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Gefährliches Halbwissen

Category: Frust

Närrisches Treiben

Die närrische Zeit ist angebrochen, bei manchen schon etwas früher, bei manchen später. Allerortens zogen die Narren aus, um auch in den Blogs ihren Schabernack zu treiben. Sie versuchten sich in halbherzig recherchierten Definitionen, spirituellen Erkenntnissen und auch in philosophischen Fragen über Bloginhalte. Platz genug für eine Verschwörungstheorie: Ist wirklich die aufkommende Faschingszeit Schuld an diesem vermehrten Auftreten von unerwünschten Bemerkungen oder steckt hinter allem der fickende Manuel?

Deshalb an dieser Stelle ein STOP!(*) Wer der Meinung ist, auf diesem Blog seine geistigen Blähungen unerwünscht ablassen zu müssen, erfährt eine umgehende und unkommentierte Löschung seines Kommentars. Ich schreibe hier nicht für die Leser, die es nicht interessiert und lehne es ab, mich zu rechtfertigen, warum ich schreibe. Wer so faul ist und anhand eines Beitrags auf den gesamten Blog zu schließen, dem werde ich auch keine weitere Aufmerksamkeit widmen. An alle anderen: Ihr seid jederzeit herzlich willkommen und ich freue mich über eure Anmerkungen.

(*) entnommen aus den Verkehrszeichen Deutschlands der Wikipedia.

Late night session

So, die ersten 1211 Postcrossing-Kilometer sind überwunden. Gestern abend erhielt eine Mail von Postcrossing verbunden mit ein paar Dankesworten von Tove, dass die Karte eingetroffen ist. Ich bin mal gespannt, denn wenn ich das richtig verstanden hab, sollte sich jetzt eine Karte auf den Weg zu mir machen und ich habe keine Ahnung, von wem und woher sie kommt. Und nachdem ich das Gefühl hab, dass sich da jemand wirklich über die Karte gefreut hat, könnte ich schon wieder eine schreiben.

Außerdem ist es eine willkommene Abwechslung. Wenn ich daran denke, was diese Woche alles so passiert ist… Am Donnerstag dachte ich mir, dass es an der Zeit ist doch mal endlich den Schlüssel für die Wohnung wieder abzuholen. Die Bauarbeiten waren ja endlich abgeschlossen. Mein Weg führte also zur Wohnungsverwaltung, wo ich mit dem Verantwortlichen für die technische Gebäudeverwaltung sprach. Da er den Schlüssel nicht hatte, rief er den Baustellenleiter an, ob er noch die Schlüssel hat – hatte er auch. Also ging ich dahin und nahm meinen Schlüssel wieder in Empfang. Freitag kam ich von Arbeit nach Hause und wunderte mich über die Zettel, die überall im Haus klebten. O-Ton: “Sehr geehrte Mieter, die neu installierte Lüftungsanlage wird am [...] in Betrieb genommen. [...] während dieser Zeit unbedingt den Zugang zur ihrer Wohnung zu gewähren (evtl. Schlüssel bei einer Person Ihres Vertrauens hinterlegen).” Na danke! Keiner der Herren ist auf die Idee gekommen, mir das einen Tag vorher zu sagen, dann hätte ich mir die Zeit sparen können.

*grins*Am Donnerstag hatte ich auch das Vergnügen einen betriebsärztlichen Check mitzumachen. Blutdruck im grünen Bereich, eine SNV (Schulter-Nacken-Verspannung) und mein Sehvermögen ist schlechter geworden – ich habe nur noch 100% auf beiden Augen (beim letzten Mal wären es wohl 110% gewesen). Was mich ein wenig stutzig macht: Es gibt ein Feld “Nächste Untersuchung”, das mit 10/09 ausgefüllt wurde und die Ärztin kommt vom TÜV Süd. Fehlt nur noch der RFID-Chip unter der Haut, der dann aktualisiert wird und dass der Rechner nur angeschaltet werden kann, wenn man eine aktuelle TÜV-Untersuchung hat :crazy: Nur noch getoppt wurde das von unserer Kantine, die diese Woche “Blau-weiße Glücksmomente” versprach, das Ganze im Aktionspaket “A Gaudi im Mündchen“. Das Angeboot läßt grüßen… Und ich habe mich die ganze Woche darin versucht, den Optimismus über diese Aktionswochen mit der Dame aus dem Flyer zu teilen, nur gelingen wollte es mir nicht so recht. Nur meine Kolleginnen und Kollegen hatten die Freude, meine Versuche der Nachahmung dieser nachhaltigen Geste grenzenlosen Spaßes mitzuerleben.

