripmunks sind da – www.tripmunks.net. Hier erscheinen alle unsere Reiseberichte detailgetreu von Kriszta verfasst (und somit auch zweisprachig: ungarisch und deutsch). Eine Mordsarbeit! Heißt aber nicht, dass mein Blog verwaist – nein, hier wird es immer noch meine Kurzfassungen der Reisen geben. Hintergrund: Ich habe jetzt den Vertrag von fraktalgrafik.de so erweitert, dass ich viel mehr Platz für Daten habe und in dieser Erweiterung sind drei Domains enthalten, das Trio ist komplett.
Mathematische Indifferenzen
Hallo liebe Softwarenutzer!
Die Wikipedia definiert Software als einen Sammelbegriff für die Gesamtheit ausführbarer Datenverarbeitungsprogramme und die zugehörigen Daten [Stand 2.4.2010]. Also wenn ihr jetzt auf einen Monitor schaut, seht ihr Software. Der Browser ist Software und seine zugehörigen Daten die er anzeigt auch. Ganz gleich, ob ihr in Deutschland, Amerika oder Neuseeland sitzt.
Stellt euch vor, ihr fahrt nach Indien und kauft ein Brot. Ihr wisst, das Getreide muss wachsen, geerntet werden, die Maschinen müssen gebaut und gewartet werden und irgendwann kommt der Bäcker und macht ein Brot daraus. Also im Endeffekt steht menschliche Arbeit dahinter, die ihren Preis wert ist. Und aus diesem Grund ist Brot je nach Land unterschiedlich teuer und dabei sind noch nicht mal die Subventionen in Betracht gezogen. Nur wenn das Brot immer aus dem gleichen Land kommt, sollte der einzige Unterschied im Preis die Transportkosten sein.
Bringen wir das Beispiel mal wieder in die Realität zurück und sagen: Was kostet Adobe Lightroom V2? Geht man in den amerikanischen Shop: $299, im englischen £299 und im deutschen Laden 299 Euro. Und als Versand: Download. Da ich der englischen Sprache mächtig bin, würde ich mich bei einem Umtauschkurs von 1:1,3571 [Stand 2.4.2010] für die amerikanische Version entscheiden, die mich dann nur rund 220 Euro kosten würde. Aber verstehen muss ich das nicht…
Es grüßt euch,
Jan
April, April
Aprilscherze können billig sein, aber dieses Jahr hatten sie eine gewisse Klasse. Am besten gefiel mir, dass die ICANN die Rootserver des Internet für einen Tag abschaltet, weil alle IPV4-Adressen vergeben sind. Es ist zwar offensichtlich, dass man daran zweifelt, aber so verkehrt ist die Idee nicht. Und tauchte auch noch die Nachricht auf, dass man es ein Video über das letzte Experiment am LHC gibt, wo man Wissenschaftler sieht, die an einer nicht bekannten Konsole hantieren und man vermutet, dass damit schwarze Löcher aufgespürt werden sollen. Auch nicht von der Hand zu weisen. Aber Geschichten über Gebühren für E-Mails, die Umbenennung von Google waren schon zu offensichtlich.
Keine Fehlmeldung ist, dass Adobe an der Version 3 meiner “Weapon of choice” für einfache Fotobearbeitung arbeitet. Letztens ist die Beta von Lightroom erschienen und muss wohl einiges an nachträglicher Rauschunterdrückung mit sich bringen.
In den letzten Wochen war ich wieder viel unterwegs, Schulungen, Beratungsgespräche usw. Aber Schulungen laufen nicht ohne einen gewissen Grad von Humor, auch wenn er sehr spezifisch auf Programmierer gemünzt ist. So schnappte ich den Hinweis auf esoterische Programmiersprachen auf. Grund genug, da mal abends im Hotel etwas genauer zu forschen und festzustellen, dass es da wirktlich absonderliche Sachen gibt.
