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Gefährliches Halbwissen

Category: Technik

Das Leben nach der CD

Lange habe ich mich gesträubt, aber es führt kein Weg dran vorbei – die CD ist tot. Angefangen hat alles vor der Weltreise, als ich meine gesamte Sammlung von CDs und Platten digitalisiert habe und diese in MP3-Form mit auf Reise genommen habe. Seit der iPod classic dazu kann, wurde das Ganze noch portabler und nun frage ich mich: Kaufe ich noch CDs?

Natürlich ist es schön, die Scheibe im Schrank stehen zu haben, aber wenn jetzt alles digitalisiert ist und ich nur noch die digitalen Abbilder abspiele, warum dann noch neue Platten kaufen? Bis jetzt lief es ja ganz gut, weil es Händler bei amazon gibt, die neue CDs im Bereich von 8-10 Euro anbieten. Gut, der Versand dauert 1-3 Wochen, aber die CDs sind wirklich neu. In letzter Zeit stehe ich aber immer häufiger vor dem Problem, dass die CDs kaum unter 10 Euro zu erstehen sind und somit ein digitaler Erwerb immer mehr in Frage kommt. Außerdem habe ich bei meinen letzten Ersteigerungen bei ebay festgestellt, dass man Klassiker mittlerweile für nahezu gratis bekommt, d.h. die Wertsteigerung ist auch hinüber. Also nahm ich mal diverse Portale unter die Lupe…

Ist ja nicht so, dass ich dem Ganzen immer ablehnend gegenüberstand, aber es war einfach finanziell nicht lukrativ. Ich pickte mir als Beispiel: Ben Klock – One (Ostgut Ton) heraus. Als erstes besuchte ich Beatport, hier lag der Preis bei 9,27€. Verglichen mit dem Gebrauchtpreis für eine CD von 8,15€ bei amazon.de völlig unrentabel. Inklusive Versand hätte ich für 2 Euro mehr die CD in meinen Händen. Also weiter… nächste Station: Bleep. Ursprünglich der Versand von Warp Records, ist Bleep längst Label unabhängig geworden und auch dort fand ich den gesuchten Download für 9,99€. Ein bißchen musste ich grübeln, bis mir der Name des nächsten Stores einfiel. Irgendwas mit Cat… es dauerte eine Weile, bis mir boomkat wieder in den Sinn kam. Ein britischer Laden, der nur in Britischen Pfund anbietet und dort kam das Album auf erstaunliche 6,99 GBP (8,41€). Danach besuchte ich noch meinen alten Plattenladen, wo ich früher Vinyl bestellt hatte: web-records.com. Die sind ziemlich weltfremd und kannten das Album von Ben Klock garnicht erst.

Das war ein guter Zeitpunkt, um sich mal Gedanken über das Medium MP3 Gedanken zu machen. Mit welcher Bitrate wird überhaupt gehandelt? Beatport blieb mir die Antwort schuldig, alle anderen antworteten mit 320kBps. Ich gab nicht auf und befragte das Internet: Gibt es noch jemanden, der etwas mit Ben Klock anfangen kann? Erste Antwort: iTunes Store – ich war überrascht, hier hätte ich nur kommerzielle Produkte vermutet. Hier der Preis für das Album: 8,99€. Die Überraschung wuchs…

Zum Abschluss noch ein zweiter Test mit Hardfloors – 20-Two decades of Hardfloor. Hier gewann mit Abstand amazon.de, aber nicht weil dort die CD am günstigsten war, nein, hier lag der Download für das Dreifachalbum bei 12,49€, was 3 Euro unterhalb der preiswertesten gebrauchten CD war. Erkenntnis des digitalen Ausflugs: Wie mittlerweile bei allen Produkten kann man sich nicht mehr auf einen Laden des Vertrauens verlassen, sondern überall mal nachschauen. Gibt es eigentlich schon eine Suchmaschine über MP3-Verkäufe?

Ein Ei gelegt

Nichts gegen meinen alten MP3-Player. Den hatte ich mir Anfang 2007 geholt (damals für einen Haufen Geld). Der hatte ein schönes Metallgehäuse, 2GB und ein Farbdisplay – was ich allerdings nie so richtig brauchte. Super war die schöne lange Laufzeit. Manchmal hatte ich ihn eine ganze Woche ca. 10 Stunden am Tag im Einsatz und trotzdem hielt der Akku tapfer durch.

