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Gefährliches Halbwissen

Category: Fotografie

Chips zum Geburtstag

pokerchipsLetzten Donnerstag bin ich mehr oder weniger erholt wieder auf Arbeit gegangen. Ein bißchen steckte die Grippe noch in meinen Knochen, aber daheim wäre das auch nicht schneller besser geworden. Am Freitag ging es dann Richtung Sprendlingen. Als ich das einem Kollegen erzählte, meinte er, dass es doch ziemlich gewagt ist, Freitag Nachmittag auf der A3 zu fahren. Ich lächelte und meinte, dass ich die Strecke schon öfters gefahren bin und noch nie in einen Stau geraten bin. Nun ja, bis zu diesem Freitag. Nach 2 Stunden Fahrt war ich dann an Würzburg vorbei. Stop & Go, mal 1. Gang, mal Tempo 60. Weitere zwei Stunden später kam ich dann an, leicht entnervt, aber mit einem schönen Erlebnis – denn wenn der MP3-Player zufälligerweise Wolfsheim spielt, während man durch Wolfsheim fährt, hat das schon was.

pokerfaceNach einem Chili con carne, was von mir als mild eingestuft wurde, wurden die Chips ausgepackt und wir pokerten noch ein paar Stunden. Irgendwann (es war wohl schon 3 Uhr durch) fielen wir in die Betten. Ich wurde am nächsten Morgen von heftigen Poltergeräuschen geweckt. Emma war angekommen, fegte über die Terrasse und stellte die Stühle um. Ich ließ mich davon aber nicht beeindrucken und schlief weiter. Glücklicherweise ließ das schlechte Wetter im Laufe des Tages nach und am Abend konnten wir dann lecker gegrillte (und teuer erkaufte) Steaks und Bratwürste genießen. Ein schöner Abend mit viel Lachen, Spielen und jeder Menge Fotos.

Nachdem sich der harte Kern irgendwann gegen 4 Uhr doch ins Bett traute, schlummerten wir am nächsten Morgen etwas länger und nach einem ausgiebigen Frühstück ging es dann für mich wieder heimwärts. Die Autobahn war frei, der Wind war noch etwas hartnäckig, aber ansonsten hatte ich freie Fahrt. Und es wurde ein neuer Termin gesetzt – Ende März heißt es mal wieder: LA(H)N-Party.

Postkarten

postcrossing44Oops, Zeitloch! Schon wieder Anfang Februar? Dabei hatte der Januar doch (lt. Horrorskop) so viel versprochen. Wo war das klärende Gespräch Anfang Januar und wo ist die neue Liebe Mitte Januar geblieben? Muss ich denn er wieder böse Briefe schreiben? Nee, nee – das lass ich mal lieber, die wurden letztes Jahr ziemlich plötzlich umgesetzt.

Diese Woche mußte ich gedanklich und real erst ein paar Termine hin und her schieben, da ich ab 11. Februar erstmal Schulung habe, günstigerweise auch immer Donnerstag abends. Mit meiner Klavierlehrerin konnten wir uns nach langem Überlegen auf Samstag früh einigen, aber es ist ja nicht für ewig. Gleich mal noch einen Eintrag nachschieben – Rüedi muss im März zum TÜV, das sollte ich auch mal berücksichtigen. Und es würde ihm mal gut tun, wenn mal wieder jemand unter seine Haube schaut. Er entwickelt in letzter Zeit doch sehr merkwürdige Eigenheit. Ist es kalt – quietscht der Keilriemen, ist es nass – lagert sich Wasser an den Zündkabeln an und gibt es plötzlich nur noch halbe Kraft voraus. Blöd nur, wenn das auf der Autobahn passiert, während man mitten im Überholvorgang ist. Ist aber laut Werkstatt nicht kritisch, wird beim TÜV mit erledigt.