Drei Sprachen gefielen mir von der Idee so gut, dass ich hier mal ein paar vorstellen möchte. Fangen wir mit “Chef” an. Die Idee hinter Chef ist, dass programmieren doch nichts anderes ist, wie kochen. Man nimmt Zutaten, vermischt sie im richtigen Verhältnis und hofft, dass nichts anbrennt. Man schaue sich nur mal das Rezept für die “Fibonacci Zahlen begleitet von Karamelsauce” an – klingt nicht nur lecker, sondern berechnet nebenbei auch noch die ersten 100 Fibonacci-Zahlen.
Manche behaupten ja auch Programmieren sei eine Kunst und deshalb sind Programmierer auch immer ein Stück Künstler. Und um ein richtiger Künstler zu sein, benutzt man eine Sprache, in der man sich nicht nur logisch, sondern auch grafisch verausgaben kann – Piet. Der Namensvetter für Piet war Piet Mondrian.
Für die etwas groberen, nicht künstlerisch begabten Programmierer, die sich vielleicht mit Taxifahren ihr Studium finanziert haben, ist Taxi die richtige Wahl. Für manche mag es ja wichtig sein, dass alles richtig funktioniert – bei Taxi ist es wichtig, dass die Daten am richtigen Platz landen. Und schon geht es los… “‘Hello’ is waiting at the Writer’s Depot.
Go to Starchild Numerology: west 1st left, 2nd right, 1st left, 1st left, 2nd left.”
Auch wenn es schon einen halben Monat her ist und seither Lena Meyer-Landrut wie eine Plage über die Charts herfällt, ich habe mir das Ausscheidungsspektakel für den Eurovision Song Contest angesehen. Zugegeben Lena polarisiert – entweder man mag sie oder überhaupt nicht. Ich schließe mich der “überhaupt nicht”-Kategorie an. Ich weiß nicht, ob ihr nervöses Gezappel gespielt oder real ist, genau ihre Rolle als kleines schüchternes Schulmädchen. Das hat schon damals Britney Spears auf Dauer keiner abgekauft. Aber kommen wir doch mal zum inhaltlichen Teil – sie kann nicht singen, hat keine Technik und zudem kommt “Satellite” auch noch komplett ohne Melodie aus. Hingegen zog Jennifer Braun mit ihrer Darbietung das Publikum, die Jury mit Ausnahme von Stefan “Ralph Siegel V2″ Raab in den Bann. Selbst die Besucher der Eurovision Song Contest Seite verwiesen Lena auf Platz 3 – und an der Stelle mit einer konkreten Prozentzahl, die ich bei der Sendung vermisst habe. Was bleibt, ist der fade Geschmack einer getürkten Wahl und der Stoßseufzer, dass deutsche Musikohren endlich eigenen Geschmack entwickeln und ihn sich nicht vorgeben lassen.
Yes Tokyo, No Tokyo!
Unser Urlaubsplan für dieses Jahr steht… zumindest in groben Zügen. Nächstes Wochenende werde ich mich wieder gen Süden begeben und dann Kriszta in Madrid besuchen, die dann eine Woche Sprachschule hinter sich hat. Das Merkwürdige an unseren Urlaubsplanungen ist immer, dass wir zwei Ziele ins Auge fassen und uns dann für ein drittes entscheiden. So auch diesmal. Die Auswahl stand zwischen Mexiko und Japan. Mit Tendenz nach Japan. Aber Japan ist teuer und Japan ist strange. Da muss man sich mit Gepäckfächern als Unterkunft anfreunden und das meist zu Preisen, die auf die Dauer ganz schön teuer werden könnten.
Also schaut man sich auch mal nach Hostels um und wird relativ schnell fündig. Auch wenn wir jetzt nicht nach Japan fahren, ist die Webseite des Tokyo International Hostel einfach nur genial. Man stelle sich eine gemütliche Mittagspause am Wochenende vor, man legt sich aufs Ohr und mitten in die Stille diese Webseite… “Welcome – to – Tokyo International Hostel. Tokyo, Tokyo….. Yes, Tokyo!” Ein definitiver Ohrwurm.
