Ein Bösendorfer in Paris
Wie alles begann… ich surfte gerade mal wieder durch Netz und kam auf die Idee herauszufinden, wann Tori Amos mal wieder auf Tour ist. Und siehe da, sie tourt auch durch Deutschland. Etwas missmutig angesichts der hohen Preise – egal, wo in Deutschland – trug ich meinen Wunsch meiner Freundin vor. Die schlug mir vor, doch mal zu schauen, ob sich ein Tori-Konzert nicht mit einer Städtereise kombinieren lässt. Und siehe da: ein Konzert von Tori ist in Paris um einiges günstiger, wie in München, Düsseldorf, Hamburg oder Berlin. Also gönnte ich mich einen der besseren Plätze zu einem Preis, wo ich in Deutschland gerade mal einen der letzten Sitze bekommen hätte. Vorab klärte ich noch mit dem französischen Ticketverkäufer ab, wie die Karten abzuholen sind. Dazu passte, dass es auch noch günstige Flüge nach Paris gab und wir noch zu einem guten Hotel am Gare de l’Est kamen. Wenn man weit genug voraus plant, kein Problem.
Freitag früh sollte es nach Paris gehen. Unglücklich war nur, dass ich am Wochenende davor anfing, Halsschmerzen auszubrüten, was sich dann noch in Form von Husten und Schnupfen weiter verbreitete. Ich blieb Dienstag und Mittwoch daheim. Es wurde nur sehr langsam besser und der Freitag rückte immer näher. Donnerstag war der Startschuss für das neue Projekt in der Firma und ich sollte den ganzen Tag unterwegs sein. Schlechte Vorzeichen! Aber es wurde weiter besser und am Freitag klingelte der Wecker um 4 Uhr morgens. Um 8 Uhr landeten wir in Paris, kauften unsere 3-Tages-Tickets und los ging die Entdeckung. Zwischendurch nahmen wir schon unser Zimmer im Holiday Inn am Gare de l’Est in Beschlag.
Natürlich bestand ich darauf, dass wir uns den Gare de l’Est ansehen. Wer “Die fabelhafte Welt der Amelie” gesehen, muss mal dort gewesen sein. Es ist entmystifizierend – es ist und bleibt nur ein Bahnhof. Auf unserer Reise durch Paris hat mir eins gefallen, wo ich – durch andere Städtereisen – skeptisch war: Es gibt Mittagsmenüs im Preisbereich von 8,50 Euro aufwärts. Komplett aus Vor-, Haupt- und Nachspeise bestehend. Sättigend und mehr oder weniger wohlschmeckend. Nicht, dass es schlecht gewesen wäre, aber kleine Abstriche muss man schon machen, z.B. Steak “well done” bestellen, um es “medium” zu bekommen und ausreichend Zeit mitbringen. Wasser gibt es in großen Wasserflaschen auch gratis dazu. Wer kein Wasser mag, sollte sich mit Preisen für einen kleinen Softdrink ab 3,50 Euro anfreunden. Da es stellenweise sehr ausreichend und lecker war, wurde ich noch skeptischer – doch die Rechnung sagt: 2 x Menü – fertig!
Natürlich kein Pro ohne ein Kontra… ich sag nur “Hey my friend…”… Auch in Paris gibt es eine Gruppe von Menschen, die sich strategisch günstig postieren und Dienst oder Waren anbieten, die keiner kaufen sollte, schon allein um der Verbreitung dieses Verkaufs Einhalt zu gebieten. Eiffeltürme in allen Größen und Farben, blinkend und noch mehr Schrott kann man da erstehen. Aber die Aufdringlichkeit hält sich in Grenzen.
So schafften wir am ersten Tag den Eiffelturm, Notre Dame, Sacré-CÅ“ur, Moulin Rouge und etliche Kilometer Fußweg bzw. Straße. Den nächsten Morgen ging es nach Versailles. Und schon wieder ein “aber…” – wer den Film “Marie Antoinette” gesehen hat, muss damit abfinden, dass jedes Zimmer den Füllungsgrad “gesamte adlige Verwandtschaft samt Hofstaat” erreicht. Es ist richtig voll und eine noble adlige Atmosphäre mag nicht aufkommen. Stellenweise kam es mir wie ein Wunder vor, dass sie es für den Filmdreh überhaupt geschafft haben, Versailles für die Öffentlichkeit zu schließen. Es ist dennoch imposant und sobald man sich der Besichtigung des Grand Trianon nähert, sinkt die Motivation, man ist einfach überreizt. Wer jedoch erwartet, etwas historisches zu finden, wie etwa, wo der Versailler Vertrag oder der Vertrag von Trianon unterzeichnet wurde – Fehlanzeige.
Unglaublich wie riesig das Gelände von Versailles ist. Ich hatte schon gesundheitlich die Befürchtung, dass es wieder abwärts geht, zudem sich auch noch Kopfschmerzen breit machten. Aber wir nahmen nachmittags noch den Arc de Triomphe mit, an dessen Füßen wir uns kurz sonnten und entspannten und dann die Champs Elysees entlang spazierten und in das ein oder andere Geschäft gingen (z.B. fnac). Danach ging es noch mal kurz ins Hotel zurück und schon ging es zum Kongresszentrum, wo das Konzert stattfand. Leider hatten wir am Morgen eine Stunde vertrödelt, die uns jetzt fehlte, weswegen wir die Besichtung der Défense ausfallen lassen mussten.
