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Gefährliches Halbwissen

Category: Krank

Knocked out

Es gibt ungefähr 1.000 Dinge, die man an einem freien Tag machen kann. Sich zum Beispiel Barry White in die Wohnung einladen. Völlig unverständlich, aber obwohl er schon seit fast vier Jahren tot ist, brummte er seit gestern Abend durch meine Wohnung. Auch dass er plötzlich Deutsch, naja gut, Sächsisch spricht, mutete etwas merkwürdig an. Das erste Mal erschien er mir, als ich gestern Klavier spielen übte und mich lautstark über einen Fehler meinerseits ärgerte.

Heute Morgen zog er mich mit seinem ganzen Gewicht wieder ins Bett zurück. Selbst ein heißes Erkältungsbad konnte ihn nicht vertreiben. Also legte ich mich auf die Couch, schaute DVD oder las. Zumindest gab er dann Ruhe. Ich hätte ja gerne irgendwas gemacht, aber er hielt mich die ganze Zeit davon ab. So konnte ich wenigstens auch die neuen CDs hören, die gestern eingetroffen sind. Heute Mittag ließ ich ihn dann im Namen von mir einen Freund zum Geburtstag gratulieren, den ich glatt verpennt hatte. Peinlich, aber wirklich richtig peinlich! Wo bin ich denn nur mit meinen Gedanken? Ab 30 gehts wirklich abwärts…

Fazit zum Tage:

  1. The FieldFrom here we go sublime ist wirklich ungemein gut, lädt zum rumhopsen durch die Wohnung ein (Wenn Barry White dann nicht auch mittanzen wollte).
  2. Barry White gut und schön, aber an einem Feiertag mit einer Erkältung niedergestreckt zu werden, ist einfach Sch…ade.

Erstaunlich eben

PostcrossingEs muss doch die Ruhe vor dem Sturm sein. Hier und da hakt es zwar stellenweise, aber ansonsten läuft mein Leben mittlerweile in viel zu geordneten Bahnen. Obwohl ich zugeben muss, mich momentan etwas planlos treiben zu lassen und ich habe die Hoffnung / Befürchtung, dass mich in nächster Zeit was piekst und ich mal einen neuen Glückskeks ziehe.

Gestern traf wieder eine neue Postcrossingkarte ein, aus Helsinki, Finnland. Damit sind alle Karten ausgetauscht und ich muss mich wieder aufraffen, neue zu schreiben.

Ansonsten klemm ich mich auf Arbeit immer unter die Kopfhörer und selektiere Musik aus. Heute war mal wieder ein verdächtig guter Tag, sehr viele Titel, die mir gut bis sehr gut gefielen. Nachdem Material für 12 Podcasts vorhanden ist, habe ich mich jetzt entschlossen, als nächstes einen Podcast mit hochaktuellem Material zusammenzustellen. Wie ich letztens schon erwähnte, sind die Stücke noch aus dem August letzten Jahres. Des weiteren werden Tracks aussortiert, die mir mittlerweile nicht mehr ganz so gut gefallen.

Weitere Lowlights aus dieser Woche – es hat Dienstag geregnet, sodass ich gestern mal getrost einen Tag ohne Pille überlebt habe. Der Chef führte heute einen Bewerber herum und dabei entstand folgender Dialog:

Chef: Das ist der Herr Speedy, der ist jetzt seit 3 oder 4 Monaten hier…
Ich: Im vierten Monat!
Kollege: Sieht man dir aber garnicht an!
alle bis auf den Bewerber lachen

Im Nachhinein unterhielt ich mich noch mit anderen Kollegen und wir konnten nicht so richtig feststellen, ob er direkt von der Uni kommt. Ein Kollege meinte, es sah so aus, als wenn er sich im Anzug wohlfühlen würde. Ich stimmte dem zu und ergänzte, dass er keinerlei Informatikausstrahlung (sprich: ein Nerd) hatte. Das wird doch nicht etwa ein Wirtschaftsinformatiker sein?