Und nun zieht es uns nach China. Es geht von Peking auf eigene Faust nach Hongkong. Ich träume vom Li Shui, der Terrakotta-Armee in Kaiser Qins Mausoleum, der Chinesischen Mauer und natürlich von den Städten. Mal sehen, was wir davon alles schaffen. Natürlich wäre ein Besuch in Tibet der Kracher, aber das geht nur mit Reisegruppe und würde wahrscheinlich den gesamten Urlaub auffressen. Aber die Beantragung des Visums muss man sich mal geben:
- Nur persönlich oder per Vollmacht zu beantragen, Briefweg ausgeschlossen (die Botschaften sind in Frankfurt, München, Hamburg und Berlin)
- durchschnittliche Bearbeitungsdauer = 4 Tage, Abholung auch nur persönlich oder per Vollmacht; Bearbeitung in einem Tag möglich, kostet dann aber gleich mal das Doppelte
- frühestens 50 Tage vorher
- Öffnungszeiten: täglich von 9-12 Uhr (Abgabe bei Bearbeitung am gleichen Tag bis spätestens 11 Uhr)
Hab da heute schon mal vortelefoniert – ja, das mit der Vollmacht ist definitiv, wäre schon blöd, wenn man einen Tag Urlaub verheizt, nur um ein Visum zu beantragen.
Das doppelte Lottchen
Also gleich mal zu Beginn: Don’t try this at home kids! Ein absolutes No go für externe Festplatten ist ja der Betrieb mit dem falschen Netzteil. Wenn nichts reagiert und es auf einmal verschmort riecht, ist das wirklich kein gutes Zeichen. So geschehen mit Krisztas Festplatte, als wir zwischen Weihnachten und Neujahr unterwegs waren und zwar die Festplatte mit hatten, aber das Netzteil vergessen hatten.
Noch blöder, wenn auf der Festplatte sämtliche Digitalfotos, die jemals gemacht wurden, gesichert sind. Da bieten sich nur mehrere Szenarios an, wenn man die Daten wieder haben möchte.
- Platte zu einer Datensicherungsfirma einschicken (Pro: man hat die Daten wieder, Kontra: jenseits der 1.000-Euro-Grenze)
- mit den Plattenbezeichnungen jonglieren und Ersatzteile, wie z.B. die Steuerungsplatine finden (Pro: Akzeptable Lösung, Kontra: Hohes Risiko, dass die Platine nicht passt, hohes Risiko, dass man das Geld zum Fenster rauswirft, falls es nicht nur die Platine erwischt hat, außerdem liegen die Kosten ungefähr beim Neupreis der Platte selbst)
- baugleiche Platte finden (Pro: akzeptabler Preis, komplettes Ersatzteillager, Kontra: ähnlich wie bei der Platine – man kann sich die Platte nur noch mehr kaputt machen)
Wir hatten unglaubliches Glück, dass zu dem Zeitpunkt (20 Stunden) eine Auktion einer baugleichen Platte auslief, die wirklich nur einen Tag später produziert wurde. Ich musste jetzt nur noch einen neuen Koffer mit entsprechenden Bits kaufen, um die T8-Torx-Schraube lösen zu können. Und der Rest ging schnell – Platine wechseln, Platte anschließen, chkdsk laufen lassen, fertig! – alle Daten gerettet. Kinders, man kann nicht zu oft sagen: Macht Datensicherungen!
Salsa, alte Bekanntschaften und Schlafsackhippies
Eins habe ich mir vorgenommen – wöchentlich Updates im Blog. Es kann nicht sein, dass hier nur sporadisch was kommt. Ein bißchen Regelmäßigkeit muss schon sein. Wie ich das natürlich mit den Reiseberichten mache… Ich denke mal, ich werde das auf einen Beitrag zusammenschrumpfen und nur über die Highlights berichten. Alles weitere wird seit den Dolomiten analog dokumentiert.