Jetzt aber auf der Weltreise wurden neue Maßstäbe gesetzt. Ich hatte meine gesamte Sammlung digitalisiert, die idealerweise auch noch auf einen Player draufpassen sollte. Aufgabe: Finde einen MP3-Player, der dem alten Player das Wasser reicht und zusätzlich auch noch mehr als 32GB Speicher haben sollte. Sahnehäubchen der Funktionalität wäre das sogenannte Scrobbeln – der Player kann sich mit last.fm austauschen.

Wer sich mit last.fm auskennt wird schnell feststellen, dass die Auswahl da sehr eng wird. Unterstützt werden: Windows Media Player, Winamp und iTunes. Mit einem iPod Touch hatte ich ja schon geliebäugelt, aber das war mir doch ein bißchen zu teuer und nachdem ich von Alex hörte, dass die Batterie sehr schnell schlapp macht, fiel der schon fast nicht mehr in die engere Auswahl. Bis ich den iPod Classic entdeckte – stolze 160GB Speicherplatz und mehr als 44 Stunden Laufzeit im Test. Da lässt sich auch der Preis verkraften, gerade wenn man im Ausland ist und tax free einkauft und so unterm Strich knapp unter 200 Euro für ein neues Gerät hinlegt (Original – kein Fake!)

Zwischenschritt

Mein Blog wird Anfang April eine kleine Wendung nehmen. Wer dann nach dem schlichten grauen Design sucht, wird ein noch schlichteres weißes Kleid vorfinden. Außerdem wird mein Blog kurzerhand seinen Namen ändern und “Europafricasiamerica (write local – travel global)” heißen. Der Kenner wird schmunzeln und das Plagiat sofort erkennen. Ja, ich habe mich bei Mijk van Dijks “Afreuropamericasiaustralica” bedient, nur dass ich die Kontinente in der Reihenfolge aufnehme, wie wir sie besuchen. Beim Start kommt man auf die Seite mit unserer Reisekarte unter der die Liste mit den einzelnen Stationen, die dann mit den Beiträgen verlinkt sind, liegt.

Neues Blogdesign

Natürlich bleibt der ursprüngliche Inhalt erhalten, er wird aber für die Zeit meiner Abwesenheit nicht erreichbar sein (über direkte Eingabe der URL natürlich schon).

www.geh.einkaufen.de (Hitchhiker’s Guide – Teil 11)

Wir sind gerade dabei noch die restlichen technischen Vorbereitungen zu treffen, die wir für die Weltreise benötigen. Auf unseren Reisen haben wir festgestellt, dass es von Vorteil ist, mit eigenem Notebook unterwegs zu sein, weil vielmals die Hostels gratis WiFi anbieten, während die Internetnutzung am Rechner ein kleines Vermögen kostet. Also soll uns ein kleines schlankes Netbook helfen. Aber Internet-Kauf ist tückisch.

Beispiel 1: Der Kauf von Flugtickets

Selbstverständlich gibt es für Flugtickets auch eine Metasuchmaschine, die alle Portale abklappert und dann das günstigste Portal angibt. Wie so oft, gibt es Portale, die absolut vertrauenswürdig sind (z.B. opodo.de) und natürlich auch die schwarzen Schafe, die schon mit verdächtigen Namen wie vielvielbilligeretickets.de daherkommen. Damit es noch schwieriger wird, gibt es natürlich auch ähnliche Seiten die vielleicht vielvielbilligerfliegen.de heißen, aber einen nicht abzocken.

Aber zurück zum Beispiel – Flug gesucht. Bei vielvielbilligeretickets.de kostet das Ticket 409,81€, bei vielvielbilligerfliegen.de kostet es 425,78€ und bei dirvertrauich.de 510,17€. Ab auf die preiswerteste Webseite, bestellen und auf einmal kommt das bittere Erwachen. Zahlung per Kreditkarte möglich, kostet aber mal lockere 25,70€ Aufpreis. Würde im Klartext heißen, der zweigünstigste Anbieter ist sicher unter dem Preis.