Als Vorband von Tori Amos trat Foy Vance auf, eine Art Dub FX mit Gitarre. Aber im Gegensatz zu vielen Konzerten, die ich schon erlebt hatte, ging der Umbau zwischen Vorband und Hauptkünstler schnell von statten. Wer die CD “To Venus and back” von Tori kennt, hat eine grobe Vorstellung, wie ihre Livekonzerte klingen. Und genau so ging es knapp über 2 Stunden, ein Song folgte ohne Pause dem anderen, es war Platz für alle ihre bekannten Lieder, mir ist keins eingefallen, das gefehlt hätte.
Nach dem Konzert folgte noch eine Nachttour durch Paris, die jede Menge Motive lieferte. Von Ruhe keine Spur… die Stadt pulsiert nachts genau wie am Tag. Gegen 1 Uhr fielen wir ins Bett und schon am nächsten Morgen ging es weiter. Ziel: der Louvre, denn den ersten Sonntag im Monat ist er, neben anderen Museen, für die Öffentlichkeit gratis zu besichtigen. Innerhalb kürzester Zeit war dichtes Gedränge auf den Gängen und ein gelungenes Bild von der Mona Lisa zu ergattern, war bei dem Gerangel davor kaum möglich. Den Nachmittag schlenderten wir noch ein wenig herum und dann ging es schon wieder Richtung Flughafen und danach heim.
Noch viel unverschämter… Tori veröffentlicht Mitte November schon wieder ein Album und ich habe noch nicht mal das letzte. Diesmal auf dem Programm – Weihnachtslieder (“Midwinter graces”).
Und wieder mal weg…
Wie schon im letzten Beitrag geschrieben, war ich erstmal am Montag krank. Laut Arzt sollte es einen Tag “rummuckern”, dann sollte es wieder gehen. So langsam machte sich bei mir Resignation breit, weil es Dienstag nicht besser wurde. Aber am Mittwoch machte sich schlagartig Ruhe breit. Was für ein angenehmes Gefühl – seit einer knappen Woche endlich mal schmerzfrei. Beißen ging noch nicht, aber kleine Erfolge sind auch schon was wert.
Freitag ging es wieder weiter – der Abszess war gut verheilt, der Zahn machte beim Draufbeißen immer noch Ärger, aber ansonsten verhielt er sich ruhig. Die Schmerzen ließen dieses mal schon sehr schnell nach. Beißen geht immer noch nicht, aber jetzt ist die Zahnwurzel erstmal von innen mit desinfizierenden Stoffen gefüllt, und ich wurde in den kommenden Urlaub entlassen.
Und um noch die fehlende Ausrüstung für unseren Island-Urlaub zusammenzustellen, fielen wir am Samstag in Dresden in den Globetrotter ein. Absolutes Muss: Kocher! Nach langen Internet-Recherchen hatte ich den Optimus Nova vorgeschlagen, den wir dann auch holten, zusammen mit 2 großen Mikrofaserhandtüchern, einem wasserdichten Sack, um Sachen am Zelt trocken aufzubewahren, einer Treibstoffflasche für den Kocher und zwei Sitzkissen. Fast wäre ich noch in die Versuchung gekommen, mir neue Wanderschuhe zu kaufen, aber wie ich gerade gesehen habe, sind das nur Hikingschuhe, keine Trekkingstiefel. Für Laien: Hikingschuhe genügen dem Anspruch, wenn man mal gelegentlich durch die Berge auf ausgezeichneten Wanderpfaden laufen will. Ein Trekkingschuh ist schon eher was für Geröllpisten und unsicheres Gelände, wo man Stabilität braucht und Schutz gegen Umknicken.
Ursprünglich hatten wir für Sonntag eine Wanderung in der Sächsischen Schweiz geplant, aber nachdem es Freitag Nachmittag bei der Abfahrt in Strömen regnete und mir 20km nach Auffahrt auf die Autobahn einfiel, dass ich meine Wanderschuhe daheim vergessen hatte, strichen wir die Wanderung. Es musste also am Sonntag schön werden. Wir stiegen also ins Auto und machten kleine Runde am Wolfsberg, wo wir Mittag aßen und den fantastischen Ausblick in die Landschaft genossen. Man konnte bis weit nach Tschechien schauen.
Und mit diesen Worte melde ich mich schon mal ab. Am nächsten Samstag geht unser Flugzeug Richtung Reykjavik, um uns für eine Woche wieder mal in die Nähe des Polarkreises zu bringen. Ich habe auch schon beschlossen, hier keine tägliche Reproduktion zu geben, das schaffe ich zeitlich einfach nicht. Aber einen umfassenden Bericht mit den Highlights und entsprechenden Bildern wird es nach unserer Wiederkehr mit Sicherheit geben. Schon mal vorab, was wir vorhaben: Eine Woche Rundreise mit Mietwagen und Zelt auf Island auf der Ringstraße und davon ausgehend diverse Ziele ansteuernd.