Heute Morgen bin ich beim Kraftfuttermischwerk über das Video von Jeff Desom zu Hauschkas “Morgenrot” gestolpert. Ich hatte schon mal was über Hauschka gelesen bzw. in das Album reingehört, aber es wollte mich nicht so richtig bewegen. Aber das Video dazu… seht selbst.
Diese Woche war unser zweiter Salsakurs. Wir haben einen dreiwöchigen Einsteigerkurs gebucht, der hier regelmäßig in Bamberg abgehalten wird. Nachdem wir auf Kuba die Grundlagen lernten, haben wir jetzt die Möglichkeit die offizielle Version kennenzulernen. Das Lerntempo ist stellenweise gefühlt etwas langsam, aber wenn es dann mal losgeht, sind wir Feuer und Flamme. Und das wir ein Gefühl für Salsa haben, scheint durch die Fragen, ob wir schon länger tanzen oder ob wir schon öfter einen Salsakurs besucht haben, bestätigt zu werden. Aber selbst wenn es 20 Uhr ist – bei 30°C geht es beim Tanzen schon sehr hitzig zu, da helfen auch geöffnete Fenster kaum.
Mein letzter Artikel zum Thema Auktionen rächte sich gleich am nächsten Tag. Nichts ist anstrengender wie Kunden, die nach Ende der Auktion verhandeln – angefangen bei den Versandkosten, bis hin zum Artikel, auch wenn alles in der Auktion drin stand. Ich meine, diese Nachricht ist schon zum Brüllen komisch, aber mal im ernst: Wie reagiert man auf solche Nachrichten?
Hallo,der Schlafsack ist gestern angekommen,es ist ja uch alles wunderbar,nur hast du eine ganz schöne Duftnote hinterlassen (Parfüm)?
Also ich brauche den Schlafsack für Tierbeobachtungen in der Natur also im Wald,und ich weiß nicht op du schonmal im wald gewesen bist,aber dort ist die Luft unglaublich rein,
und der Gruch des Sclafsacks würde weite Wege ziehen und Tiere vernhalten.Ich bin halt auch so ein öko hippi typ und benutze nur bbio shampoo und absolut nichts chemisches wie parfum) usw.,ich habe den Sack 1 Tag an die frische Luft gehängt,aber jetzt ist mein Zimmer wieder mit dem Pafrfüm Geruch durchflutet,Es ist ja ein schöner Geruch aber ich werde ihn reinigen lassen müssen um damit in die Natur zu gehen ,ich habe mich erkundigt,es wird ziemlich teuer,kostetet 20-40 und Porto noch dazu,selber machen ist zu riskant,
also kannst du etwas dzusteuern? Wir könnten uns einigen die Transaktion nicht abgeschlossen zu haben,somit spart du die ca.5 Euro [xxx] Gebühren.
10€ ? Bitte
Also bin ich ganz brav gewesen und habe höflich, aber bestimmt erklärt, dass eine Reinigung meinerseits nicht finanziert wird, worauf ich die Antwort erhielt, dass der Käufer ohnehin nicht das Geld für die Reinigung hätte. Ist das die Internetvariante von “Haste ma nen Euro übrig?”
Von Zeit zu Zeit logge ich mich ja mal via Webinterface bei meinem EMail-Provider ein, der jetzt eine einheitliche Zierleiste an das obere Ende genagelt hat. Ich wäre nicht im Traum darauf gekommen, da genauer hinzusehen, aber da war ein rotes Pünktchen auf das ich neugierig geklickt hab – ahhh, hier kann man auch chatten und ich wurde in die Kontaktliste aufgenommen. Am anderen Ende – ein bekanntes Ehepaar, dass ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen, gehört oder gelesen hab. Nachdem wir erstmal kurz Nachrichten ausgetauscht haben, habe ich mich heute Morgen hingesetzt und mal die Ereignisse der letzten Jahre zusammengetippt, seit 2005 ist schon ein bißchen was passiert. Und vorhin erhielt ich dann Antwort. Ich überlege, wenn wir das nächste Mal in Dresden sind, vorbeizuschauen…
Auktionen und Spaßverderber
Ich hatte letztens mal wieder ein paar Auktionen als Verkäufer zu laufen und frage mich immer noch – wie konnte sich ein solches System überhaupt durchsetzen? Da ist doch alles dran gesetzt worden, um den Spaß minimal zu halten.