Eigentlich sollte ich auch langsam ins Bett gehen, ich muss morgen die Wohnung ein bißchen auf Vordermann bringen, weil morgen abend ein paar Freunde vorbeikommen. Aber meine neueste Errungenschaft muss unbedingt noch in ihrer vollen Bandbreite ausgetestet werden. Ich habe mir heute eine neue Soundkarte geleistet, denn gestern abend mußte ich bei einem sehr leisen Stück feststellen, wie hoch doch der Pegel der Störgeräusche von der Onboard-Soundkarte ist. Und da ich ohnehin noch einen Midi-Port benötige, schlug ich zwei Fliegen mit einer Klappe. Deswegen habe ich jetzt nicht nur 5.1-Surround-Sound und die üblichen Line In- und Mikrofoneingänge, nein, auch noch der Midi-Anschluss, jeweils 1 optischer Ein- / Ausgang, als auch eine Koaxialschnittstelle kamen hinzu. Wenn es so funktioniert, wie ich mir das vorstelle, könnte ich meine auf MD aufgenommenen Moderationen digital an die Soundkarte übertragen. Und das muß jetzt noch getestet werden.

Nachtrag: Es funktioniert! Hat eine ganze Weile gedauert, bis ich den Fehler gefunden hatte. Die Dokumentation schweigt sich auch darüber aus, welche der beiden optischen Schnittstellen der Ein- und welche der Ausgang ist. Als ich dann ein hoffnungslos übersteuertes Signal im Rechner hatte, versuchte ich es herunterzuregeln, was leider nirgendwo möglich war. Außerdem kam es nur Mono über die rechte Box. Lösung brachte hier eine Invertierung des Signals und auf einmal hatte ich einen glasklaren Stereoklang. Daumen hoch!

Verflixte Technik

Ich habe die letzten Tage und Wochen damit verbracht, mir über das Thema Podcast Gedanken zu machen. Nachdem die GEMA sich entschlossen hat, tief in die Taschen der Musik-Podcaster zu greifen, hab ich mich zum Gegenangriff entschlossen und mir in der Größenordnung von Gigabyte Musik aus dem Internet heruntergeladen. Natürlich nur von Netlabels, die unter den Creative Commons veröffentlicht haben.

Es ist so viel unglaublich schlechtes Zeug dabei, dass es schon reicht 10 Sekunden zu hören und den gesamten Release aussortieren zu können. Aber es gibt auch Perlen. Wahre Prunkstücke – gestern gefunden und zur Zeit bin ich dabei sämtliche Releases dieses Labels herunterzuladen. Welche das sind, wird aber erst im Podcast verraten. Doch der macht mir noch etliche Probleme. Ich habe nun die Stück für den ersten Podcast auf CD gebrannt und wollte mittels Mischpult und Mikro da etwas vernünftiges zusammenstellen, doch leider weigert sich mein DVD-Player strikt gebrannte CDs abzuspielen. Das gute Stück hat jetzt auch bereits schon mehrere Jahre auf dem Buckel, vielleicht sollte ich mal über ein neues Modell nachdenken.

Oder ich wechsle gleich zum Mischen am Computer, da die Dateien ja ohnehin schon auf dem Rechner liegen. Dann brauch ich auch nicht den x. Versuch zu starten, nur weil ich vergessen habe das Mikrofon herunterzuregeln und damit herumzupoltern oder mal komplett den Faden zu verlieren. Ich wäre über Hinweise zu Programmen, bei denen man mehrere Spuren mischen kann und so eine Sendung zusammenstellen kann, dankbar. Ach so – es darf gern Open Source sein. Ich gehe jetzt erst einmal Aggressionen abbauen…

Nachtrag: Jetzt hatte ich doch noch die Zeit, um schnell einen Blick nach einem Werkzeug zu werfen und wie der Zufall es will, habe ich es schon installiert. Es ist natürlich Open Source und heißt Audacity. Mehrere Spuren, die zeitverschoben werden können und ein Hüllkurvenwerkzeug, was will man mehr!

Ausgebremst (Maximales Frustlevel erreicht – Teil II)

Ich hatte die Nacht vom Samstag zum Sonntag ohnehin schlecht geschlafen, so geladen war ich. Also hängte ich mich gleich Sonntag vormittag nach dem Frühstück an die Leitung und versuchte den Werkstattmeister zu erreichen. Leider keinen Erfolg – zwischendurch hatte ich sogar einen Hauch von Kraftwerk im Hörer (“Dieser Anschluss ist vorübergehend nicht erreichbar!”).

Am Nachmittag erwischt ich ihn dann endlich und er äußerte sich gleich betroffen, weil er doch die Bremsen geprüft und entlüftet hätte. Könnte maximal sein, dass irgendwo noch eine Korrosion ist und er will sich das gleich Montag nachmittag ansehen. Wann könnte ich denn da sein, fragte er. Natürlich äußerte ich meine Bedenken bezüglich der relativ geringen Menge an Bremsflüssigkeit, die er irgendwie zerstreute. Insgeheim wußte ich von der Fahrt am Samstag, dass der Rest reichen würde, insofern nichts weiter ausgelaufen wäre. Ich rechnete fix hoch, welchen Weg ich am günstigsten nehme und kam auf eine Strecke mit 5 Ampeln und zwei mal abbremsen. Das dazwischen noch ein Stück Autobahn lag, unterschlag ich jetzt einfach mal.