Noch ein kleiner Nachtrag: Nach etlichen Wochen habe ich es endlich geschafft, meine Plattenkiste und deren Beschreibung zu aktualisieren. Jetzt sind endlich alle Einträge, auch noch die offenen von 2008 beschrieben und stehen zum Durchstöbern bereit.
Oral und der ganze Rest
Zwei mal sind wir diese Woche ins Kino eingefallen. Zum einen um einen Film zu sehen, den uns ein Kollege empfohlen hatte – “Willkommen bei den Sch’tis”. Er beschrieb ihn als unglaublich komisch und sehr witzig. Ein französischer Film, der urkomisch ist – ich konnte mir das nicht vorstellen, aber mit der Begeisterung, mit der mein Kollege davon erzählte, machte mich neugierig. Genau so war es dann auch. Viele Filme haben die Angewohnheit, dass nur das erste Drittel einen gewissen humoristischen Anteil hat, aber hier ließ es auch gegen Ende nicht nach. Für Franzosen mag das vielleicht nicht so witzig sein, aber eingefahrene Klischee über andere Bevölkerungsgruppen sind nicht jedermanns Sache. Man stelle sich nur die Geschichte vor, ein bayrischer Postbeamter müsste zwei Jahre nach Sachsen ziehen.
Aber als deutscher Kinobesucher nimmt man diese Klischees nur humorvoll war und lacht, bis einem der Bauch schmerzt. Ich habe es mir zur Regel gemacht, nur das Gröbste von einem Film wissen zu wollen und mir dann ein Bild zu machen, so wird man wirklich weniger enttäuscht.
Etwas kontroverser ging es dann im zweiten Film “9to5 – Days in Porn” zu. Ein Film, der mehr Dokumentation ist, wie ein Film, aber sehr deutlich den Alltag von Pornostars über mehrere Monate hinweg zeigt, wie man schnell aufsteigt, oben bleibt oder ganz schnell wieder verschwindet. Es ist natürlich nicht zu übersehen – alle fuhren riesige neue Autos, hatten schöne Wohnungen und offensichtlich auch das nötige Geld. Aber gleichzeitig wurde auch gezeigt, wie es nebenbei aussieht – regelmäßige Untersuchungen, die Anforderung, das zu machen, was der Regisseur möchte, auch wenn es nicht unbedingt mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmt. Und natürlich die Konkurrenz untereinander, denn bei 15.000 neuen Filmen pro Jahr muss man außergewöhnlich sein, um wahrgenommen zu werden. Der Schwerpunkt bei dem Film lag eindeutig im weiblichen Bereich, denn für Frauen gibt es in diesem Gewerbe drei Beweggründe, um mitzumachen: Spaß am Sex, Geld und/oder Ruhm. Gefallen hat mir an dem Film, die schonungslose Darstellung, wie diese Leute Sex vor der Kamera als Beruf ansehen und wie die Partnerschaften dazu aussehen. Natürlich hat man auch seinen Agenten, der dafür sorgt, dass man engagiert wird – und wie es sich für eine Agentur gehört, kann man die Schauspielerinnen auf einer Webseite ansehen – mit Bild, und einer kurzen Beschreibung, die mehr Aufzählung ist, was sie alles mitmacht.
Was dem Film fehlte, war der rote Faden – er sprang von einem Grüppchen von Dreharbeiten zum nächsten, es ging weniger um die Dreharbeiten, sondern dass, was ringsherum passierte. Man sah nackte Frauen, die auf dem Boden kauerten und auf ihre Szene warteten oder männliche Darsteller, die sich schon mal auf ihren Einsatz “vorbereiteten”, aber man hatte keine Ahnung, wo die jetzt herkamen. Bei den Frauen hatte man den Agenten, der sich um seine Mädels kümmerte, aber die männlichen Darsteller standen immer bereit – im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe die Monate nicht zusammengezählt, aber nach gefühlten 4 Stunden kam der Film zu einem versuchten Ende im Stil von “XY ging es einige Monate später wieder besser.” Große Erkenntnisse habe ich nicht aus dem Film gezogen, außer dass es auch Frauen in der Branche gibt, die Szenen mitmachen, wo andere sich erniedrigt oder gequält vorkommen würden, weil es für sie eine Art “olympische Herausforderung” ist – immer besser und mehr zu können, wie andere. Und man ahnt auch, was man dort als Mensch wert ist, wenn sich Produzenten / Agenten gegenseitig auf die Schulter klopfen und Geschichten der Kategorie: “Als sie sich bewarb, schrieb sie, dass sie es nicht mit mehr wie 2 Typen gleichzeitig macht. In ihrem ersten Film waren es 6.” erzählen. Aber auch gut zu wissen, dass es gute Geister im Hintergrund gibt. Pornostars der ersten Stunde, die sich um die Einführung von regelmäßigen Untersuchungen bemüht haben und auch den Youngstars mit Rat und Tat zur Seite stehen, weil sie alle Hochs und Tiefs der Szene miterlebt haben.