Stellen wir uns mal eine stinknormale Auktion vor: Der Raum ist voller Leute und der Auktionsleiter stellt den Artikel vor und legt den Startpreis fest. Und ab der Stelle geht es los – entweder der Auktionsleiter sagt das nächsthöhere Gebot an und man signalisiert durch Zeichen seine Zustimmung oder man ruft gleich sein Gebot in den Raum. Wer ein Schnäppchen machen will, hat so gute Chancen, weil das höchste Gebot im direkten Vergleich ermittelt wird. Könnte wie folgt aussehen – Startpreis 10 Euro, Erhöhung um 0,50 Euro, A der Auktionsleiter, der Rest Bieter:
- A: 10 Euro als Startgebot
- Signal von B
- A: Wir haben 10 Euro, höre ich 10,50?
- Signal von X
- A: 10,50 Euro, 10,50 Euro für dieses tolle Stück, wer bietet mehr?
- [...] usw [...]
- Signal von B
- A: 20 Euro sind geboten…
- nichts weiter passiert
- A: Verkauft für 20 Euro an B
Und jetzt stellen wir uns das mal auf das Internet bezogen vor. Diesmal ist E der Auktionsleiter (Zusammenhänge, die jetzt geschlossen werden, sind aus eurem Kopf!) Denn da gibt es zwei Typen von Bieter, die Schnäppchenjäger (mit und ohne Ehrgeiz) und die Spaßverderber (legt sich geistig den Höchstbetrag fest und bietet diesen). Ich ordne mich selbst in die letzte Kategorie ein. Schauen wir mal, wie es da abläuft… Zuerst ein Spaßverderber gegen einen Schnäppchenjäger mit Ehrgeiz.
- E: 10 Euro Startgebot
- B: Bietet 50 Euro
- E: aktuelles Gebot 10,50 Euro
- X: Bietet 11,00 Euro
- X: Bietet 12,00 Euro
- X: Bietet 13,00 Euro
- X: Bietet 14,00 Euro
- X: Bietet 5 Sekunden vor Autionsende 21,99 Euro
- E: B gewinnt mit 22,49 Euro
Warum hatte jetzt der Schnäppchenjäger Ehrgeiz? Eigentlich wollte er nur bis 20 Euro gehen, denkt aber mit einem total daneben liegenden Preis schlägt er knapp die Konkurrenz, ohne zu ahnen, dass die mehr als das Doppelte geboten hat. Ergebnis: der Spaßverderber hat gewonnen und der Schnäppchenjäger jede Menge Zeit vergeudet und hat auch noch sein selbst gesetztes Ziel überschritten. Analog wäre es mit dem Schnäppchenjäger ohne Ehrgeiz, denn der hätte bei Punkt 20 Euro aufgehört. So ist eigentlich der klassische Fall, der Schnäppchenjäger hat zwar Spaß beim Bieten, macht aber bei dem System nicht wirklich Pluspunkte. Spaßig wird es nur, wenn zwei Schnäppchenjäger mit Ehrgeiz aufeinandertreffen, dann kann der Verkäufer schon mal die Hände reiben.
Natürlich kann man sich als Spaßverderber hinterher grün und blau ärgern, wenn man um 50 Cent überboten wurde. Aber vielleicht war der andere auch ein Spaßverderber und hat mehr als das Doppelte geboten. Wie dem auch sei, besser wäre es, wenn der gebotene Preis auch gleichzeitig der Höchstpreis wäre, denn das würde den Spaßverderber dazu bringen, doch niedriger zu setzen, da ansonsten er wirklich die 50 Euro zahlen müsste.
