Das Leben nach der CD
Lange habe ich mich gesträubt, aber es führt kein Weg dran vorbei – die CD ist tot. Angefangen hat alles vor der Weltreise, als ich meine gesamte Sammlung von CDs und Platten digitalisiert habe und diese in MP3-Form mit auf Reise genommen habe. Seit der iPod classic dazu kann, wurde das Ganze noch portabler und nun frage ich mich: Kaufe ich noch CDs?
Natürlich ist es schön, die Scheibe im Schrank stehen zu haben, aber wenn jetzt alles digitalisiert ist und ich nur noch die digitalen Abbilder abspiele, warum dann noch neue Platten kaufen? Bis jetzt lief es ja ganz gut, weil es Händler bei amazon gibt, die neue CDs im Bereich von 8-10 Euro anbieten. Gut, der Versand dauert 1-3 Wochen, aber die CDs sind wirklich neu. In letzter Zeit stehe ich aber immer häufiger vor dem Problem, dass die CDs kaum unter 10 Euro zu erstehen sind und somit ein digitaler Erwerb immer mehr in Frage kommt. Außerdem habe ich bei meinen letzten Ersteigerungen bei ebay festgestellt, dass man Klassiker mittlerweile für nahezu gratis bekommt, d.h. die Wertsteigerung ist auch hinüber. Also nahm ich mal diverse Portale unter die Lupe…

Ist ja nicht so, dass ich dem Ganzen immer ablehnend gegenüberstand, aber es war einfach finanziell nicht lukrativ. Ich pickte mir als Beispiel: Ben Klock – One (Ostgut Ton) heraus. Als erstes besuchte ich Beatport, hier lag der Preis bei 9,27€. Verglichen mit dem Gebrauchtpreis für eine CD von 8,15€ bei amazon.de völlig unrentabel. Inklusive Versand hätte ich für 2 Euro mehr die CD in meinen Händen. Also weiter… nächste Station: Bleep. Ursprünglich der Versand von Warp Records, ist Bleep längst Label unabhängig geworden und auch dort fand ich den gesuchten Download für 9,99€. Ein bißchen musste ich grübeln, bis mir der Name des nächsten Stores einfiel. Irgendwas mit Cat… es dauerte eine Weile, bis mir boomkat wieder in den Sinn kam. Ein britischer Laden, der nur in Britischen Pfund anbietet und dort kam das Album auf erstaunliche 6,99 GBP (8,41€). Danach besuchte ich noch meinen alten Plattenladen, wo ich früher Vinyl bestellt hatte: web-records.com. Die sind ziemlich weltfremd und kannten das Album von Ben Klock garnicht erst.

Das war ein guter Zeitpunkt, um sich mal Gedanken über das Medium MP3 Gedanken zu machen. Mit welcher Bitrate wird überhaupt gehandelt? Beatport blieb mir die Antwort schuldig, alle anderen antworteten mit 320kBps. Ich gab nicht auf und befragte das Internet: Gibt es noch jemanden, der etwas mit Ben Klock anfangen kann? Erste Antwort: iTunes Store – ich war überrascht, hier hätte ich nur kommerzielle Produkte vermutet. Hier der Preis für das Album: 8,99€. Die Überraschung wuchs…

Zum Abschluss noch ein zweiter Test mit Hardfloors – 20-Two decades of Hardfloor. Hier gewann mit Abstand amazon.de, aber nicht weil dort die CD am günstigsten war, nein, hier lag der Download für das Dreifachalbum bei 12,49€, was 3 Euro unterhalb der preiswertesten gebrauchten CD war. Erkenntnis des digitalen Ausflugs: Wie mittlerweile bei allen Produkten kann man sich nicht mehr auf einen Laden des Vertrauens verlassen, sondern überall mal nachschauen. Gibt es eigentlich schon eine Suchmaschine über MP3-Verkäufe?
Satte Bässe
Öfters verirrt sich eine Mail, die eigentlich normal in den Posteingang gehört, in den Spamordner. Deswegen schaue ich dort regelmäßig nach. Und ich staunte nicht schlecht, als ich dort einen Newsletter von Sutemos vorfand. Nach knapp zwei Jahren Stille meldete sich das Label mit einem Release von Daniel Blomqvist “Duskhugger” zurück.