Freitag Abend kam ich heim und fand dann einen Zettel im Briefkasten, dass meine Postkarten eingetroffen sind. Schnell im Haus geklingelt und schon hatte ich ein winzig kleines Päckchen in der Hand – da sollten 1.000 Fraktalpostkarten drin sein? Tatsache, 10 kleine Bündel á 100 Karten. Der Druck ist richtig Klasse geworden und ich würfelte meinen Plan um und beschloss den nächsten Morgen nach Bad Staffelstein zu fahren. Gesagt, getan. Ich lud noch meine Kamera mit ein, in der Hoffnung, dass ich vielleicht noch ein paar schöne Bilder machen kann. Daraus wurde nichts, als ich auf der Autobahn war, wurde es dunkel und es fing an zu schneien. Aber was haben die Postkarten jetzt mit meinem Besuch in Bad Staffelstein zu tun? Ganz einfach: Da gibts eine nette kleine Buchhandlung, in der ab sofort meine Postkarten erhältlich sind.

spaziergang 20080203

Und da sich das Wetter nicht besserte, lümmelte ich mich auf die Couch. Mein altes Videoarsenal schlug mir “… und täglich grüßt das Murmeltier” vor. Einverstanden, den hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. Ich könnte jetzt auch behaupten, ich habe den Film gesehen, weil der Murmeltiertag in dem Film am 2.2. ist, aber das wäre totaler Quatsch und ihr würdet mir das sicherlich auch nicht glauben.

Dafür war der heutige Tag um so besser! Schon wo ich gestern Nachmittag von einem kurzen Einkauf heimkehrte, klarte es auf und so blieb es auch. Zum späten Vormittag packte ich dann meine Sachen zusammen (Fotoapparat, MP3-Player, Wasser) und machte mich auf den Weg zur Altenburg. Unterwegs fiel mir ein, dass ich vor ziemlich genau einem Jahr schon einmal die gleiche Wanderung unternommen habe. Außerdem wollte ich schon mal erste Ausrüstungstests für Norwegen machen. Ergebnis bei 4°C im Schatten – Jacke und Schuhe halten warm. Und natürlich machte ich einige Bilder. Nächste Erkenntnis, die ein für alle Mal für das RAW-Format spricht: Wenn man vergessen hat, den Weißabgleich vom Vorabend wieder zurückzustellen, hat man bei allen anderen Formaten verloren, bei RAW interessiert das nicht die Bohne.

Kameraspielereien

kamera test 01aDa das Wetter momentan überhaupt nicht zu Aufenthalt draußen einlädt (es regnet, schneit oder stürmt oder alles zusammen), mußten meine ersten Kameratests mit der EOS 400D indoor stattfinden. Natürlich hilft das nicht über einen richtigen Praxistest hinweg, aber zum Sammeln erster Erfahrungen in Sachen Bedienung und Einstellung ist es schon sehr hilfreich. Das erste Bild habe ich an einem Wochentag morgens in meiner Küche gemacht, d.h. draußen war es dunkel und die einzige Lichtquelle war meine Lampe in der Küche. Für das Foto habe ich kurzerhand einen Artikel aus meiner de:bug bemüht. Alle Bilder habe ich im Raw-Format gemacht, denn ich wollte herausfinden, wie stark das Rauschen bei den unterschiedlichen ISO-Einstellungen ist. Hier die Bildausschnitte der entstandenen Aufnahmen.

kamera test 01b

Das hier eingefügt Bild ist im PNG-Format, um keine Störungen durch zusätzliche Kompression zu erhalten. Bei ISO 1600 und 800 ist das Rauschen schon sehr auffällig, kommt aber ab ISO 400 in einen akzeptablen Bereich. Zur Beachtung: Die Bildausschnitte wurden bei 100% betrachtet und was man hier sieht, wäre also der Ausdruck eines A3-Posters bei 300dpi. ISO 100 und 200 unterscheiden sich nur noch minimal, wobei ich bei Küchenlicht und ISO 100 kein scharfes Bild mehr aus der Hand machen kann, eine Zehntel Sekunde hält man nicht unbedingt ruhig – schon garnicht, wenn man gerade Kaffee getrunken hat.

kamera test 02aDas nächste Motiv sollte mir bei den Einstellungen der Bildgröße behilflich sein. Wählt man ein kleines Bildformat, hat man die Chance, mehr Bilder auf die Karte zu speichern. Bevorzugt man das RAW-Format der Kamera, könnte man zwar weniger Bilder, aber dafür in viel höherer Qualität machen. Und das sind bei weitem keine Peanuts. Auf eine 2-GB-Karte passen ca. 2.600 kleine Bilder mit normaler Komprimierung, jedoch nur 180 im RAW-Format.