Aber Flugtickets kaufen ist ein bißchen wie an der Börse zocken. Deine Bestellung löst bei der Airline eine Nachfrage aus und Kapitalismus ist: Angebot vs. Nachfrage. Also steigt der Preis (aber auch nicht immer!). Und dann kommt bei vielvielbilligerfliegen.de… Ihr Preis wird aktualisiert: 440,23€… Würde an der Stelle bedeuten, wenn man wieder zum ersten Anbieter wechselt, wäre man trotz Gebühren immer noch günstiger, aber der aktualisiert sich auch gleich… ein Teufelskreis.

Hier heißt es: Vorher nachdenken und dann die Bestellung gnadenlos durchziehen, auch wenn es durch Gebühren teuer wird. Denn die Airlines sind nachtragend und wenn der Preis einmal angehoben ist, sackt er auch nach Tagen nicht wieder nach unten.

Beispiel 2: Wir kaufen ein

Da es mir gerade passiert ist, spielt dieses Erlebnis für die Erstellung dieses Beitrags eine große Rolle. Ich nehme mal fiktive Preise, aber die Gebühren sind mir tatsächlich so angezeigt worden. Anbieter A (notebooksnochguenstiger.de (keine Veralberung, die Seite heißt wirklich so!)) vs. Anbieter B (alternate.de). Anbieter A verkauft für 136,25€, Anbieter B für 150€. 14 Euro haben oder nicht… keine Frage. Also los: Bestellen, sofort per Paypal bezahlen… Moment! Jetzt schon bei Paypal einloggen? Na meinetwegen. Wie ich sehe, erlaube ich der Firma Trend Marketing einen nicht angegebenen Betrag einzuziehen. Ich werde stutzig, mache aber weiter. Ich komme zurück auf die Seite von Anbieter A (Schritt 3: Prüfen) und mich lächelt ein Betrag von 156,75€ an. Außerdem steht oben drüber noch Vorauskasse: 10,90€ und der Betrag taucht nirgends in der Rechnung auf. WTF?!

Ich gehe zu Anbieter B. Bestellen, Rechnungsdaten eingeben, Art der Bezahlung wählen (Paypal) und es erscheint die Rechnungssumme: 150€ + 6,95€ Versand = 156,95€. Bestellung bestätigen und ich gelange auf meine Paypal-Seite, logge mich ein und genehmige alternate.de 156,95€ bei mir abzubuchen. Na also!

Ich komme immer noch nicht über Anbieter A hinweg und nochmal auf die Bestellung. Mir fällt unten links auf, dass man auch einen Schritt zurück gehen kann. Aha! Und plötzlich schlüsselt sich die Summe auf: Vorauskasse: 4,90€, Paypal: 5,70€ zzgl. 9,90€ Versandkosten. Man kann nicht mal behaupten, es hätte nirgendswo gestanden. Aber 20,50€ Bestellgebühren… ohne mich.

Fazit: Augen auf beim Eierkauf! Unter dem Strich sind langjährige Profis wie amazon, alternate oftmals, aber nicht immer günstiger.

Upgrade

Ich beginne mal mit einem historischen Rückblick – mein Webauftritt seit Anfang der Zeiten.

ca. 1998: Ich beginne unter dem Account bei der Hochschule, wo ich studiere, an meinem Webauftritt zu feilen. Der URL ist noch sehr kryptisch und wird auch kaum von Leuten außerhalb der Hochschule besucht.

2002: www.electro-space.de wird geboren. Gehostet wird die Seite bei freecity.de, die seinerzeit eine kostenlose Domain mit kleinem Webspace anbieten – werbefinanziert. Zumindest kann ich mit meiner Webseite vom Server der Hochschule umziehen. Ende 2003 schläft die Webseite mehr oder weniger ein.

6.5.2005: Mein Blog wird geboren und von blog.de gehostet. Hier wird ab sofort regelmäßig geschrieben. Eine Tradition, die ich nun mittlerweile seit über 5 Jahren aufrecht erhalte.