Wenn man auf Reisen ist, hat man bei einem Paket von 200MB ein kleines Problem. Ich probierte es immer wieder und scheiterte. Ausgerechnet im Badeort Mui Ne, wo ich es am wenigsten erwartete, hatten wir eine Datenrate von ca. 300kB/s und in wenigen Minuten landete das ZIP-File auf meinem Rechner und wenig später auch auf meinem Player. Ich war vom Stil, als auch von der Qualität begeistert. Es bewegt sich im Bereich Dub, Dubstep und Drum’n'Bass mit gewaltigen Bässen. Wenn es das Teil auf CD geben würde, hätte ich es sofort gekauft, aber so wird es zum permanenten Bestandteil auf meinem Player.
Ein Ei gelegt
Nichts gegen meinen alten MP3-Player. Den hatte ich mir Anfang 2007 geholt (damals für einen Haufen Geld). Der hatte ein schönes Metallgehäuse, 2GB und ein Farbdisplay – was ich allerdings nie so richtig brauchte. Super war die schöne lange Laufzeit. Manchmal hatte ich ihn eine ganze Woche ca. 10 Stunden am Tag im Einsatz und trotzdem hielt der Akku tapfer durch.
Jetzt aber auf der Weltreise wurden neue Maßstäbe gesetzt. Ich hatte meine gesamte Sammlung digitalisiert, die idealerweise auch noch auf einen Player draufpassen sollte. Aufgabe: Finde einen MP3-Player, der dem alten Player das Wasser reicht und zusätzlich auch noch mehr als 32GB Speicher haben sollte. Sahnehäubchen der Funktionalität wäre das sogenannte Scrobbeln – der Player kann sich mit last.fm austauschen.
Wer sich mit last.fm auskennt wird schnell feststellen, dass die Auswahl da sehr eng wird. Unterstützt werden: Windows Media Player, Winamp und iTunes. Mit einem iPod Touch hatte ich ja schon geliebäugelt, aber das war mir doch ein bißchen zu teuer und nachdem ich von Alex hörte, dass die Batterie sehr schnell schlapp macht, fiel der schon fast nicht mehr in die engere Auswahl. Bis ich den iPod Classic entdeckte – stolze 160GB Speicherplatz und mehr als 44 Stunden Laufzeit im Test. Da lässt sich auch der Preis verkraften, gerade wenn man im Ausland ist und tax free einkauft und so unterm Strich knapp unter 200 Euro für ein neues Gerät hinlegt (Original – kein Fake!)
Lehrreich
Das Lager der digitalisierten Tonträger wächst und wächst. Wo ich langsam 50 Stück überschritten hatten, stellte sich die Frage: Was ist das beste Ordnungssystem? Alle Alben parallel neben einander geht nun beim besten Willen nicht. Schubladen wollte ich auch nicht aufmachen, weil ich es als schwer empfinde, Musik in eine Schublade zu stecken. Beispiel gefällig – Wo würdet ihr KLF einsortieren? Pop, Euro-Dance, Techno? Wer “High Fidelity” gesehen hat weiß, dass alphabetisch garnicht geht, deswegen entschied ich mich für das Erscheinungsdatum.
Ich finde es hochinteressant zu sehen, wie sich die Verteilung in den Verzeichnissen mit den Jahren entwickelt. Wie ich letztens schon geschrieben habe, höre ich gerade alles an, was bis jetzt 2 mal bei mir abgespielt wurde. Sind natürlich mit hoher Wahrscheinlichkeit Platten, die ich relativ neu gekauft hab und deshalb liegt der Schwerpunkt momentan zwischen 2007 und 2010, streut aber schon bis 1991.
