Aufrüstung
Der Frust saß tief in mir. Ich war in Hongkong und habe keine günstige Technik gefunden. Wie konnte das sein? Wieso gibt es Technik aus Asien in Deutschland günstiger wie in Hongkong? Mir war es mittlerweile egal. Fest stand, dass ich ein neues Stativ brauche und ansatzweise einen Ersatz für mein damals preiswert erstandenes 600 – 1200mm – Objektiv.
Das Stativ kannte ich schon länger, es war quasi Liebe auf den ersten Blick. Manfrotto hat einen guten Ruf und mit der My-Serie hat auch der Einsteiger Zugriff auf Manfrotto-Qualität ohne schwer heben zu müssen oder den Sparstrumpf komplett zu leeren. Und wie es der Zufall so wollte (ich beobachte solche Dinge immer bei www.preissuchmaschine.de), schnippte das von mir gesuchte Stativ hoch – für 20 Euro günstiger wie vorher. Und schon bin ich stolzer Besitzer eines Manfrotto 7322YB Tripod-Kugelkopf-Stativs (ohne klapprige Wechselplatte).
Relativ zeitnah fiel mir auf, dass das Sigma EX DG APO HSM 50 – 500mm von Zeit zu Zeit starke Preisschwankungen nach unten aufwies. Verursacht wurde das durch einen ebay-Shop, der die Teile neu mit einem Euro einstellte und sie so bei 800 Euro (+/- 50) ausliefen. Also hoffte ich, es für vielleicht viel weniger in Hongkong zu ergattern.
Verschärfend kam noch hinzu, dass ich in einem Buchladen in China ein Buch entdeckte, in dem alle für Canon AF verfügbaren Objektive aufgeführt und beschrieben (technische Daten, MTF-Charts usw.). Ich wurde in meinem Kaufgesuch bestätigt. Das Sigma machte einen richtig guten Eindruck. Aber wie gesagt, ich wurde von Hongkong mächtig enttäuscht.
Und wie ich wieder hier bin und mal so nach dem Objektiv schaue, denke ich so bei mir – bietest du doch einfach mal mit. Und gewinne – deutlich unter oben genannten Linie. Jetzt fehlte nur noch der Praxistest. Ab aufs Rad und raus aufs Mohnfeld. Stativ raus, Objektiv drauf und Feuer frei. Selbst ein Mümmelmann in 400 Meter Entfernung wird Opfer meiner Linse. Es ist ein Genuss am Feldrand zu stehen und die ganzen Mohnblumen in voller Größe vor der Linse zu haben, ohne durch das von Läusen befallene Feld zu laufen. Und am Abend war Vollmond – und den hab ich auch damit geschossen – ohne Stativ!
April, April
Aprilscherze können billig sein, aber dieses Jahr hatten sie eine gewisse Klasse. Am besten gefiel mir, dass die ICANN die Rootserver des Internet für einen Tag abschaltet, weil alle IPV4-Adressen vergeben sind. Es ist zwar offensichtlich, dass man daran zweifelt, aber so verkehrt ist die Idee nicht. Und tauchte auch noch die Nachricht auf, dass man es ein Video über das letzte Experiment am LHC gibt, wo man Wissenschaftler sieht, die an einer nicht bekannten Konsole hantieren und man vermutet, dass damit schwarze Löcher aufgespürt werden sollen. Auch nicht von der Hand zu weisen. Aber Geschichten über Gebühren für E-Mails, die Umbenennung von Google waren schon zu offensichtlich.
Keine Fehlmeldung ist, dass Adobe an der Version 3 meiner “Weapon of choice” für einfache Fotobearbeitung arbeitet. Letztens ist die Beta von Lightroom erschienen und muss wohl einiges an nachträglicher Rauschunterdrückung mit sich bringen.
In den letzten Wochen war ich wieder viel unterwegs, Schulungen, Beratungsgespräche usw. Aber Schulungen laufen nicht ohne einen gewissen Grad von Humor, auch wenn er sehr spezifisch auf Programmierer gemünzt ist. So schnappte ich den Hinweis auf esoterische Programmiersprachen auf. Grund genug, da mal abends im Hotel etwas genauer zu forschen und festzustellen, dass es da wirktlich absonderliche Sachen gibt.