13.3.2006: Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Meine zweite Domain www.fraktalgrafik.de entsteht. Ist zwar auf aktuellem Stand, doch tut sich da nicht mehr viel. Ist aber die Basis für alles war sich nachfolgende abspielt, denn hier habe ich ausreichend Platz, um zu wachsen. Gehostet bei all-inkl.com.

2.1.2007: Ein ereignisreicher Moment – ich ziehe meine alte und mir sehr ans Herz gewachsene Domain electro-space.de auf all-inkl.com um und trenne mich von meinem alten Blog und schreibe ab sofort in eigener Herrschaft über die Daten unter WordPress weiter. Bis jetzt bin ich damit beschäftigt die alten Beiträge auf meinen Webspace umzuziehen (Stand 15.11.2010 – noch 303 Beiträge im alten Blog).

Anfang 2010: Eigentlich die Geburtsstunde für den nächsten Schritt – als Subdomain von electro-space.de suchen sich die Tripmunks ihren Namen. Dort erscheinen auch die ersten Reiseberichte von China.

14.11.2010: Die Tripmunks sind da – www.tripmunks.net. Hier erscheinen alle unsere Reiseberichte detailgetreu von Kriszta verfasst (und somit auch zweisprachig: ungarisch und deutsch). Eine Mordsarbeit! Heißt aber nicht, dass mein Blog verwaist – nein, hier wird es immer noch meine Kurzfassungen der Reisen geben. Hintergrund: Ich habe jetzt den Vertrag von fraktalgrafik.de so erweitert, dass ich viel mehr Platz für Daten habe und in dieser Erweiterung sind drei Domains enthalten, das Trio ist komplett.

Handy – die 6. Generation

nokia5800Ja, die letzten zwei Jahre mit meinem letzten Handy gingen verdammt schnell rum. Mittlerweile ist es mein 4. Nokia-Handy. Nachdem die eierlegende Wollmilchsau am Anfang durch diverse Abstürze glänzte, die durch ein Update schnell behoben werden konnten, ist mein neues 5800 Express Music (Navigation Edition) schon ein bißchen ein Krampf. Aber so beginnt die Kennenlern-Phase mit jedem neuen Handy, was ich habe.

Anfänglich möchte man natürlich alle Funktionen ausprobieren und landet meistens auf dem Gesicht und muss sich wieder aufrappeln. Dieses schicke Handy wird herstellerseitig mit 400 Stunden Stand-by-Zeit angepriesen. Ja, wahrscheinlich wenn ich es vom Netz trenne und auf “Offline” stelle. Um bei der Realität zu bleiben – seit ich es am Dienstag bekommen habe, musste ich schon zwei mal aufladen. Muss aber zugeben, mich so richtig damit ausgetobt zu haben.

Nächster Schwachpunkt – ein Handy, was den Beinamen “Xpress Music / Navigation Edition” trägt mit 8-GB-Karte auszurüsten, ist etwas schwachbrüstig. Nokia bietet mit den Ovi-Maps in diesem Fall frei zugängliche Navigationskarten und Stimmen an – für die ganze Welt. Die schlagen mit freundlichen 6 GB zu Buche. Da bleibt nicht sonderlich viel Platz für Musik. Und um bei dem Kartenmaterial zu bleiben – die Server bei Nokia sind ein Krampf. Permanente Verbindungsabbrüche, schwache Downloadraten usw. Es sei denn, man möchte die Karte von Albanien, die kommt sofort.

Dass Nokia mit PC-Software auf dem Kriegsfuß steht, war mir nicht neu und das musste ich auch dieses Mal wieder spüren. Die Software ist bei dem Punkt “Kartenmaterial aktualisieren” der Meinung, erstmal alle Karten zu löschen und dann neu herunterzuladen. In Kombination mit den Verbindungsabbrüchen hat man Ruckzuck keine Karte mehr im Speicher. Wer aber weiß, wie man Google bedient, wird ziemlich schnell auf Seiten stoßen, wo man sicher das gesamte Kartenmaterial erstmal auf seinen Rechner ziehen kann und dann nur noch kopieren muss.