Ich behalte dabei auch immer ein Auge offen, wie sich mein Profil bei last.fm entwickelt. Witzig sind dabei die “Nachbarn”, d.h. Leute mit ähnlichem Musikgeschmack. Und interessant dabei ist, wer damals Future Sound of London, Aphex Twin, Autechre usw. gehört hat, hört auch heute den gleichen Kram wie ich auch. Ist für das Individuum grauenhaft, verschafft aber ein tröstliches Gefühl von Gruppenzugehörigkeit.
Aber manche Sachen muss ich nicht verstehen. Zur Zeit läuft bei mir Professor Kazkaz “Algorhythms”. Eine relaxed laufende Scheibe, die auf Mikrolux erschienen ist. Und was meint last.fm dazu? 7351 gescrobbelte Titel von Professor Kazkaz (Stand 12.2., 10:44 Uhr)! Geht man davon aus, dass es nur dieses Album gibt, würde das bedeuten, dass dieses Album seit 2007 (unter der Aufsicht von last.fm) gerade mal 525mal gelaufen ist. Und schon ist die Individualität wieder hergestellt.
electro-space als Tag cloud

Tag cloud
Scrobbler installiert (das ist ein Programm + Plugin, was sich in den Mediaplayer deiner Wahl einklinkt und dann die Titel überträgt) und schon sieht man hier, was ich höre. Beeindruckend, dass die Tag cloud schon nach 500 Titeln so aussieht, wie sie vermutlich auch nach 10.000 Titeln aussieht. Dabei laufen bei mir aber nur die Titel, die ich von Netlabels für meinen Podcast heruntergeladen habe bzw. Zeug, was schon seit Jahren auf meiner Platte liegt und mal gehört werden will. Und obwohl ich schon relativ gut vorangekommen bin, lagern hier immer noch weit über 50 GB an Musik.
Eigentlich bin ich ja skeptisch, wenn es darum geht, persönliche Daten ins Internet zu übertragen, aber auch nur, wenn ich daraus keinen persönlichen Vorteil ziehen kann. last.fm hat die Seite ja auch nicht zum Spaß aufgebaut, damit Millionen von Nutzern ihre Datenbanken füllen. Es geht schlicht und einfach darum: Du hörst Aphex Twin, probier es doch auch mal mit Autechre. Und genau darum geht es mir auch und ich erziele eine gewisse Streuung durch die Musik, die ich über Netlabels bekomme.
Zusätzlich gab es einen initialen Funken, der in mir zündete und sagte: Digitalisiere doch mal deine Sammlung! Seit dem läuft, immer wenn eine CD oder auch Schallplatte(!!!) durch ist, eine Digitalisierung drüber. Wird wohl wieder so ein Mammutprojekt, was nie fertig wird, aber trotzdem Spaß macht. Und unerlässlich dabei ist meine Plattenverwaltungssoftware, die mir unermüdlich ausspuckt, was ich lange nicht gehört habe. Ich sag es mal so… ich habe Platten gekauft, die habe ich eingegeben, mal angehört und seit dem liegen sie in der Plattenkiste.
Parallel dazu stelle ich meine Charts auf den Kopf. Meine Plattenverwaltung kann mir eine Liste ausgeben, welche CDs ich wie oft gehört habe. Die beste kommt auf 73 mal, die schlechtesten auf 0 und ungefähr die Hälfte meiner Sammlung wurde 10mal oder weniger abgespielt. Mittlerweile habe ich die Nuller und die Einser schon auf zwei angehoben und bin froh, wenn ich manche Platten nicht mehr so oft hören muss (was eigentlich schon potenzielle Kandidaten wären, die wieder aussortiert gehören). Und ich habe schon mal auf die 3fach abgespielten geschaut… fast ausschließlich Vinyl.