Drei Sprachen gefielen mir von der Idee so gut, dass ich hier mal ein paar vorstellen möchte. Fangen wir mit “Chef” an. Die Idee hinter Chef ist, dass programmieren doch nichts anderes ist, wie kochen. Man nimmt Zutaten, vermischt sie im richtigen Verhältnis und hofft, dass nichts anbrennt. Man schaue sich nur mal das Rezept für die “Fibonacci Zahlen begleitet von Karamelsauce” an – klingt nicht nur lecker, sondern berechnet nebenbei auch noch die ersten 100 Fibonacci-Zahlen.
Manche behaupten ja auch Programmieren sei eine Kunst und deshalb sind Programmierer auch immer ein Stück Künstler. Und um ein richtiger Künstler zu sein, benutzt man eine Sprache, in der man sich nicht nur logisch, sondern auch grafisch verausgaben kann – Piet. Der Namensvetter für Piet war Piet Mondrian.
Für die etwas groberen, nicht künstlerisch begabten Programmierer, die sich vielleicht mit Taxifahren ihr Studium finanziert haben, ist Taxi die richtige Wahl. Für manche mag es ja wichtig sein, dass alles richtig funktioniert – bei Taxi ist es wichtig, dass die Daten am richtigen Platz landen. Und schon geht es los… “‘Hello’ is waiting at the Writer’s Depot.
Go to Starchild Numerology: west 1st left, 2nd right, 1st left, 1st left, 2nd left.”
Auch wenn es schon einen halben Monat her ist und seither Lena Meyer-Landrut wie eine Plage über die Charts herfällt, ich habe mir das Ausscheidungsspektakel für den Eurovision Song Contest angesehen. Zugegeben Lena polarisiert – entweder man mag sie oder überhaupt nicht. Ich schließe mich der “überhaupt nicht”-Kategorie an. Ich weiß nicht, ob ihr nervöses Gezappel gespielt oder real ist, genau ihre Rolle als kleines schüchternes Schulmädchen. Das hat schon damals Britney Spears auf Dauer keiner abgekauft. Aber kommen wir doch mal zum inhaltlichen Teil – sie kann nicht singen, hat keine Technik und zudem kommt “Satellite” auch noch komplett ohne Melodie aus. Hingegen zog Jennifer Braun mit ihrer Darbietung das Publikum, die Jury mit Ausnahme von Stefan “Ralph Siegel V2″ Raab in den Bann. Selbst die Besucher der Eurovision Song Contest Seite verwiesen Lena auf Platz 3 – und an der Stelle mit einer konkreten Prozentzahl, die ich bei der Sendung vermisst habe. Was bleibt, ist der fade Geschmack einer getürkten Wahl und der Stoßseufzer, dass deutsche Musikohren endlich eigenen Geschmack entwickeln und ihn sich nicht vorgeben lassen.
Zeitraffer advanced
Nachdem mein Freund Alex nachgefragt hat, wie lange es dauert, bis man die Bilder zu einem Film zusammengesetzt hat, hier die Antwort: ca. 10 Minuten. Für Zeitraffer braucht man nur ein paar Dinge:
- ein interessantes Motiv
- die Geduld, das Motiv über längeren Zeitraum zu knipsen
- ein Händchen für das Wetter und…
- technisches Verständnis und Ahnung von Google
Ich habe auch schon oft gelesen, dass von Tagen und Wochen die Rede war, wenn die Leute ihre Filme zusammengestellt haben. Was am längsen dauert, ist das Fotografieren und das Herunterladen der Bilder auf den Rechner. Danach gibt es drei schnuckelige Programme, die das im Handumdrehen erledigen. Das eine wäre der unschlagbare Irfanview (mit seinem Batchprozessor, um tausende Bilder umrechnen zu lassen) und das andere PhotoLapse (ein Programm, was alle Bilder aus einem Verzeichnis zu einem Film zusammenfügt – auch kompressionsfrei). Und nicht zuletzt der auf jedem Windows XP SP2 vorhandene Movie Maker, zur Nachbearbeitung für die Audiospur.
Was halt noch tierisch nervt, ist das Geflacker der automatischen Belichtung und wenn man, wie im letzten Beispiel, einen Tag mit strahlend blauem Himmel erwischt, dann passiert optisch relativ wenig.