Apropos Kopieren – mein altes Nokia war der Meinung, dass der Benutzer garnichts mehr machen darf, sobald das Gerät per USB am Rechner angeschlossen ist. Feiner Zug und wahrscheinlich auch der einzig richtige. Jetzt darf ich nebenbei SMS schreiben, während ich Musik auf das Handy kopiere. Nur sollte ich mich nicht wundern, wenn es beim Kopieren Fehler gibt. Schon garnicht große Dateien draufladen, dann streikt das Gerät sofort. Lieber die micro-SD-Karte rausholen und über einen Kartenleser kopieren.

Und zum Abschluss noch der letzte Kritikpunkt: fehlende Dokumentation! Schaltet mal den Wecker bei einem Nokia 5800 XpressMusic ein und nun? Es huschen zwei Pfeile über den Bildschirm, einer sagt “Stop” und der andere “Schlummern”. Touchscreen – keine Reaktion. Tastensperre lösen – immer noch keine Reaktion. Keine Ahnung, wo man das einstellen kann, aber der Weckton ist in der Lautstärke ansteigend und ist spätestens nach 30 Sekunden brüllend laut. Druck auf die rote Taste – ah, Ruhe! Google ist dein Freund… Ja, Nokia vergaß komplett zu beschreiben, wie man den Lärm abstellt, aber es ist ja so einfach. Das 5800 hat einen Touchscreen und ist damit auch bewegungsempfindlich. Bewegung nach links = Schlummern, Bewegung nach rechts = Stop.

Damit hätte ich ja eigentlich alle offenen Probleme gelöst und nun kann der Spaß mit dem Handy beginnen – auf Arbeit navigieren und Stimme “Hochchinesisch – weiblich” wählen.

Mathematische Indifferenzen

Hallo liebe Softwarenutzer!

Die Wikipedia definiert Software als einen Sammelbegriff für die Gesamtheit ausführbarer Datenverarbeitungsprogramme und die zugehörigen Daten [Stand 2.4.2010]. Also wenn ihr jetzt auf einen Monitor schaut, seht ihr Software. Der Browser ist Software und seine zugehörigen Daten die er anzeigt auch. Ganz gleich, ob ihr in Deutschland, Amerika oder Neuseeland sitzt.

Stellt euch vor, ihr fahrt nach Indien und kauft ein Brot. Ihr wisst, das Getreide muss wachsen, geerntet werden, die Maschinen müssen gebaut und gewartet werden und irgendwann kommt der Bäcker und macht ein Brot daraus. Also im Endeffekt steht menschliche Arbeit dahinter, die ihren Preis wert ist. Und aus diesem Grund ist Brot je nach Land unterschiedlich teuer und dabei sind noch nicht mal die Subventionen in Betracht gezogen. Nur wenn das Brot immer aus dem gleichen Land kommt, sollte der einzige Unterschied im Preis die Transportkosten sein.

Bringen wir das Beispiel mal wieder in die Realität zurück und sagen: Was kostet Adobe Lightroom V2? Geht man in den amerikanischen Shop: $299, im englischen £299 und im deutschen Laden 299 Euro. Und als Versand: Download. Da ich der englischen Sprache mächtig bin, würde ich mich bei einem Umtauschkurs von 1:1,3571 [Stand 2.4.2010] für die amerikanische Version entscheiden, die mich dann nur rund 220 Euro kosten würde. Aber verstehen muss ich das nicht…

Es grüßt euch,

Jan

April, April

Aprilscherze können billig sein, aber dieses Jahr hatten sie eine gewisse Klasse. Am besten gefiel mir, dass die ICANN die Rootserver des Internet für einen Tag abschaltet, weil alle IPV4-Adressen vergeben sind. Es ist zwar offensichtlich, dass man daran zweifelt, aber so verkehrt ist die Idee nicht. Und tauchte auch noch die Nachricht auf, dass man es ein Video über das letzte Experiment am LHC gibt, wo man Wissenschaftler sieht, die an einer nicht bekannten Konsole hantieren und man vermutet, dass damit schwarze Löcher aufgespürt werden sollen. Auch nicht von der Hand zu weisen. Aber Geschichten über Gebühren für E-Mails, die Umbenennung von Google waren schon zu offensichtlich.