Für das Bild habe ich jeweils das gleiche Motiv genommen und unterschiedliche Bildausschnitte genauer unter die Lupe genommen. Die Bilder wurden jeweils mit ISO 1600 gemacht. Der Weißabgleich wurde vorher mit einem weißen Blatt Papier manuell an der Kamera gemacht, da ein optimaler Weißabgleich nun mal nur bei RAW-Format möglich ist. Das rote Rechteck zeigt den Bereich, den ich beim kleinen Bildformat untersucht habe und das blaue Rechteck für das große Bildformat. Auch hier wieder die nachfolgenden Bilder im PNG-Format, da es hier speziell um den Qualitätsverlust durch Komprimierung geht.

kamera test 02b

Es war bei 100% Bildbetrachtung nahezu unmöglich beim kleinen Bildformat einen Unterschied zwischen den beiden Komprimierungsstufen zu finden. Erst bei 3facher Vergrößerung wurden die typischen 8×8 Bauklötze bei JPEG’s bei der normalen Komprimierung sichtbar. Welche Kompressionsraten für “normal” und “fein” ausgewählt wurden, konnte ich zumindest laut Handbuch nicht in Erfahrung bringen.

kamera test 02c

Einfacher war die Suche da schon beim großen Bildformat. Dort sah man die Detailunterschiede schon bei 100%. Nur das RAW-Format tanzte aus der Reihe, denn wenn ich bei entsprechenden Lichtverhältnissen eine andere ISO-Einstellung gewählt hätte, wäre die Spirale wahrscheinlich noch schärfer geworden.

Zusätzlich zu den ganzen Bildgrößen bietet die Canon EOS 400D noch eine Kombination aus großem Bildformat und RAW-Bild, wobei bei jedem Foto jeweils beide Bildformate auf die Karte geschrieben werden. Ideal ist es natürlich, im RAW-Format zu fotografieren, hat aber den entscheidenden Nachteil, dass man eine passende Bildbearbeitungssoftware benötigt, die dieses proprietäre Format unterstützt bzw. mit den frei verfügbaren Treibern für das Format umgehen kann. Da ist es wesentlich einfacher klein, mittel oder groß zu fotografieren, da diese Bilder als JPEGs abgespeichert werden, die jedes halbweg intelligente Grafikprogramm unterstützt. Und seit Windows XP (AFAIK) garkein Thema mehr, weil der Windows interne Bildbetrachter damit umgehen kann.

Ich werde mich aber trotzdem auf das RAW-Format konzentrieren, auch wenn das im Klartext heißt, noch etwas Geld in CF-Karten zu investieren. Geiz ist halt doch nicht geil, schon garnicht bei Bildqualität!

Ingenieure am Drücker

An der Universität von Cambridge wird jedes Jahr ein Fotowettbewerb mit Epson als Sponsor ausgeschrieben, bei dem (wie sollte es auch anders sein) hochwertige Drucker gewonnen werden können. Die Aufnahme des diesjährigen Gewinners kommt auch noch aus dem Printbereich, wo sich Dr. Steve Hoath mit der Performance von Tintenstrahldruckern befasste und dabei dieses Foto schoss.

Tintenstrahl

Weitere Einreichungen und Bemerkungen…

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Na bitte!

spiegel Es geht doch. Ein Tabu der Digitalfotografie ist gebrochen. Und Olympus haben es als erste geschafft: Eine Spiegelreflexkamera mit Vorschau im Display.

Im Unterschied zu den kleinen Digitalkameras wird das Licht bei einer Spiegelreflexkamera nicht direkt auf den Sensor geleitet, sondern über den Spiegel in den Sucher. Neu bei der Olympus ist, dass über ein Prisma das Licht auch auf einen zweiten Sensor geht und damit im Display dargestellt werden kann. Bisher war nur bei einigen digitalen Spiegelreflexkameras möglich, den Spiegel hochzuklappen und dann das Bild im Display zu betrachten. Doch in diesem Modus konnten keine Bilder gemacht werden.

Bleibt abzuwarten, wie sich die anderen Kamerahersteller verhalten. Werden sie mit auf den Zug aufspringen und ihren digitalen Spiegelreflexkameras im unteren Preissegment auch eine Displayvorschau verpassen oder setzen sie doch auf Professionalität und hoffen, das der gewiefte Fotograf doch lieber durch den Sucher schaut, als aufs Display?!

Ich vermute mal, den Herstellern ist das nur recht, denn die CeBit naht und man kann dann mit einem neuen “fortschrittlicheren” Modell auftrumpfen. Für die Käufer ist natürlich dann gut: Es gibt wieder “alte” Modelle zum Sonderpreis.