Und natürlich musste letzte Woche auch irgendwas grandios schief gehen. Ich spürte am Donnerstag Nachmittag ein leichtes Ziehen im Oberkiefer. Aber das hatte ich schon öfter, weil ich dachte, da hat sich eine Fleischfaser eingeklemmt. Also mit Zahnseide ran – nichts da, der Druck blieb und sorgte dafür, dass ich die halbe Nacht munter blieb. Genug Zeit, um sich mit dem Thema “Wurzelbehandlung” auseinander zu setzen. Und siehe da – nächsten Morgen zum Zahnarzt, der schaut auf das alte Röntgenbild, macht eine Klopfprobe und einen Vitalitätstest und siehe da, meine Vermutung war richtig. Zahn aufgebohrt, etwas zum Abtöten des Nervs rein und wieder provisorisch zu. Nächster Termin Montag eine Woche drauf, mit der Bemerkung “Der kann heute und morgen noch ein bißchen rummuckern!” Das Rummuckern sah so aus, dass ich mittags heim ging, weil ich die Schmerzen nicht mehr aushielt. Gegen Abend ließ er mal kurz nach, aber dafür machte sich was anderes breit. Ich fühlte mich wie krank, fiebrig und schlapp. Das setzte sich dann bis Montag fort. Inzwischen schwoll mein Zahnfleisch an und im Kiefer machte sich der Lymphknoten dick. Also Montag sofort früh wieder hin. Zahn auf, Wurzelbehandlung sofort – ist überhaupt nicht schlimm, ich konnte in seiner Lupe die Spiegelung sehen und wie er die Wurzelkanäle ausbohrte. Gemerkt hab ich kaum was, bis auf die Stelle, wo er meinte, das es da noch blutet und eitert. Und dann kam der Horrorteil – er hatte festgestellt, dass am gleichen Zahn noch ein Abszess ist und entfernte ihn. Selbst mit Betäubung standen mir die Tränen in den Augen. Heute also erstmal krank geschrieben und Freitag dann die Fortsetzung.
PS: Diese Mischung aus Country und Blasmusik in der Warteschleife bei XXXL Neubert ist echt der Kracher!
Salsa, alte Bekanntschaften und Schlafsackhippies
Eins habe ich mir vorgenommen – wöchentlich Updates im Blog. Es kann nicht sein, dass hier nur sporadisch was kommt. Ein bißchen Regelmäßigkeit muss schon sein. Wie ich das natürlich mit den Reiseberichten mache… Ich denke mal, ich werde das auf einen Beitrag zusammenschrumpfen und nur über die Highlights berichten. Alles weitere wird seit den Dolomiten analog dokumentiert.
Heute Morgen bin ich beim Kraftfuttermischwerk über das Video von Jeff Desom zu Hauschkas “Morgenrot” gestolpert. Ich hatte schon mal was über Hauschka gelesen bzw. in das Album reingehört, aber es wollte mich nicht so richtig bewegen. Aber das Video dazu… seht selbst.
Diese Woche war unser zweiter Salsakurs. Wir haben einen dreiwöchigen Einsteigerkurs gebucht, der hier regelmäßig in Bamberg abgehalten wird. Nachdem wir auf Kuba die Grundlagen lernten, haben wir jetzt die Möglichkeit die offizielle Version kennenzulernen. Das Lerntempo ist stellenweise gefühlt etwas langsam, aber wenn es dann mal losgeht, sind wir Feuer und Flamme. Und das wir ein Gefühl für Salsa haben, scheint durch die Fragen, ob wir schon länger tanzen oder ob wir schon öfter einen Salsakurs besucht haben, bestätigt zu werden. Aber selbst wenn es 20 Uhr ist – bei 30°C geht es beim Tanzen schon sehr hitzig zu, da helfen auch geöffnete Fenster kaum.
Mein letzter Artikel zum Thema Auktionen rächte sich gleich am nächsten Tag. Nichts ist anstrengender wie Kunden, die nach Ende der Auktion verhandeln – angefangen bei den Versandkosten, bis hin zum Artikel, auch wenn alles in der Auktion drin stand. Ich meine, diese Nachricht ist schon zum Brüllen komisch, aber mal im ernst: Wie reagiert man auf solche Nachrichten?
Hallo,der Schlafsack ist gestern angekommen,es ist ja uch alles wunderbar,nur hast du eine ganz schöne Duftnote hinterlassen (Parfüm)?
Also ich brauche den Schlafsack für Tierbeobachtungen in der Natur also im Wald,und ich weiß nicht op du schonmal im wald gewesen bist,aber dort ist die Luft unglaublich rein,
und der Gruch des Sclafsacks würde weite Wege ziehen und Tiere vernhalten.Ich bin halt auch so ein öko hippi typ und benutze nur bbio shampoo und absolut nichts chemisches wie parfum) usw.,ich habe den Sack 1 Tag an die frische Luft gehängt,aber jetzt ist mein Zimmer wieder mit dem Pafrfüm Geruch durchflutet,Es ist ja ein schöner Geruch aber ich werde ihn reinigen lassen müssen um damit in die Natur zu gehen ,ich habe mich erkundigt,es wird ziemlich teuer,kostetet 20-40 und Porto noch dazu,selber machen ist zu riskant,
also kannst du etwas dzusteuern? Wir könnten uns einigen die Transaktion nicht abgeschlossen zu haben,somit spart du die ca.5 Euro [xxx] Gebühren.