Erster Zeitraffer
Heute Morgen aufgestanden, Kamera angeschaltet und los gings… 1.000 Fotos, danach war der Akku leer. Zwischendurch mußte ich immer wieder mal die Blende bzw. die Belichtungszeit anpassen, weswegen es auch immer wieder dunkler wird. Aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen…
Erkenntnisse für das nächste Mal:
- Programmautomatik probieren, um Helligkeit auszugleichen
- Den Messpunkt für die Schärfe einstellen. Das verhindert, dass es zwischendrin unscharfe Bilder gibt, weil sich das Bild auf einen anderen Punkt scharf gestellt hat.
PS: Das ist übrigens der Blick aus dem seitlichen Fenster in meinem Büro daheim.
The clock is ticking…
Eigentlich ist ja Ronny Schuld… Bei ihm stolpere ich immer wieder über phantastische Zeitrafferaufnahmen und denke mir: auch haben wollen! Also machte ich mich auf die Suche und fand heraus, dass es von Canon eine Lösung dafür gibt – sauteuer und außerdem mit dem falschen Anschluss, es sei denn man ist bastelfreudig. Also gab es ein dickes, fettes Das-wünsch-ich-mir, als ich bei heise Foto über eine Variante stolperte, die zu meiner Kamera passt und auch noch bezahlbar ist. Und nun ist mein Geburtstag und so ein Teil liegt vor. Ich habe den Kopf voller Ideen, möchte vom Balkon timelapsen, in einer Großstadt bei Nacht und viele andere Dinge mehr. Ganz zu schweigen von einer Milchstraßen-Timelapse. Richtig begeistert bin ich ja von der Funktionsvielfalt. Statt einfach nur die Pausen anzugeben, in welchen Intervallen ausgelöst werden soll, kann das Teil noch mehr: eine bestimmte Anzahl von Bilder knipsen, die Belichtungszeit vorgeben und nach einem vorgegebenen Zeitraum ein Bild machen.
So und jetzt steht neben dem Thema Panografie auch noch Time lapse auf meinem Experimentierplan. Vielleicht gibt es schon erste Versuche, wenn wir aus Rom wiederkommen…
Bastelbude
Es fing alles mit diesem Video an… Wer einen großen Monitor hat, eine halbwegs schnelle Kiste und dann noch ein breites Internet, sollte sich dieses Video in HD und Vollbild anschauen! Veröffentlicht am 31.12.2008 als “Astronomy Picture of the Day” von der NASA als Auftakt zum Internationalen Jahr der Astronomie. Ich schreibe das extra dazu, weil man ja viele Videos auf Blogs findet, aber das Teil ist wirklich sehenswert.
Und ganz schnell war ich bei der Frage – wie bekommt man so etwas hin? Schon klar, dass man dazu in aller Regelmäßigkeit ein Bild machen muss, aber keiner stellt sich stundenlang hin und stoppt mit, wann er wieder ein Bild machen muss. Deshalb musste es da etwas besseres geben. Und – oh, Wunder, oh, Wunder – es gibt für die Inhaber einer Canon EOS auch ein passendes Werkzeug – den Timer Remote Controller TC-80N3. Die etwas bessere Fernbedienung mit Einstellmöglichkeiten für zeitgesteuerte Fernauslösung.
Man sucht bei Canon auf der Homepage schon fast vergeblich nach dem Teil, selbst unter Zubehör wird man nicht fündig. Ich habe es dann dort auch nicht ausführlicher beschrieben gefunden, also verließ ich mich auf die Internetshops (Preis >120 Euro!). Und plötzlich leuchtete mir entgegen: “Anschlusstyp: N3-Stecker”. Was für einer? N3? Ich untersuchte meine Kamera sofort auf Herz und Nieren, aber sowas wie eine N3-Buchse hatte sie nicht. So etwas luxuriöses haben nur die Modelle, die eine zweistellige Bezeichnung oder weniger haben. Ich stieß auf etliche Foren, wo Fotografen ihrem Unmut freien Lauf ließen, ob der Ungerechtigkeit seitens des Herstellers. Und trotzdem gibt es auch welche, die nicht jammern, sondern machen… und eine Selbstbauanleitung liefern, wie man den N3-Stecker in einen 2,5mm-Klinkenstecker verwandelt und welche Polbelegung dabei zu beachten ist. Fertig! Fehlt mir jetzt nur noch die Fernbedienung zum Umbauen… *wünsch*
Protect the innocent (Hitchhiker’s Guide – Teil 3)

Es war ein langer Weg bis ich diesen Rucksack ausgewählt hatte. Der geneigte Reisende hat für die Auswahl eine Menge Kriterien, die es gilt, für Auswahl eines passenden Fotorucksacks zu berücksichtigen.