Also sprang ich heute nachmittag in mein Auto und los ging es. Gerade mal eine Ampel war mir wohlgesonnen und ich zuckelte langsam dahin. In der Werkstatt angekommen, wurde erstmal ein Blick unter die Motorhaube geworfen. Frei nach John-mit-H – Letzte Worte eines Werkstattmeisters beim Blick auf den Bremsflüssigkeitsbehälter: Da ist ja wirklich wenig drin. Ja dachte der, ich mach hier Spaßanrufe? Also wurde wieder aufgefüllt, die Dichtheit der Leitungen geprüft, entlüftet, geklopft und gedreht. Kein Tropfen zu sehen. Kosten: 0,00 Euro. Artig “Danke” gesagt und wieder heimwärts gedüst. Vorsichtshalber nochmal ein Blick unter Rüedi – staubtrocken. Zuhause festgestellt, dass ich einen Anruf verpasst hab – Rückruf gestartet, leider keiner mehr da. Na dann halt morgen…

Maximales Frustlevel erreicht

Angefangen hat alles mit dem TÜV. Dort habe ich gleich die Jahresdurchsicht mit machen lassen. Mir wurde schon letztes Jahr gesagt, dass ich mal den Nachschalldämpfer erneuern lassen sollte und da sich der Rost schon in mehreren Lagen durchgefressen hatten, die ähnlich wie eine Rose sich aufblätterten und die Sicht auf die nächste Ebene freigaben, kam beim TÜV die Bemerkung “Nachschalldämpfer an der Grenze der Materialbelastung”. Deswegen war ich diese Woche zusammen mit dem Motoröl auch den Nachschalldämpfer wechseln.

Als ich Mittwoch Nachmittag mein Auto wieder überglücklich in Besitz nahm, wurde ich gefragt, wie lange ich bis zur 100.000 noch brauche. Ich schätzte so ungefähr 1-2 Monate. Dann wird bei mir der Zahnriemen fällig und nachdem ich den Preis hörte, verging mir das Lachen. Ich tröstete mich mit dem Gedanken hinweg, dass die Reparatur ja nur aller 100.000 Kilometer anfällt. Ansonsten war die Welt noch in Ordnung. Bis ich heute Nachmittag einen Kollegen abholte und wir zusammen zu einer Grillfeier eines Kollegen fahren wollten und auf einmal ein rotes Licht in meiner Anzeige aufleuchtete. Merkwürdigerweise war es das Achtung-Zeichen, was die angezogene Handbremse anzeigt. Die löste sich aber erfolgreich, das Signal blieb.

Als wir ankamen, kramte ich mein Zeug noch zusammen, während sich mein Kollege hinters Auto hockte und etwas von “Das sieht nicht gut aus” murmelte. Damit lag er garnicht so falsch, denn am rechten hinteren Rad tropfte es. Ein Blick unter die Motorhaube bewies – Bremsflüssigkeit unter dem Minimum. Das lag der Hund begraben. Jetzt darf ich also mein Auto wieder in die Werkstatt schaffen – nur mit dem guten Gewissen, dass auf der Rechnung auch drauf stand “Bremsen entlüften und prüfen” und es sich damit vermutlich um eine Garantieleistung handelt.

Allgemeine Lage: Momentan kann es nur besser werden. Ich habe diese Woche einen Anruf erwartet, der nicht gekommen ist, also werde ich da mal nachhaken müssen. Dann versuchte ich meinen Kalender in einem nahegelegenen Geschäft von “Buch & Kunst”, die seit letzter Woche enorm viele Kalender im Angebot haben, anzubieten. Dort wurde ich gefragt, um was für einen Kalender es sich handelt und wurde mit der Bemerkung “Wenn es sich einen Kalender über Dresden handelt, haben sie ja vielleicht noch die besten Chancen” an die Zentrale vertröstet. Dann ärgere ich mich die ganze Woche mit dem letztens beschriebenen Problem herum und jetzt das! Wäre ich ein Teekessel, würde ich schon lange pfeifen!

Himmlisch…

… der Brückentag nach Himmelfahrt. Ich hatte heute frei und wollte ein paar Wochenendeinkäufe erledigen – und? Natürlich war ich nicht allein ;) Tausende anderer Menschen entschlossen sich, das Gleiche zu tun. Ein Blick in die anderen Einkaufswägen verriet mir – ich hatte lange nicht Nachrichten gehört. Eine Hungersnot bricht aus, die Apokalypse kommt oder die Lebensmittelpreise werden drastisch erhöht! Also mal ehrlich Kinders – ich weiß dass die Einkaufswagen schön groß sind, aber muss man die Ladekapazität derart schamlos ausnutzen? Und schließlich kann man morgen auch noch einkaufen gehen. Ja ja, die Geschäfte haben auch Sonnabend auf!