10€ ? Bitte
Also bin ich ganz brav gewesen und habe höflich, aber bestimmt erklärt, dass eine Reinigung meinerseits nicht finanziert wird, worauf ich die Antwort erhielt, dass der Käufer ohnehin nicht das Geld für die Reinigung hätte. Ist das die Internetvariante von “Haste ma nen Euro übrig?”
Von Zeit zu Zeit logge ich mich ja mal via Webinterface bei meinem EMail-Provider ein, der jetzt eine einheitliche Zierleiste an das obere Ende genagelt hat. Ich wäre nicht im Traum darauf gekommen, da genauer hinzusehen, aber da war ein rotes Pünktchen auf das ich neugierig geklickt hab – ahhh, hier kann man auch chatten und ich wurde in die Kontaktliste aufgenommen. Am anderen Ende – ein bekanntes Ehepaar, dass ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen, gehört oder gelesen hab. Nachdem wir erstmal kurz Nachrichten ausgetauscht haben, habe ich mich heute Morgen hingesetzt und mal die Ereignisse der letzten Jahre zusammengetippt, seit 2005 ist schon ein bißchen was passiert. Und vorhin erhielt ich dann Antwort. Ich überlege, wenn wir das nächste Mal in Dresden sind, vorbeizuschauen…
Vor mich hingeträumt
Gestern Abend machte ich mit meiner Freundin noch einen Test zur Bestimmung des Intelligenztyps. Dabei stolperten wir über die Frage, was man machen würde, wenn man auf die 5-jährige Tochter von Bekannten aufpassen müsste. Meine Antwort: Kasper-Theater vorspielen. Und als ich heute Nacht munter wurde, weil sich in meinem Kopf ein paar Probleme wälzten, zog ich es vor, mir statt einer Lösung zu suchen, wie ich das Programmupdate zusammenschrumpfe, dass es auf eine CD passt, mir lieber ausmalte, wie ich meiner 5-jährigen Tochter Kaspertheater vorspielte.
Die Kleine, nennen wir sie mal Lilli, sitzt ganz gespannt in einem großen Kinderzimmer, die Sonne scheint herein und draußen sieht man das Grün von Bäumen. Überall liegen Spielsachen auf dem Boden und natürlich gibt es auch eine große Kiste, in die man sie reinräumen kann, aber es ist nicht an der Zeit aufzuräumen. Interessanterweise fällt mir als “Bühne” für das Kaspertheater die Teile ein, die es zu DDR-Zeiten gab – bunt bemalter Pressspan im Holzrahmen. Und natürlich gibt es auch jede Menge Puppen – den Kasper, den die Kleine erstmal laut rufen muss, damit er auftaucht. Der Kasper plappert erstmal lustig mit der Kleinen und dann schau ich nach, was für andere Puppen noch da sind. Es gibt noch einen Gendarm/Polizisten – der kommt mir gerade Recht, denn er taucht jetzt auf, um den Kasper wegen Falschparken zu verhaften. Natürlich entkommt der Kasper und ich überlege, welche Figuren noch da sein könnten, um eine Geschichte aufzubauen. Mit schwebt was wie ein kleines Märchen vor, nur halt moderner. Zum Beispiel eine Großmutter, die den Kasper losschickt, um Kukident für ihre Dritten zu holen. Und als er sich auf den Weg macht, begegnet er dem Räuber, der ihm seinen iPod stehlen will, aber erfolgreich dem Polizisten übergibt, der aber den Kasper gleich wieder wegen dem Strafzettel am Schlawittchen packt. Und dann kommt da noch der Wolf, der den Kasper fressen will. Doch es gelingt dem Kasper den Wolf zu überreden, dass Menschen fressen nicht so gut ist und er doch statt dessen lieber Tofu-Würstchen essen soll. Und dann schafft es der Kasper das Kukident der Oma zu bringen, alle sind glücklich, der Kasper verabschiedet sich und die Kleine klatscht in ihre Patschhändchen, lacht und ruft “Mach weiter Papa!”. In der offenen Tür steht meine Freundin, lacht und schüttelt den Kopf über den Blödsinn, den ich mir da ausgedacht habe.
Irgendwie schön, so ein Traum… kommt halt vor, wenn Freunde Kinder bekommen. Herzlichen Glückwunsch an Janine + Thomas!
Updates, Idioten und andere Highlights
Grummel – kaum habe ich mit viel Mühe letztes Wochenende meinen Blog von der WordPress-Version 2.5.1 auf die 2.6.5 upgedatet… oder geupdatet… aktualisiert und schon lauert WordPress mit der 2.7. Jetzt soll auch eine automatische Aktualisierung a la Windows-Update möglich sein. Ich weiß nicht, ich bin da sehr skeptisch, da ich bei einigen Plugins doch selbst in den Funktionen von WordPress gespielt hab und keine Lust hab, mir das ganze durch ein schnelles FTP-Update kaputtspielen zu lassen.