Sicherheit: Muss so beschaffen sein, dass man sich mit dem Rucksack auf dem Rücken durch eine Stadt gehen kann, ohne dass einem die Kamera durch direkten Eingriff gestohlen werden kann. Der Rucksack sollte dabei nicht den Eindruck eines Fotorucksacks erwecken.
Zugriff: Der Zugriff zur Kamera muss schnell möglich sein. Der Begriff “Schnappschuss” kommt nicht von “Stillleben”. Und man muss auch nicht ständig im Touristenmodus herumlaufen, die Kamera um den Hals hängend.
Zubehör: Es soll die Möglichkeit geben, Zubehör wie zusätzliche Objekte, Speicherkarten aufzunehmen und beschädigungsfrei zu transportieren. Ein absolutes Highlight wäre die Transportmöglichkeit für ein Stativ, denn gerade wenn man abends unterwegs ist, wird der Transport eines Stativs zur Quizfrage.
Stauraum: Wenn man schon mal unterwegs ist, dann bedeutet Kamerazubehör nicht alles. Denn vom Regenschauer bis 30°C muss alles versorgt sein, d.h. es sollte eine Jacke reingehen, was zu trinken und natürlich auch Platz für Reiseführer. Hier wäre das ganz besondere Highlight der Platz für einen Laptop, um Digitaltechnik und Massenspeicher / Bildbearbeitung dicht beieinander zu haben.
The big picture: Natürlich sind die oben genannten Kriterien alle wichtig, aber ich achte doch auch noch auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Man bekommt sicherlich für jede Menge Geld einen Rucksack, der alle oben genannten Kriterien erfüllt, aber wenn der ganze Rucksack weg ist, hat man auch nichts gekonnt. Also ist der Schutz des Ganzen auch wichtig und gerade wenn ein plötzlicher Regenschauer kommt oder man bei Nieselregen wandern geht, ist eindringende Nässe ganz blöd, bzw. wenn der Pullover gleich mit eingeweicht wird. Also so ein Regenschutz für den gesamten Rucksack hätte schon gewisses Gewicht bei der Entscheidung.
Nach mehreren Recherchen entschied ich mich für den LowePro Primus AW, der auch noch ein wunderbares Nebenkriterium erfüllt – die Umwelt freut sich, denn mit dem Kauf dieses Rucksacks unterstützt man die Arbeit von Polarbears International, die sich dem Schutz der weißen Fellchen verschrieben haben.
Als ich den Rucksack auspackte, war ich erstmal verwirrt – so viele Taschen. Wo kommt man denn da überall hin? Also ging ich systematisch vor und stellte den Rucksack vor mich hin (siehe Bild 1). Dann löste ich die ersten Verschlüsse auf der Außenseite und kam zu einem Fach, in dem man Sachen unterbringen kann, die schnell im Zugriff sein sollen, aber deren Verlust (siehe Sicherheit) nicht sehr ins Gewicht fällt. Mir fiel sofort ein, dass man dort z.B. Reiseführer oder Karten unterbringen kann, damit man schnell etwas nachschlagen kann (siehe Bild 2).

Jetzt konnte ich die Unterbringung der Kamera näher untersuchen. Ganz genialerweise ist der Zugriff auf das Kamerafach nur über den Rückenteil möglich, d.h. wenn man an die gesamte Ausrüstung ran will, muss man schon den Rucksack abnehmen. Wäre ja extrem nachteilig für Schnappschüsse, also hat sich der Hersteller gedacht, dass man noch einen seitlichen Zugriff anbringen muss, der mit meiner 400D perfekt funktionierte. Ich habe in einigen Berichten gelesen, dass bemängelt wurde, dass die Kamera am Reissverschluss schrammt. Mag mit größeren Kameras (oder mit Batteriepack) so sein, meine lässt sich jedenfalls leicht entnehmen. Jedenfalls sehr viel Platz für Objektive, Speicherkarten und das flexibel gehalten, denn die Trenner sind mit Klettverschlüssen einzeln herausnehmbar.