Positiv zu berichten gibt es auch, dass ich den zweimonatigen Kampf der Versicherungen um meine Person endlich für beendet erklären kann. Noch nicht ganz, erst will ich das Schreiben wirklich persönlich in den Händen halten, bisher habe ich es nur als Fax gesehen. Dann fiel mir am Wochenende doch glatt noch ein, dass ich mal das vor mehreren Wochen versprochene Schreiben zum Versicherungsfall von Rüedi in die Werkstatt bringen sollte, was ich dann auch erfolgreich erledigte. Apropos Auto – am Wochenbeginn fuhren wir wie gewöhnlich zum Essen und als wir zurück kamen, deutete ein Kollege auf eine Schneise im Gebüsch des benachbarten Unternehmens. Da endete für den vierten Testfahrer des Audi R8 unter einem LKW [Beitrag aus dem "Fränkischen Tag"]. Man sollte wissen, was man mit 420 PS unter seinem Hintern anfängt. Nur gut, dass es am Wochenende war, für gewöhnlich parke ich gleich um die Ecke…

Hinterhergeputzt

Aloo GobiNoch ein bißchen Nachtrag zum Wochenende – Ich hatte am Schluss nur noch im Schnelldurchgang vermerkt, dass der Sonntag Abend zum Teil aus Kochen bestand. Angesichts von restlichen Kartoffelbeständen, beschloss ich ein Kartoffelgericht zu kochen. Meine Wahl fiel auf Aloo Gobi. Geringfügige Modifikationen (drei statt einer Chilischote) verpassten dem Gericht einen wirklich indischen Hauch.

Ansonsten habe ich in den letzten Tage mal den Bestand neuer Musik durchgehört und muss jetzt weiter aussortieren. Derzeit liegen 6 Stunden Musik in meinem Ordner zum Vorbereiten der Podcasts. Da werde ich nochmal sehr gründlich aussortieren müssen. Ansonsten fühlt sich mein Kopf zur Zeit wie eine breiige Masse an, Heuschnupfen ist wirklich keine Freude. Dieses Jahr läßt die Wirkung der Medikamente auch sehr zu wünschen übrig. Beruhigend ist jedenfalls zu wissen, dass ich nicht allein bin. Seltsamerweise betrifft es dieses Jahr auch einige Leute, welche die letzten Jahre doch sehr wenig Probleme damit hatten. Vor meinem geistigen Auge entstand gerade die Bild-Schlagzeile “Horrorpollen – Sie sind überall!”. Dabei fällt mir ein, dass ich letztens gelesen habe, dass die Bild-Zeitung jetzt mit Greenpeace kooperiert. Sollte man sich jetzt bei Greenpeace für diesen Verrat der Ideale bedanken? Ich würde auch mit einer Zeitung in einer Auflage von 12 Millionen zusammenarbeiten. Ist ja sinnbildlich das Gleiche, als wenn man aufhören würde, Vegatarier zu sein mit der Begründung: “Das arme Vieh wird ja eh geschlachtet”.

Aber genug des Pessimismus, der Fühling hat ja auch sein Gutes. Zum Beispiel, wenn man mal die Nase aus dem Fenster steckt…

Blick aus dem Fenster Blick aus dem Fenster

PS: Jetzt möchte ich aber auch mal ein Lob hören, der Beitrag war jetzt aber wirklich kurz ;)

Der Versuch einer Kurzfassung…

Nun ist Ostern schon wieder vorbei und ich muss mittlerweile einen Zettel schreiben, um alles zusammenzupacken, was in den Beitrag soll. Wie mir schon am Wochenende vorgeschlagen wurde, sollte ich doch daraus ein Buch machen oder eine Telenovela. Ich kann doch auch nichts dafür, dass ich mich mitten im Schreiben immer weiter in Gedanken verstricke und erst zwei oder drei Absätze später merke, dass ich an einer ganz anderen Stelle auftauche, wo ich es ursprünglich vorhatte. Und siehe da, so geht es schon los…

Ich beginne doch lieber beim Donnerstag, wo ich leicht schnüffelnd auf Arbeit saß und feststellte, dass nur noch mit der chemischen Keule nachgeholfen werden kann, war aber von der Wirkung nicht sonderlich begeistert, da ich auf Anraten eines Freundes aus meiner ehemaligen Squashgruppe auf Loratadin umgestiegen war. Merkwürdigerweise ließ das Kribbeln aber nicht nach. Dafür warf ich mal einen unauffälligen Blick in die Nebenwirkungen: Müdigkeit: häufig! Ich denke, Loratadin war der Zauberstoff, der nicht einschläfert? Zum Glück bemerkte ich davon nichts und trommelte weiter auf meiner Tastatur herum, um dann kurz vor Schluß die Wrapperklasse zur Datenbank-DLL fertigzustellen und zu integrieren. Gespannt wurde das Ergebnis am Bildschirm verfolgt. Programmstart – heftiges Getöse – Fehlermeldung. Meine Reaktion: “Doch so schnell?”. Mein Kollege grinste: “Du arbeitest an den tiefsten Tiefen der Kanalisation, happy Debugging!” Und gerade in dem Moment mußte ich mich auch schon aus dem Staub machen, schließlich mußte ein Geburtstagsgeschenk für Mutti organisiert werden. Einmal schnell durch die Stadt gebummelt und schon hatte ich das Gewünschte gefunden plus ein paar andere Ideen.