Rock music killed the Disco star
Ich hatte am Wochenende ein wenig Zeit und habe mir die letzte de:bug zur Hand genommen und mich durch den riesigen Beitrag zum Thema “Disco” gekämpft. Es gab viele Fakten, die mir bekannt waren, aber auch einiges, was mich erstaunen ließ und mir einige Fragen zum Thema Musikgeschmack beantwortete. Ich beginne erstmal mit den known facts…
Ich wußte, Disco war in den 70er Jahren populär, hatte seinen Ursprung in Amerika, bevorzugt in der homosexuellen Szene. Und in diesen wenigen Worten steckt schon alles, was man für die Schlussfolgerungen benötigt. Was daran neu war: Mann achtete auf sein Aussehen! Logisch, denn wie hebt man sich optisch hervor, wenn man unter Jungs Aufmerksamkeit erregen will? Bestimmt nicht mit einem Bierbauch und einem T-Shirt, wo man die Speisekarte der letzten Woche sieht. Der Artikel in der de:bug bezieht sich da exemplarisch auf John Travolta in “Saturday Night Fever”. Kurzum, Disco wurde auch plötzlich für Frauen interessant – die Musik war nicht so hart wie Rock und es gab jede Menge, wenn vielleicht auch nicht paarungswillige, aber gutaussehende Männer.
Und alles was Erfolg verspricht und man nur tatenlos zusehen kann, hat seine Neider. Argumente fanden sich viele – synthetische Klangerzeugung, Schwule usw. Und so entstand die Bewegung “Disco sucks!” In der Zwischenzeit schwappte die Disco-Welle auch nach Europa, fiel dort aber auf eher fruchtbaren Boden, denn die homophoben Tendenzen waren weitaus weniger ausgeprägt. Besonders interessant: Man überlege, wo die ersten Clubs entstanden… es war rein zufällig auch in den Städten, wo amerikanische Truppen stationiert waren. Aber es kam, wie es kommen musste – Disco wurde der Kampf angesagt und das Ganze gipfelte 1979 in der “Disco Demolition Night”, die von Steve Dahl initiiert wurde. In einer Halbzeit eines Baseballspiels wurden in Chicago 90.000 Discoplatten aufgehäuft und anschließend in die Luft gesprengt.
Was damit in Amerika das Sterben von Disco einläutete, lebte als House und Techno weiter. In Amerika eher im Untergrund, in Europa offener. Unverständlich für mich, aber durchaus an der Tagesordnung sind auch hierzulande schräge Gesichter, wenn man sagt, was man hört. Es ist nicht ein “Ich mag das nicht, aber wenn du meinst…” sondern eher ein “Ach, Musik nennst du das?” Nur vergesse ich dann regelmäßig zu fragen, was ihnen bekannt ist, wenn sie an House und Techno denken. Wahrscheinlich irgendwas wie Scooter, Westbam, Marusha oder noch schlimmer… 2 Unlimited. Ist ja ungefähr so, als würde ich Oasis und beispielsweise The White Stripes in einen Topf werfen.
See no evil, speak no evil – hear evil!
Nett gemeinter Hinweis an alle Podcast-Hörer… Bitte hört den Podcast nicht in folgenden Situationen:
- wenn ihr Kopfschmerzen habt
- wenn ihr zärtlich zu eurer Freundin / eurem Freund sein wollt
- wenn ihr geplant habt, schlafen zu gehen
- wenn ihr gerade in einer 80er Zone auf der Autobahn seid
- wenn ihr gerade Aggressionen gegenüber einem Lebewesen oder einem Gegenstand hegt
Ansonsten wäre es vielleicht noch schön zu wissen, dass der Podcast extrem rasant entstanden ist. An 2 Nachmittagen hab ich den kompletten Backstock von zwei Labels durchforstet, die besten (und ich will mal sagen, die sanftesten) Tracks rausgesucht und zu einem Mix verwurstet.
| Nr. | Startzeit | Titel |
|---|---|---|
| 1 | 00:00 | Integer – Decibel (Zardonic – ZRD017LP) |
| 2 | 04:08 | alex.mind – Just believe (Brutal Attack Records – BRA031) |
| 3 | 07:46 | Kyk the assbreaker – People = shit (Brutal Attack Records – BRA006) |
| 4 | 11:53 | Venom218 fest. Lugert – Emotions (Brutal Attack Records – BRA017) |
| 5 | 18:27 | Switch Technique – Inner Order (Zardonic Remix) (Zardonic – ZRD011EP) |
| 6 | 24:41 | alex.mind – Pandemic (Brutal Attack Records – BRA031) |
| 7 | 27:56 | Tima – Reece (Brutal Attack Records – BRA014) |
KLF… aha? Aha!