Kommen wir zum Bereich für die nichtfotografischen Utensilien, schlicht Daypack genannt. Platz für ein Notebook ist im oberen Bereich nicht, aber ein Netbook hätte bequem Platz. Eine Versuchsbeladung mit 4 Tetrapacks verlief ohne Hindernisse. Man sollte aber nicht unbedingt mit den Tetrapacks im Rucksack herumspringen, denn das System ist sehr flexibel aufgebaut und ermöglicht das Entnehmen des Fototeils und mit wenigen Handgriffen wird aus einem Fotorucksack ein einfacher Wanderrucksack, der auch bei schlechtem Wetter seinen Dienst tut, denn nach einigem Suchen fand ich dann auch den Regenschutz, der fest im Bodenbereich des Rucksacks angesiedelt ist.
Betrachtet man die Wünsche und das Ergebnis, könnte man glauben, ich habe meinen Traumrucksack gefunden. Zum Glück! Denn wäre er das nicht gewesen, hätte ich den Aufwand betreiben müssen, den Rucksack wieder nach England zurück schicken zu müssen, denn mit einem Preis von knapp 115 Euro liegt er deutlich unter dem Angebot in Deutschland, wo er sich der 200-Euro-Grenze nähert.
Die passende Optik (Hitchhiker’s Guide – Teil 2)
Seit über einem Jahr hat es mich gewurmt. Mit dem Umstieg auf die EOS 400D hat mich der Faktor von 1,6 immer wieder gestört. Für Nichtfotografen: mit der Einführung der Digitaltechnik ergab sich durch den kleineren Sensor auf einmal ein Brennweitenfaktor von 1,6, d.h. aus meinem 28-80mm-Objektiv wurde ein 45-128mm-Objektiv. Und gerade im Weitwinkelbereich (also in der Nähe der 28mm) macht man sehr viele Bilder.
Vielleicht noch ein Loblied auf die EOS 400D – für mich nach wie vor von allen digitalen EOS von 300D bis 500D die Beste. Auch wenn die 500D noch etwas weiter geht, was die Auflösung und die Technik anbetrifft, der LiveView bei der 450D war schon eine furchtbare Idee, welche die Einsteiger-SLR-Kamera in eine größere Digiknipse verwandelt hat. Aber mit der 500D dann noch einen Modus zu integrieren, womit man Videos aufnehmen kann, verpasst meiner Meinung nach der Reihe einen herben Imageverlust.
Aber zurück zu den Zwillingen. Früher tat es auch ein ungleiches Paar, die beiden Standardobjektive 28-80mm und 80-200mm. Schon damals störte es mich, dass das Zoomobjektiv nur einen 52er Durchmesser hatte, was es nicht ermöglichte, den Polfilter einzusetzen, denn er passte nur zum kleinen 58er Objektiv. Alles kein Problem bei dem neuen Pärchen, denn das passt besser zusammen. Hier haben beide eine Objektivöffnung von 58mm. Um den Schmerz vom Norwegenurlaub zu lindern, habe ich gleich mal einen extraschmalen Polfilter mit dazugeholt, damit sich keine finsteren Ränder abzeichnen. Und damit erreiche ich ultimativen Luxus: 2 Polfilter – 2 Objektive, kein Abschrauben mehr notwendig – genial!
Und wenn ich gerade mal im Freudenrausch bin – meine Freundin als Bewundererin meiner fotografischen Arbeiten, hat mich überredet, dass ich mal ein paar meiner Fotos mal bei flickr hochlade. Das Ergebnis: ein Reiseführer hat jetzt eins meiner Fotos in ihren Guide von München aufgenommen.