Freitag früh schnell einen gemeinsamen Kaffee geschlürft, später konnte ich dann noch in Ruhe frühstücken, packte ich anschließend meine Sachen fürs Wochenende zusammen, druckte eine Anfahrtskizze für meinen Besuch bei einer Kollegin aus. Dann hetzte ich zwischen der Musikzusammenstellung für die Fahrt, dem Vorbereiten der Ostergeschenke und der Hausordnung hin und her. Abschließend kam dann das Verpacken der Geburtstagsgeschenke und dann sollte es schon losgehen, wenn ich nicht die Hälfte vergessen hätte und im Spurt die restlichen Sachen aus der Wohnung holte. Per SMS bekam ich den Tipp auf Staus zu achten, also warf ich vorher einen Blick auf den Staumelder: 10km Stau bei Siebenlehn. Das Wetter war gut, ich hatte Musik mit, also konnte doch nichts schiefgehen. Die Realität sah dann doch ein wenig anders aus, denn von Stau war weit und breit nichts zu sehen und ich flitzte problemlos bis Dresden. Ich quatschte nach meiner Ankunft schnell mit meinen Eltern, wir aßen Abendbrot und ich hatte doch ein paar Minuten, mich auszuruhen. Der MP3-Player war vollgestopft mit Musik und ich knipste von einem Titel zum anderen und dann ging es los. Ich fuhr an einer Stelle vorbei, wo ich dachte “hier muss es sein”, rollte aber weiter, um dann zu wenden und meinen ersten Verdacht zu bestätigen. Der Abend war lustig, wir lachten, quatschten, spielten Billiard und ruckzuck war es um 2 Uhr und für mich höchste Zeit doch mal heimzudüsen.

Großer GartenDen nächsten Morgen drehte ich mich genüsslich um, als mir meine Uhr verriet, es wäre um 7 Uhr. Halb 11 Uhr kroch ich dann doch aus den Federn, schniefte etwas vor mich hin und machte mich noch schnell auf den Weg zur Apotheke, um mir eine Dosis Cetirizin zu genehmigen. Aus dem Hause Pfizer – na wer weiß, welche Nebenwirkungen das noch hat ;) Mittags fuhren wir dann ins Chiaveri im Sächsischen Landtag (Gaetano Chiaveri war der Architekt der Katholischen Hofkirche in Dresden). Von dort aus hat man einen fantastischen Blick auf die Dresdner Altstadt. Bei einem kleinen Verdauungsspaziergang im Großen Garten sprang es einem förmlich in die Augen, wie schnell es grün geworden war. Nach dem Abendessen fuhr ich zu Claudi + Basti, wo sich herausstellte, dass es keine gute Idee war, vorher schon etwas gegessen zu haben, den Kathrin und Jens zauberten noch etwas Leckeres. Naja, ein wenig Platz war noch. Beim Quatschen und Betrachten von Urlaubsfotos verging die Zeit wie im Flug.