Ich saß am Sonntag Abend noch im Bett und habe die letzten Beiträge für unseren China-Trip, die Kriszta geschrieben hat, Korrektur gelesen. Und nebenbei habe ich meine Wunschliste mal durchgehört und als ich durch war, habe ich überlegt – gibt es keine gescheite Musik mehr? Bin ich zu alt für das neue Zeug?
Also klapperte ich die Webseiten ab, ob nicht irgendeiner von meinen alten Stars nicht doch mal wieder was veröffentlicht hat. Nicht die Bohne… Was ist eigentlich mit den Totgesagten? Leben die nicht vielleicht doch wieder? KLF – ja, die waren doch mal richtig cool. Die Krönung des Kommerz gewordenen Indies. Nein, da war auch nichts zu holen.
Aber durch einen dummen Zufall stolperte ich über eine Seite, die den 23. Geburtstag der Justified Ancients of Mu Mu mit einem Shirt zu würdigen wussten. Doof nur, dass die Initiatoren nur Bestellungen bis zum 30.6. angenommen haben. Ach was!!! Wer nicht wagt, der nicht gewinnt und mehr als dumm fragen kann man nicht. Und siehe da, die Gegenseite zeigte sich extrem hilfsbereit und rief in der Produktionsstätte der T-Shirt-Produktion an und da konnte sich noch ein Shirt einschieben lassen. Meine Güte, so viel Schwein muss man haben.
PS: Happy Birthday – Justified Ancients of Mu Mu!
Salsa, alte Bekanntschaften und Schlafsackhippies
Eins habe ich mir vorgenommen – wöchentlich Updates im Blog. Es kann nicht sein, dass hier nur sporadisch was kommt. Ein bißchen Regelmäßigkeit muss schon sein. Wie ich das natürlich mit den Reiseberichten mache… Ich denke mal, ich werde das auf einen Beitrag zusammenschrumpfen und nur über die Highlights berichten. Alles weitere wird seit den Dolomiten analog dokumentiert.
Heute Morgen bin ich beim Kraftfuttermischwerk über das Video von Jeff Desom zu Hauschkas “Morgenrot” gestolpert. Ich hatte schon mal was über Hauschka gelesen bzw. in das Album reingehört, aber es wollte mich nicht so richtig bewegen. Aber das Video dazu… seht selbst.
Diese Woche war unser zweiter Salsakurs. Wir haben einen dreiwöchigen Einsteigerkurs gebucht, der hier regelmäßig in Bamberg abgehalten wird. Nachdem wir auf Kuba die Grundlagen lernten, haben wir jetzt die Möglichkeit die offizielle Version kennenzulernen. Das Lerntempo ist stellenweise gefühlt etwas langsam, aber wenn es dann mal losgeht, sind wir Feuer und Flamme. Und das wir ein Gefühl für Salsa haben, scheint durch die Fragen, ob wir schon länger tanzen oder ob wir schon öfter einen Salsakurs besucht haben, bestätigt zu werden. Aber selbst wenn es 20 Uhr ist – bei 30°C geht es beim Tanzen schon sehr hitzig zu, da helfen auch geöffnete Fenster kaum.
Mein letzter Artikel zum Thema Auktionen rächte sich gleich am nächsten Tag. Nichts ist anstrengender wie Kunden, die nach Ende der Auktion verhandeln – angefangen bei den Versandkosten, bis hin zum Artikel, auch wenn alles in der Auktion drin stand. Ich meine, diese Nachricht ist schon zum Brüllen komisch, aber mal im ernst: Wie reagiert man auf solche Nachrichten?
Hallo,der Schlafsack ist gestern angekommen,es ist ja uch alles wunderbar,nur hast du eine ganz schöne Duftnote hinterlassen (Parfüm)?