Grünzeug
Endlich mal wieder ein Wochenende, wo ich nichts vorhatte bzw. auch nicht krank war. So etwas muss schamlos ausgenutzt werden! Also stand ich gleich mal Samstag früh etwas unfreiwillig kurz nach 7 Uhr auf, frühstückte in aller Ruhe und ging zum Klavierunterricht. Danach ging es noch in den Baumarkt, denn etwas stört mich schon seit längerem – die halb vertrocknete Krüppelpalme, die ich nun seit weit über 10 Jahren hatte und die mittlerweile mehr Äste als Blätter hatte. Sie mußte einer Goldblattpalme weichen. Ich habe mich gerade mal über die Palme kundig gemacht – einerseits soll sie sehr genügsam sein, andererseits braucht sie viel und wenn möglich kalkarmes Wasser. Ja was denn nun?
Eigentlich wollte ich am Samstag mit einem Kollegen auf Fototour gehen, aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnungs, also verschoben wir den Versuch auf Sonntag und gingen statt dessen abends auf eine Pizza und ein paar Guinness weg. Das Gute an Irish Pubs ist immer noch die Live-Musik, aber das Schlechte an Irish Pubs in Bamberg ist auch die Live-Musik. Da sich doch einige der hier stationierten Amerikaner aufhalten, ist die Quote der Countrystücke doch einen Tick zu hoch. Aber nach ein paar Guinness singt man von “Sweet home Alabama” bis “Knocking on heaven’s door” alles mit.
Nachdem ich heute Morgen einen Blick nach oben warf und mich ein strahlend blauer Himmel anstrahlte, stand für mich fest, dass die Fotosession heute statt findet. Ich begann den Tag mit mehreren Aktionen, die ich schon seit längerem vor mir herschiebe (z.B. Bügeln) und dann ging es raus in die Natur. Ein paar der Ergebnisse gibt es hier zu sehen. Unterwegs diskutierten wir Objektive, Speicherformate (Wie kann man denn nur was anderes wie RAW nehmen?) und Speicherkarten. Und mit einem Generalhähnchen schloss ich den Tag dann ab.
Chips zum Geburtstag
Letzten Donnerstag bin ich mehr oder weniger erholt wieder auf Arbeit gegangen. Ein bißchen steckte die Grippe noch in meinen Knochen, aber daheim wäre das auch nicht schneller besser geworden. Am Freitag ging es dann Richtung Sprendlingen. Als ich das einem Kollegen erzählte, meinte er, dass es doch ziemlich gewagt ist, Freitag Nachmittag auf der A3 zu fahren. Ich lächelte und meinte, dass ich die Strecke schon öfters gefahren bin und noch nie in einen Stau geraten bin. Nun ja, bis zu diesem Freitag. Nach 2 Stunden Fahrt war ich dann an Würzburg vorbei. Stop & Go, mal 1. Gang, mal Tempo 60. Weitere zwei Stunden später kam ich dann an, leicht entnervt, aber mit einem schönen Erlebnis – denn wenn der MP3-Player zufälligerweise Wolfsheim spielt, während man durch Wolfsheim fährt, hat das schon was.
Nach einem Chili con carne, was von mir als mild eingestuft wurde, wurden die Chips ausgepackt und wir pokerten noch ein paar Stunden. Irgendwann (es war wohl schon 3 Uhr durch) fielen wir in die Betten. Ich wurde am nächsten Morgen von heftigen Poltergeräuschen geweckt. Emma war angekommen, fegte über die Terrasse und stellte die Stühle um. Ich ließ mich davon aber nicht beeindrucken und schlief weiter. Glücklicherweise ließ das schlechte Wetter im Laufe des Tages nach und am Abend konnten wir dann lecker gegrillte (und teuer erkaufte) Steaks und Bratwürste genießen. Ein schöner Abend mit viel Lachen, Spielen und jeder Menge Fotos.
Nachdem sich der harte Kern irgendwann gegen 4 Uhr doch ins Bett traute, schlummerten wir am nächsten Morgen etwas länger und nach einem ausgiebigen Frühstück ging es dann für mich wieder heimwärts. Die Autobahn war frei, der Wind war noch etwas hartnäckig, aber ansonsten hatte ich freie Fahrt. Und es wurde ein neuer Termin gesetzt – Ende März heißt es mal wieder: LA(H)N-Party.