Und wo das eine Update ansteht, habe ich schon ein anderes durchgeführt. Von Shredder (Thunderbird 3.0 Alpha 3) auf Thunderbird 3.0 Beta 1. Noch viel genialer wie die Alpha – jetzt Extrem-Tabbed-Mail-Schreibing! Leider fehlt mir noch eine Einstellung, wo ich sagen könnte, dass ich die neuen Mails in einem neuen Tab geöffnet haben möchte, den sonst bleibt nur der Rechtsklick “In einem neuen Tab öffnen”. Gleiches gilt natürlich auch für neue Mails. Eine geniale Vision… ein Mailprogramm, wo man zwischen mehreren Tabs hin- und herspringen kann. Ich weiß, Lotus Notes kann das schon lange, aber ich will das auch zuhause haben!
Mir klappte diese Woche ganz gewaltig der Unterkiefer runter, als ich diesen Artikel las [Anm.: gefunden via Kraftfuttermischwerk]. Ich hab nichts gegen Metallica, im Gegenteil – ich liebe ihre frühen Werke, speziell “One”. Wo damals die Diskussion mit Napster aufkam, dachte ich mir, dass die Jungs einen an der Klatsche haben. Regen sich drüber auf, dass ihre Musik in P2P-Netzwerken getauscht wird, verklagen ihre Fans, veröffentlichen aber weiter brav ohne Kopierschutz. Wer aber stolz drauf ist, dass ihre Musik zur Folter von Gefangenen eingesetzt wird, weil sie dann ihren Zweck erfüllt, gehört für mich nicht nur in die Entzugsklinik, sondern auch resozialisiert. Darauf werfe ich doch jetzt glatt eine Runde Massive Attack vs Mad Professor – “No protection” in den CD-Player.
Nachdem ich letztens meine Vermieterin anrief und fragte, ob der Hausbau noch weiter geht, weil mein Keller wie eine Baustelle aussieht und die Beleuchtung auf dem Boden liegt, sowie ein Haufen Werkzeug, Müll etc. rumliegt, meinte sie, dass sie den Elektriker vorbeischickt, um die Lampe anzubringen. Der kam in meine Wohnung und wollte, dass ich dort die Sicherung für den Keller ausschalte. Die Sicherung für den Keller in der Wohnung? Nein, die ist unten beim Stromzähler. Daraufhin wollte er dann die Hauptsicherung im Keller rausnehmen. Ich fuhr den Rechner runter und ging mit runter. Er drehte die Sicherung raus, im Keller ging das Licht aus und ich ging wieder in die Wohnung – alles hell beleuchtet, Küche, Bad, Wohnzimmer alles an. Zehn Minuten später machte es *klick* und mein Verstärker im Wohnzimmer nahm wieder den Betrieb auf – stimmtm, es war so ruhig. Merke: An der Hauptsicherung für den Keller und die Waschmaschine im Keller hängt auch eine Steckdose im Wohnzimmer!
Ich hatte ganz vergessen, die Ursache für mein kaputtes Auto anzugeben. So etwas passiert ja in der Regel nur, wenn es gerade unpassend ist. Und genau dieser Umstand wurde dadurch hervorgerufen, dass ich mich eine Woche zuvor einen neuen Rechner gekauft hatte. Da meine Rechenknechte doch eine Weile halten müssen, hole ich mir immer einen wahren Dampfmann. Und so werkelt jetzt unter meinem Schreibtisch ein Quadcore von AMD, jeder der Kernchen hat sein eigenes Gigabyte RAM und für den grafischen Output sorgt eine nVidia 9800GT (passiv gekühlt!) und ein schicker schwarzer 22″ Monitor (der von der Höhe perfekt zu meinem alten 19″ passt). Der Desktop wird, wie so oft, gestellt von Desktopography.
Als ich das Bild auf die externe Platte kopieren wollte, meldete sich wieder mein Windows und meinte, die gesamten 500GB durchsuchen zu wollen. Und jedes Mal klicke ich mich durch 6 Dialoge, die ich garnicht haben will (3x den Autoscan abbrechen und 3x mal “Was wollen Sie mit dem Laufwerk eigentlich anstellen?”). Es gibt zwar in der Systemsteuerung einen Schalter, wo man den Autorun abschalten kann, aber der gilt nur für alle Laufwerke, die bereits erkannt wurden. Kommt man mit einem neuen Datenträger, geht der Spaß von vorn los. Da hilft nur eine Tiefenbereinigung. Man gehe in die Registry unter “HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer” und stellt dort den Schlüssel “NoDriveTypeAutoRun” auf 0x000000ff. Nach einem Neustart wird sich Windows nie mehr drum kümmern, was mit neuen Datenträgern passiert. Mal eben eine Treiber-CD einlegen und 5 Minuten warten, bis der Autorun den Dialog hochgewürgt hat – alles Geschichte.