Keine Fehlmeldung ist, dass Adobe an der Version 3 meiner “Weapon of choice” für einfache Fotobearbeitung arbeitet. Letztens ist die Beta von Lightroom erschienen und muss wohl einiges an nachträglicher Rauschunterdrückung mit sich bringen.

In den letzten Wochen war ich wieder viel unterwegs, Schulungen, Beratungsgespräche usw. Aber Schulungen laufen nicht ohne einen gewissen Grad von Humor, auch wenn er sehr spezifisch auf Programmierer gemünzt ist. So schnappte ich den Hinweis auf esoterische Programmiersprachen auf. Grund genug, da mal abends im Hotel etwas genauer zu forschen und festzustellen, dass es da wirktlich absonderliche Sachen gibt.

Drei Sprachen gefielen mir von der Idee so gut, dass ich hier mal ein paar vorstellen möchte. Fangen wir mit “Chef” an. Die Idee hinter Chef ist, dass programmieren doch nichts anderes ist, wie kochen. Man nimmt Zutaten, vermischt sie im richtigen Verhältnis und hofft, dass nichts anbrennt. Man schaue sich nur mal das Rezept für die “Fibonacci Zahlen begleitet von Karamelsauce” an – klingt nicht nur lecker, sondern berechnet nebenbei auch noch die ersten 100 Fibonacci-Zahlen.

PietManche behaupten ja auch Programmieren sei eine Kunst und deshalb sind Programmierer auch immer ein Stück Künstler. Und um ein richtiger Künstler zu sein, benutzt man eine Sprache, in der man sich nicht nur logisch, sondern auch grafisch verausgaben kann – Piet. Der Namensvetter für Piet war Piet Mondrian.

Für die etwas groberen, nicht künstlerisch begabten Programmierer, die sich vielleicht mit Taxifahren ihr Studium finanziert haben, ist Taxi die richtige Wahl. Für manche mag es ja wichtig sein, dass alles richtig funktioniert – bei Taxi ist es wichtig, dass die Daten am richtigen Platz landen. Und schon geht es los… “‘Hello’ is waiting at the Writer’s Depot.
Go to Starchild Numerology: west 1st left, 2nd right, 1st left, 1st left, 2nd left.”

Auch wenn es schon einen halben Monat her ist und seither Lena Meyer-Landrut wie eine Plage über die Charts herfällt, ich habe mir das Ausscheidungsspektakel für den Eurovision Song Contest angesehen. Zugegeben Lena polarisiert – entweder man mag sie oder überhaupt nicht. Ich schließe mich der “überhaupt nicht”-Kategorie an. Ich weiß nicht, ob ihr nervöses Gezappel gespielt oder real ist, genau ihre Rolle als kleines schüchternes Schulmädchen. Das hat schon damals Britney Spears auf Dauer keiner abgekauft. Aber kommen wir doch mal zum inhaltlichen Teil – sie kann nicht singen, hat keine Technik und zudem kommt “Satellite” auch noch komplett ohne Melodie aus. Hingegen zog Jennifer Braun mit ihrer Darbietung das Publikum, die Jury mit Ausnahme von Stefan “Ralph Siegel V2″ Raab in den Bann. Selbst die Besucher der Eurovision Song Contest Seite verwiesen Lena auf Platz 3 – und an der Stelle mit einer konkreten Prozentzahl, die ich bei der Sendung vermisst habe. Was bleibt, ist der fade Geschmack einer getürkten Wahl und der Stoßseufzer, dass deutsche Musikohren endlich eigenen Geschmack entwickeln und ihn sich nicht vorgeben lassen.

Yes Tokyo, No Tokyo!

tokyoUnser Urlaubsplan für dieses Jahr steht… zumindest in groben Zügen. Nächstes Wochenende werde ich mich wieder gen Süden begeben und dann Kriszta in Madrid besuchen, die dann eine Woche Sprachschule hinter sich hat. Das Merkwürdige an unseren Urlaubsplanungen ist immer, dass wir zwei Ziele ins Auge fassen und uns dann für ein drittes entscheiden. So auch diesmal. Die Auswahl stand zwischen Mexiko und Japan. Mit Tendenz nach Japan. Aber Japan ist teuer und Japan ist strange. Da muss man sich mit Gepäckfächern als Unterkunft anfreunden und das meist zu Preisen, die auf die Dauer ganz schön teuer werden könnten.