Sonntags nach dem Mittag fuhren wir zum Barockgarten Großsedlitz, um einen kleinen Spaziergang zu machen. Ich war über die grenzenlose Abzocke empört, denn dort darf man schon mal 3 Euro Eintritt zahlen. Meine Rage stieß auf wenig Gegenliebe, schließlich muss sich ja jemand um den Park kümmern. Natürlich, aber dass auch den ganzen Tag eine Kassiererin in ihrem Häuschen hockt und die recht rare Kundschaft (da doch etwas abgelegen) zur Kasse bittet, hat in der Rechnung keiner bedacht. Im Anschluss durfte ich auch noch erfahren, dass in Pillnitz ab 2008 auch zur bezahlten Zone werden soll. Kein Wunder, wenn sich die Stadtoberen sich seit Jahren nicht zum Bau einer Brücke entschließen können. Weltkulturerbe hin oder her, dass es funktioniert, beweist meine neue Heimat. Hier geht es nicht um eine Brücke, sondern um alle. Im Klartext: Bamberg reißt alle Brücken ab und baut sie bis 2010 neu, zusammengefaßt unter dem Decknamen: Brückenprojekt 2010. Ist übrigens eine meiner Lieblingsfragen, wenn ich nach Dresden komme, aber die Antwort bleibt immer die Gleiche. Die Frage stellte ich auch nachmittags einer anderen Kollegin, die ich besuchte. Zumindest konnte sich die Pirnaer Bevölkerung die Farbe der Brücke heraussuchen; dass sie gebaut wurde, stand schon fest. Nach einem schönen Nachmittag (leider nicht vom Wetter her), sammelte ich meine Sachen zusammen und machte mich auf den Heimweg. Die Entscheidung, Sonntag heim zu fahren, war garnicht mal so schlecht. Ich hatte die Autobahn fast für mich allein.

Und ich hatte den gesamten Montag Zeit, mich um die Sachen zu kümmern, welche die letzten Tage liegen geblieben waren. Ich verjagte erstmal die Wollmäuse aus meinem Wohnzimmer, kümmerte mich um den Abwasch und testete am Nachmittag die Funktionsfähigkeit meines Fahrrads. Ich fuhr über den Bamberger Weg in die Stadt und an der Konzerthalle wieder zurück. Also nur eine kleine Runde, aber trotzdem anstrengend genug, angesichts der vielen Menschen, welche die Innenstadt verstopften. Kein Wunder, das Wetter lud förmlich ein, die Wohnungen zu verlassen. Passend dazu, quasi wie die Faust aufs Auge – Goethes “Osterspaziergang” aus Faust Teil 1:

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden belebenden Blick,
im Tale grünet Hoffnungsglück;
der alte Winter, in seiner Schwäche,
zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
ohnmächtige Schauer körnigen Eises
in Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
überall regt sich Bildung und Streben,
alles will sie mit Farben beleben;
doch an Blumen fehlt’s im Revier,
sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
nach der Stadt zurückzusehen!
Aus dem hohlen, finstern Tor
dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
denn sie sind selber auferstanden:
aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
aus den Straßen quetschender Enge,
aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
durch die Gärten und Felder zerschlägt,
wie der Fluß in Breit und Länge
so manchen lustigen Nachen bewegt,
und, bis zum Sinken überladen,
entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
hier ist des Volkes wahrer Himmel,
zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!

Mit zunehmender Sonneneinstrahlung erwärmt sich auch meine Wohnung und nach einem Vierteljahr habe ich verstanden, wie ich die elektrische Jalousie zu bedienen habe. Bis jetzt bin ich immer davon ausgegangen: langes Drücken = Automatik, kurz = manuelle Steuerung. Funktionierte bis dato bei jedem System, nur bei meiner nicht, die mag es genau umgekehrt. Aber soviel erstmal zum Wochenende, ich hätte noch ein paar abschließende Erkenntnisse zum Thema Musik, die ich dieses Wochenende gemacht habe, aber der Beitrag ist jetzt lang genug, oder?

Nachtfrost

Nach dem schönen Sonntag Nachmittag bzw. Abend legte ich mich ins Bett und ließ leichtsinnigerweise das Fenster offen. Die Rechnung bekam ich prompt am Montag – Kopfschmerzen, die sich gewaschen hatten. Mir blieb nichts anderes übrig, als pünktlich zu gehen, die Konzentration war einfach hinweg. Ich nutzte trotzdem die Zeit, um noch den kleinen Umweg zu machen und wegen meiner Noten zu fragen. Leider Fehlanzeige, keiner im Büro.

Da es nicht besser wurde, griff ich zur chemischen Keule und die Besserung setzte bald ein, sodass ich wenigstens noch die Postcrossing-Postkarten fertigmachen konnte und auch gleich noch den Abwasch erledigte. Der Geruch der Currypaste hatte sich richtig in der Küche festgesetzt und ist auch jetzt noch da. Während ich zwischen Küche und Wohnzimmer hin- und herflitzte, stoppte ich die Wohnzimmertür mit dem linken Fuß, die daran abprallte, aber ich die Gegenbewegung mit dem rechten Knie stoppen konnte, sodass es noch immer noch reichte, um mit dem Gesicht am Türrahmen zu bremsen. Suuuper!