Ansonsten doch eine sehr stressige Woche, ich mußte diesmal sogar Klavier ausfallen lassen. Ungeschlagener Favorit diese Woche: Einfach mal eine Rose von der Freundin geschenkt bekommen (Also kein Geburtstag oder sonstiger Feiertag). Gibt auf der nach oben offenen Punkteskala für Sympathiepunkte einen neuen Highscore: unendlich + 1. So langsam gelange ich zu der Überzeugung, sie mag mich ein kleines bißchen… :excited:
Von Süden nach Norden

Eigentlich fing alles damit an, dass ich doch nur in die Werkstatt wollte, um mal die Winterreifen aufziehen zu lassen und eine Lampe zu wechseln. Ich bekam einen Termin in der darauf folgenden Woche und die Lampe wurde sofort gewechselt. Das Ergebnis war, dass ich am selben Tag mittags wieder auf der Matte stand und mein Auto abgab, denn die Geräusche, die es von sich gab, waren wenig Vertrauen erweckend. Erste grobe Schätzungen der Werkstatt waren das Getriebe oder die Antriebswelle. Das war dann am Donnerstag.
Den folgenden Dienstag erhielt ich dann die Sicherheit: Ja, das Getriebe hat einen Totalschaden. Ein Blick in die Wikipedia verriet mir, dass es ein Leiden des Baleno ist. Und nun stand ich vor der Entscheidung – neues Getriebe, gebrauchtes Getriebe, neues Auto, gebrauchtes Auto? Ich schlief eine Nacht drüber und kam zu dem Ergebnis, dass nach 130.000km kein Auto so kaputt sein kann. Also wurde es eine Operation, der Werkstattmeister wollte sich nach einem gebrauchten Getriebe umsehen, was er im Laufe der Woche nicht schaffte, also ging in der nächsten Woche die Reparatur los. Glücklicherweise wurden die defekten Teile gewechselt (also kein neues Getriebe) und eine neue Kupplung wurde gleich mit verbaut. So kamen die Teile auf 300 Euro, dafür die Arbeitskosten auf mehr als das Doppelte.
Und nun steh ich wieder da – er ruckelt beim Anfahren. Zum Glück gibt es die Spezialisten von Balenomania.de, die jedes Problem schon mal hatten. Vorsichtige Schätzung: es kommt Wasser in die Zündkerzen und deshalb läuft er nur auf 3 Töpfen und genauso fühlt es sich an… Und den Ölwechsel hatte ich auch vergessen. Und da sagt man, eine Freundin wäre teuer… Pfff…
Letzten Samstag ging es jedenfalls auf einen kleinen Ausflug nach München. Wir bummelten den ganzen Tag durch die Stadt, schauten uns um und stellten fest – viel zu viele Menschen. Aber trotzdem ist so ein Wochenendausflug immer wieder schön, zumal ich auf noch meine CD-Sammlung etwas aufstocken konnte. Das Wochenende war schnell vorbei und gleich am Montag Morgen hieß es früh um 4 Uhr aufstehen und auf den langen Weg nach Kiel machen. Gegen Mittag waren wir da, gingen in die Firma und legten erstmal die Sachen ab und stärkten uns.
Im Laufe der Woche kamen wir gut mit dem Projekt voran. Besonders erwähnenswert war der Dienstag Abend, als wir in einen Laden gingen, der grundsätzlich nur Pizzas nach Art des Gastes anbot. Hieß im Klartext: Man hatte einen Zettel vor sich, wo man die Größe der Pizza, den Teig und sämtliche Beläge ankreuzen konnte. Mir war nach scharf zumute und so lautete meine Zusammenstellung:
- 28 cm
- Weizenmehl
- Peperoniwurst
- Peperoni (auf Nachfrage der Kellnerin: Ja, die Scharfen)
- Hackfleisch
- Zwiebeln
- Oliven
Unter dem Zettel stand noch, dass es auf Wunsch auch kostenlos Knoblauch gibt. Ich machte einen Haken dran und unterstrich das Wort Knoblauch. Das führte dazu, dass sich wohl ungefähr 6-7 gepresste Knoblauchzehen auf meiner Pizza befanden. Schmeckte unglaublich lecker und die Peperoni waren auch wirklich angenehm scharf. Ansonsten eine sehr ungewöhnliche Mischung, aber doch empfehlenswert.
Ich bin jetzt das dritte Mal in Kiel gewesen und immer habe ich das Glück ein Zimmer zu erwischen, wo irgendwas nicht passt. Das letzte Mal war es das surrende Geräusch des Fahrstuhlmotors, diesmal das riesengroße beleuchtete Schild des Hotels vor meinem Fenster. Aber alles das wurde wieder wett gemacht, durch einen besonderen Service. Morgens klingelte mein Telefon und die liebe Stimme meiner Freundin weckte mich. Und sofort hatte ich vergessen, dass die Luft unheimlich trocken war und die Matratze völlig ausgelegen war.
Fliegende Wale
Heute mußte ich mich Entsetzen hören: Ein Schneesturm naht! Für die Jahreszeit nicht ungewöhnlich, nur einem Medienabstinenten wie mir entgeht schon mal was. Jeder, mit dem ich diese Diskussion mal geführt hatte, kam irgendwann zu mir und meinte, nachdem er mal eine Woche ohne Radio / Fernsehen gelebt hat, dass man die Welt anders wahrnimmt. Denn plötzlich beschränken sich die Nachrichten, die zu einem dringen nur noch auf Bereiche, die einen wirklich betreffen. Könnte man als moderne Form der Verdrängung interpretieren, aber das Leben ist schon stressig genug, da muss ich mir nicht einreden lassen, dass es noch viel gefährlicher, stressiger und tödlicher ist, wie die Realität, die wirklich vor meinen Augen passiert.