Also schaut man sich auch mal nach Hostels um und wird relativ schnell fündig. Auch wenn wir jetzt nicht nach Japan fahren, ist die Webseite des Tokyo International Hostel einfach nur genial. Man stelle sich eine gemütliche Mittagspause am Wochenende vor, man legt sich aufs Ohr und mitten in die Stille diese Webseite… “Welcome – to – Tokyo International Hostel. Tokyo, Tokyo….. Yes, Tokyo!” Ein definitiver Ohrwurm.

Und nun zieht es uns nach China. Es geht von Peking auf eigene Faust nach Hongkong. Ich träume vom Li Shui, der Terrakotta-Armee in Kaiser Qins Mausoleum, der Chinesischen Mauer und natürlich von den Städten. Mal sehen, was wir davon alles schaffen. Natürlich wäre ein Besuch in Tibet der Kracher, aber das geht nur mit Reisegruppe und würde wahrscheinlich den gesamten Urlaub auffressen. Aber die Beantragung des Visums muss man sich mal geben:

  • Nur persönlich oder per Vollmacht zu beantragen, Briefweg ausgeschlossen (die Botschaften sind in Frankfurt, München, Hamburg und Berlin)
  • durchschnittliche Bearbeitungsdauer = 4 Tage, Abholung auch nur persönlich oder per Vollmacht; Bearbeitung in einem Tag möglich, kostet dann aber gleich mal das Doppelte
  • frühestens 50 Tage vorher
  • Öffnungszeiten: täglich von 9-12 Uhr (Abgabe bei Bearbeitung am gleichen Tag bis spätestens 11 Uhr)

Hab da heute schon mal vortelefoniert – ja, das mit der Vollmacht ist definitiv, wäre schon blöd, wenn man einen Tag Urlaub verheizt, nur um ein Visum zu beantragen.

Das doppelte Lottchen

doppeltes lottchenAlso gleich mal zu Beginn: Don’t try this at home kids! Ein absolutes No go für externe Festplatten ist ja der Betrieb mit dem falschen Netzteil. Wenn nichts reagiert und es auf einmal verschmort riecht, ist das wirklich kein gutes Zeichen. So geschehen mit Krisztas Festplatte, als wir zwischen Weihnachten und Neujahr unterwegs waren und zwar die Festplatte mit hatten, aber das Netzteil vergessen hatten.

Noch blöder, wenn auf der Festplatte sämtliche Digitalfotos, die jemals gemacht wurden, gesichert sind. Da bieten sich nur mehrere Szenarios an, wenn man die Daten wieder haben möchte.

  • Platte zu einer Datensicherungsfirma einschicken (Pro: man hat die Daten wieder, Kontra: jenseits der 1.000-Euro-Grenze)
  • mit den Plattenbezeichnungen jonglieren und Ersatzteile, wie z.B. die Steuerungsplatine finden (Pro: Akzeptable Lösung, Kontra: Hohes Risiko, dass die Platine nicht passt, hohes Risiko, dass man das Geld zum Fenster rauswirft, falls es nicht nur die Platine erwischt hat, außerdem liegen die Kosten ungefähr beim Neupreis der Platte selbst)
  • baugleiche Platte finden (Pro: akzeptabler Preis, komplettes Ersatzteillager, Kontra: ähnlich wie bei der Platine – man kann sich die Platte nur noch mehr kaputt machen)

Wir hatten unglaubliches Glück, dass zu dem Zeitpunkt (20 Stunden) eine Auktion einer baugleichen Platte auslief, die wirklich nur einen Tag später produziert wurde. Ich musste jetzt nur noch einen neuen Koffer mit entsprechenden Bits kaufen, um die T8-Torx-Schraube lösen zu können. Und der Rest ging schnell – Platine wechseln, Platte anschließen, chkdsk laufen lassen, fertig! – alle Daten gerettet. Kinders, man kann nicht zu oft sagen: Macht Datensicherungen!