Heute startete ich noch einen zweiten Versuch, die Noten abzuholen – ein Blick auf den Plan hatte mir verraten, dass heute Nachmittag jemand da sein sollte – wieder daneben. Na dann wohl erst am Donnerstag. Geplant war ja heute Abend Kino, aber wie auch schon die letzten Tage ist heute wieder was dazwischen gekommen, höchste Zeit mal wieder einen Beschwerdebrief ans Universum zu schreiben. Aber ich konnte die Zeit nutzen, Mails abzuarbeiten, Blogrundschau zu betreiben, den Verlauf des Stöckchens zu beobachten und dann mal die Forderungen vom Bafögamt zu überprüfen. Ich habe es doch gewußt, ich wurde betrogen. Ganze 2 Cent verlangen die zuviel. Aber da ich nur im OpenOffice ohne zu runden nachrechnete, werde ich mal Gnade vor Recht ergehen lassen.

KassetteNach einem Monat übelsten Papierkrieges warf ich heute endlich einen Blick auf die langersehnte Bestätigung meiner Kündigung. Ein Teamleiter hatte endlich ein Einsehen und ließ mich gehen. Jetzt hoffe ich mal, dass die zuviel gezahlten Beiträge auf mein Konto zurückfließen, denn nach 3 Monaten doppelter Miete, doppelte Versicherungen zu zahlen, fehlte mir gerade noch. Da war ja noch die Geschichte mit dem Bafög…

Zum Abschluss noch etwas Nostalgie. Nach Uwes gestrigem Podcast aus seiner 80er-Jahre-Serie sind wir auch beim Thema Kassetten in der DDR gelandet und mir fiel ein, dass ich noch etwas herumliegen habe. Eine originale und (wenn ich mich nicht täusche) unbespielte ORWO K60 Eisenkassette. Wahrscheinlich ein kurz-nach-wende-licher Restbestand, den ich für ein Kleingeld erstanden habe. Oder bei einer Ausräumaktion meiner Eltern abgestaubt habe. Aber das war schon eine von den Neueren. Die ersten Kassetten, die ich davon besaß, waren reinweiß bzw. auch mal grau. Und jetzt höre ich mal lieber auf, es sollte doch eigentlich ein kurzer Beitrag werden…

Volle Dröhnung

WintereinbruchGestern ging einfach garnichts mehr. Ich habe nach Arbeit gerade nochmal Mails gecheckt, Blogs durchstöbert und mich dann auch schon aufs Sofa gepackt. Die plötzliche Kälte hat gestern dafür gesorgt, dass mein Schädel wieder herzhaft schmerzte. Ich war auch etwas verwundert, als ich gestern Morgen einen vorsichtigen Blick aus dem Badezimmerfenster warf. Ein Blick auf die anderen Autos verriet mir, dass Kratzen nicht notwendig war. Die Überraschung kam dann, als ich vor die Tür trat. Rüedi machte die Ausnahme – 15 Minuten beinharte Kratzaerobic. Aber davon dröhnte mein Kopf nicht, die Ursache war der kalte Wind am Tag zuvor. Ich nahm also das übliche Programm:

  • Heißes Bad nehmen
  • verspannte Muskelgruppen anspannen und entkrampfen
  • möglichst wenig machen, was mit intensiver Lautstärke aufs Gehör prasselt

Es wurde im Laufe des Abends ein wenig besser, aber die Nacht riss mich der Schmerz aus meinem Schlaf und ich mußte ein wenig nachhelfen. Halb 4 Uhr wieder einzuschlafen ist auch nicht erfrischend, denn ich hatte vorhin echte Probleme aufzustehen.

Vor ein paar Wochen schrieb ich ja schon mal, dass ich vorhabe Klavierunterricht zu nehmen. Diesen Donnerstag ist es dann das erste Mal soweit. Als ich am Wochenende meinen Eltern davon erzählte, staunten die nicht schlecht. Als wäre es verwunderlich, dass ich mich für Musik interessiere. War leider kein Einzelfall. Deswegen Aufruf: Liebe Blogleser, die mich auch persönlich kennen, habe ich schon mal erwähnt, dass Klavier spielen möchte? Werde ich langsam alt, dass ich mir einbilde, etwas erzählt zu haben oder habe ich es so vielen gesagt, dass ich bei der Streuung ein paar vergessen hab?