Aber zurück zum Schneesturm, ein Blick zum Deutschen Wetterdienst verriet mir, dass eine Sturmwarnung herausgegeben wurde. Ich warf natürlich erstmal einen Blick auf die nächsten Tage, wie sich das Wetter entwickelt. Es verspricht doch kühler zu werden, man könnte direkt behaupten – winterlich. Doch für heute stand für den Bayern folgende Meldung da:

Es ist doch wohl ein bißchen schlimmer wie erwartet, die Wale fliegen tief! Ich stelle mir gerade die Berechnung der Formel vor, welche Windstärke herrschen muss, damit ein ausgewachsener Orca vom Wind weggeweht wird. Da er bis zu neun Tonnen auf die Waage bringt, würde eine Orkaböe auch nicht vor einem Haus halt machen. Und die einzige Kraft, die mal locker ein Haus umbläst, wäre die Druckwelle einer Atombombe, die eine mittlere Geschwindigkeit von 350 m/s hat. Denken wir mal in Skalen, hätte auf der Beaufort-Skala ein starker Wind einen Wert 6, ein Sturm würde 9 erreichen und ein Orkan 12. Damit hört eigentlich die Skala auf, aber ich habe mir mal den Spaß gemacht und eine Orkaböe ausgerechnet – die hätte auf der Beaufort-Skala einen Wert von 56. Okay, jetzt weiß ich wie schlimm es wird…
Wahlanalyse
Nachdem ich jetzt eine Woche auf Dienstreise war, habe ich mich gestern Abend der Frage gestellt: Warum hat die CSU in Bayern so herbe Verluste eingefahren? Ich hab schon gehört, dass die Zugereisten dafür schuldig sein sollen (ganz im ernst!). Natürlich haben bei 9,2 Millionen Wahlberechtigten die Zugereisten für einen Rutsch von 17% gesorgt – das wären 1,56 Millionen Stimmen!
Einer der Gründe für mich ist, dass die CSU es nicht mehr schafft ihre traditionellen Werte an die Jugend zu übermitteln. Deswegen mein Tipp an die CSU für die nächste Wahl: Versucht doch mal an Größen der Rock- und Popszene zu appellieren, sie mögen doch für einen Wahlwerbespot auftreten und die traditionellen bayrischen Werte vermitteln! Also ich stelle mir das ungefähr so vor…
(via directtaabaaascoo)
DeskTOP! – Teil 2
Ein merkwürdiges Klopfen holte mich heute aus dem Bett. Sollten die Bauarbeiten tatsächlich fortgesetzt werden, während ich Urlaub habe? Ausschließen wollte ich das mal nicht. Tatsächlich, das Klopfen kam von draußen und es wurde am Haus gearbeitet. Also fing ich auch an…
Erstmal alle Teile vom Schreibtisch herunterräumen, den Schreibtisch beiseite räumen, Wollmäuse einfangen und dann den Schreibtisch zerlegen. Genügend Arbeitsschritte, um eine Frühstückspause einzulegen. Es war ja auch halb 9 Uhr. Die Stille draußen machte mir Sorgen, sollte das etwa schon wieder alles gewesen sein? Meine Vermutung wurde nicht enttäuscht, es blieb ruhig. Aber ich machte weiter. Gegen 11 Uhr war ich an der Stelle angelangt, wo es galt 40 kg Schreibtisch einmal von “Beine nach oben” auf “Beine nach unten” zu bringen. War spannend und knapp, aber es ging gut. Zubehör angebaut, fertig! Als nächstes war der Unterschrank dran. Ich hatte mich für das Modell entschieden, weil es so schön viele Fächer hat. Nur müssen die alle erstmal zusammen gebaut werden! Gegen 14 Uhr hatte ich dann alle Teile, die herumlagen zusammengebaut, nur noch die Lampen fehlten, aber das ging auch schnell.
Jetzt galt es, den alten Schreibtisch sowie den Berg von Pappe zu entsorgen. Vorsichtshalber fuhr ich erstmal am Wertstoffhof vorbei, um zu sehen, ob er denn überhaupt offen hat. Internet hatte ich ja noch nicht – der Schreibtisch war ja gerade erstmal aufgebaut. Außerdem brauchte ich noch Glühlampen für die Schreibtischlampen. Der Wertstoffhof hatte offen und ich lud das Auto voll. Als ich abgeben wollte, erfuhr ich “Holz nehmen wir nicht, da müssen Sie zur Müllverbrennungsanlage nebenan, das kostet bis 90kg 5 Euro”. Es gibt Tage, da muss man nicht alles verstehen. Papier und Pappe wird angenommen, aber kein Holz?! Na zumindest steht jetzt der Schreibtisch (ich denke nicht an die Rechnung und die Zusatzkosten, sondern freu mich einfach drüber, dass jetzt alles gut ist).