Also ich brauche den Schlafsack für Tierbeobachtungen in der Natur also im Wald,und ich weiß nicht op du schonmal im wald gewesen bist,aber dort ist die Luft unglaublich rein,
und der Gruch des Sclafsacks würde weite Wege ziehen und Tiere vernhalten.Ich bin halt auch so ein öko hippi typ und benutze nur bbio shampoo und absolut nichts chemisches wie parfum) usw.,ich habe den Sack 1 Tag an die frische Luft gehängt,aber jetzt ist mein Zimmer wieder mit dem Pafrfüm Geruch durchflutet,Es ist ja ein schöner Geruch aber ich werde ihn reinigen lassen müssen um damit in die Natur zu gehen ,ich habe mich erkundigt,es wird ziemlich teuer,kostetet 20-40 und Porto noch dazu,selber machen ist zu riskant,
also kannst du etwas dzusteuern? Wir könnten uns einigen die Transaktion nicht abgeschlossen zu haben,somit spart du die ca.5 Euro [xxx] Gebühren.
10€ ? Bitte
Also bin ich ganz brav gewesen und habe höflich, aber bestimmt erklärt, dass eine Reinigung meinerseits nicht finanziert wird, worauf ich die Antwort erhielt, dass der Käufer ohnehin nicht das Geld für die Reinigung hätte. Ist das die Internetvariante von “Haste ma nen Euro übrig?”
Von Zeit zu Zeit logge ich mich ja mal via Webinterface bei meinem EMail-Provider ein, der jetzt eine einheitliche Zierleiste an das obere Ende genagelt hat. Ich wäre nicht im Traum darauf gekommen, da genauer hinzusehen, aber da war ein rotes Pünktchen auf das ich neugierig geklickt hab – ahhh, hier kann man auch chatten und ich wurde in die Kontaktliste aufgenommen. Am anderen Ende – ein bekanntes Ehepaar, dass ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen, gehört oder gelesen hab. Nachdem wir erstmal kurz Nachrichten ausgetauscht haben, habe ich mich heute Morgen hingesetzt und mal die Ereignisse der letzten Jahre zusammengetippt, seit 2005 ist schon ein bißchen was passiert. Und vorhin erhielt ich dann Antwort. Ich überlege, wenn wir das nächste Mal in Dresden sind, vorbeizuschauen…
Alter Sack

Da ahnt man nicht Schlimmes und auf einmal tauchen Mails auf: Warp wird 20! Nicht nur, dass man die ersten Releases von Warp kennt, nein – man ist auch noch aus der Zeit und hat die Veröffentlichung mitbekommen.
Und nun veröffentlicht Warp eine Box, die man jetzt bestellen kann, die aber erst im Herbst verschickt wird – die Jungs kennen ihre Fans ganz genau. Ich habe das bei mehreren Veröffentlichungen mitbekommen, ich denke ganz gerne an die “Drukqs”-Veröffentlichung zurück, wo ich mich im Nachhinein geärgert hab, da nicht zugeschlagen zu haben, als die 4fach Heavy-Vinyl-Box rauskam. Doch das Teil hier ist ein optischer, als auch akustischer Leckerbissen…
- Warp20 (1989 – 2009) The complete catalogue
auf 192 Seiten gibt es im 10″-Format die Cover sämtlicher vergangenen Releases - Warp20 (Chosen)
Ein Doppel-CD-Pack mit CD 1: 10 Titel von Warp-Fans gewählt und CD 2: 10 ausgewählte Titel von Warp-Gründer Steve Beckett - Warp20 (Recreated)
2 CDs voll mit Cover-Versionen bekannter Warp-Songs - Warp20 (Unheard)
Drei 10″-Platten mit bisher unveröffentlichtem Material von z.B. Autechre oder Boards of Canada - Warp20 (Elemental)
Ausschnitte und Schnipsel von 20 Jahren Warp zu einem 1-stündigen Stück neu zusammengefügt - Warp20 (Infinite)
Zwei 10″ voll mit Loops von Warp-Tracks
Ich komme mir vor wie ein Kind im Bonbon-Laden… Fassen wir mal zusammen: Ein Buch, 4 CDs und 5 Platten und das alles in der Sammlerbox für 100 Euro (Vorverkaufsrabatt)… meins!