Klavierstunde

Husten und Schnupfen

Ich bin heute Morgen erstmal etwas zeitiger munter geworden, was ja erstmal gesundheitlich ein gutes Zeichen ist. Wenn ich krank bin, schreit mein Körper förmlich nach Schlaf. Ich bin jetzt auch nicht müde, werde mich aber gleich einkuscheln und noch ein wenig lesen, bevor ich dann einschlafe.

Ansonsten war es heute ein Tag der Updates – Apophysis hat eine neue Version mit einer neuer Modifikation herausgebracht, die auf den ersten Blick schon mal viel verspricht. Mal sehen, ob ich in den nächsten Tagen mehr zum Testen komme. Der Podcast wird jetzt wohl voraussichtlich noch ein paar Tage liegen bleiben. Meine Stimme ist dank einer verstopften Nase und einem trockenen Husten ziemlich nasal und kratzig. Ich hoffe mich heute Abend deshalb nach einem schönen heißen Bad auf die Couch gelegt, zwischendurch noch etwas inhaliert und Tee getrunken.

Trotzdem mußte ich heute nochmal schnell an den Rechner, seit gestern liegt schon das Update für die deutsche Version von WordPress bei mir und brauchte nur noch eingespielt zu werden. Also erstmal alle Daten gesichert, Plugins deaktiviert, Update hochgeladen und gestartet, Plugins wieder aktiviert und schon konnte es weitergehen. Bei der Sicherung beobachtete ich auch die Verzeichnisse, die gesichert wurden und bemerkte meine Sammlung Smilies, die mit WordPress ausgeliefert wurden. Ist fast der gleiche Umfang wie bei meinem alten Blog, nur dass hier die Implementierung sauber ist und ich nicht beim Schreiben des Wortes “de:bug” mit einem Grinsemann rechnen muss. Und ich kann das System jederzeit erweitern…

Außerdem rief eine Dame, die für den Götterboten arbeitet, an und teilte mir mit, dass am Freitag mein Tisch geliefert wird und ich noch am selben Tag vom Fahrer angerufen werden, damit ich genau erfahre, wann er kommt.

KK geht klar

Eigentlich sollte dieser Beitrag schon gestern erscheinen, aber mich haben meine Kopfschmerzen gestern Abend doch dazu gezwungen, den Platz vor dem Rechner aufzugeben und schleunigst das Weite zu suchen. Dementsprechend war ich heute Morgen schon um 6 Uhr munter, hab mich davon aber nicht beirren lassen und las noch eine ganze Weile. Und nun habe ich mittlerweile gefrühstückt und bin motiviert genug, mich in die Wanne zu stecken und dann hier mal eine Runde sauber zu machen.

Dann werde ich mich Laufe des weiteren Abends einem zweiten Kochversuch widmen. Nachdem der erste Versuch doch nach einigen Mißverständnissen zwischen der Küche und mir scheiterte, bin ich diesmal guter Hoffnung, dass ich heute erfolgreicher sein werde. Alles notwendige habe ich ja gestern schon geholt. Und ich bin zu der Erkenntnis gelangt, dass der Supermarkt, der gleich in der Nähe von Arbeit ist, immer ideal zum Einkaufen ist, denn selbst gestern Nachmittag hielt sich der Ansturm sehr stark in Grenzen. Die Flasche Sekt steht auch schon kühl und falls jemand noch nicht weiß, was er morgen Abend vorhat, den bitte ich um Handzeichen ;)

Gestern erhielt ich auch eine Mail von meinem alten Domainprovider, dass meine Kündigung eingetroffen ist und bei Stellen des KK-Antrags die Domain freigegeben wird. Den Brief mit der Adressänderung habe ich gestern zum Briefkasten geschafft, also sollte das Ganze nächste Woche über die Bühne gehen.

angezeigte EntwürfeBeim Kopieren einiger alter Beiträge stieß ich noch auf ein paar Fehler im Stylesheet, die schnell behoben waren, mittlerweile habe ich den Mai 2005 fast komplett übernommen. Komischerweise habe ich die Bilder aus dem alten Blog gelöscht, sie werden aber dort noch immer angezeigt, obwohl ich den Cache geleert habe. Zwei schöne Dinge sind mir in dem Zusammenhang auch noch mit aufgefallen. Zum einen geht mir bei WordPress kein Beitrag im Entwurfsstatus mehr verloren, denn jedes Mal, wenn ich zum Schreiben übergehe, erscheinen in der Kopfzeile alle Einträge, die noch Entwurfsstatus haben. Ich möchte nicht wissen, wie viele Beiträge ich bei der Übernahme noch finden werde, die als Entwurf liegen geblieben sind. Die zweite schicke Funktionalität wäre der Lookup-Button. Wenn ich mir mal bei der Schreibweise eines Wortes nicht im Klaren bin, klick ich drauf, ein Popup geht auf, ich trage das Wort ein und schon wird (im Firefox) in neuer Tab geöffnet, wo ich den passenden Wörterbucheintrag finde.

Gestern fand ich in meinem elektronischen Briefkasten auch den Simpsons-Newsletter. Es gibt jetzt ein Simpsons-”Wer wird Millionär?“, bei dem ich gerade mal den Status eines blutigen Laien erreiche. Regelmäßig scheitere ich an der 2000€-Frage, die dann schon den Schwierigkeitsgrad “Welche Gefangenennummer hatte Sideshow Bob in der Folge ‘Kap der Angst’?” hat. In dem Newsletter befand sich auch der Link zum dritten Trailer des Simpsons-Films. Der Trailer ist bis zu der Stelle, wo die Abrissbirne mit einem kleinen Pling gegen die Hauswand schlägt genial, danach fällt das Niveau wieder ins Bodenlose. Ähnliche Stimmen fanden sich auch bei Youtube.com, die meinten, das dieser Film hätte nie erscheinen sollen und die Staffeln 1-9 wirklich die Guten waren.

Bei dem “Wer wird Millionär?” erscheint bei mir ein Werbe-Popup, dass sich hartnäckig über das Spiel legte. Bei dem Versuch es zu entfernen, hat es wohl mein Adblock-Plus-Plugin etwas beschädigt, denn plötzlich war ein Großteil der Einträge gelöscht. Demzufolge muss ich jetzt wieder mühsam die Werbungen und sonstige Blinkebildchen abklemmen.

Diagnose: Scheintot

Na so wie der Tag anfing, konnte nichts Gescheites heute werden. Ich wurde heute morgen halb 5 Uhr von einem dumpfen Wummern geweckt. Nein, nicht mein Kopf sondern der Idiot fünf Stockwerke über mir, welcher der Meinung war jetzt Party machen zu müssen. Nachdem ich munter war und mein Puls gen 180 ging, kehrte plötzlich Ruhe ein. Ich beruhigte mich wieder und döste langsam wieder ein, als eine gefühlte Viertelstunde später der Radau wieder losging. Ich wälzte mich hin und her, versuchte es zu ignorieren – erfolglos. Also stand ich mißmutig auf, tapste zum Rechner, surfte etwas und machte mich dann so langsam fertig. Zu dem Zeitpunkt war ich noch putzmunter und der frische Morgen tat auch alles, damit ich nicht wieder einschlief.

Heute trafen dann auf Arbeit die neuen Kollegen ein – wir räumten die Rechner und Arbeitsplätze ein wenig hin und her, sodass jeder einen Mitarbeiter in seiner Nähe hat. Schneller als gedacht, war der Mittag da und danach war noch kurze Beratung und dann hieß es: Vermitteln wir unser Know-how der letzten Jahre innerhalb von 3,5 Stunden. Danach rauchten nicht nur deren Köpfe, sondern auch unsere Stimmbänder. Wir entschlossen den Rest morgen zu vermitteln und ich ging noch etwas bummeln, weil ich auf der Suche nach Schuhen bin. Wie üblich – Fehlanzeige.

Logo PostcrossingAber wenigstens bin ich zu ein paar Ansichtskarten gekommen. Gestern entdeckte ich bei Kerstin ein interessantes Projekt – Postcrossing. Man gibt seine Adresse und eine kurze Beschreibung an und kann sich dann sich dann auf Knopfdruck eine beliebige Adresse auf der Welt zuschicken lassen. Für jede Postkarte, die man versendet bekommt und die beim Empfänger angekommen ist, bekommt man auch wieder eine von einer anderen Ecke der Welt. Also hab ich zweimal geklickt und zwei Adressen bekommen – beide in Finnland. Also werde ich mich gleich mal ransetzen und einen kurzen Text schreiben, denn Post bekommt man ja wirklich gerne!

Nach dem Crashkurs heute nachmittag und dem unerwünschten Weckton bin ich jetzt hundemüde und kann nur mit Mühe die Augen aufhalten. Und als ich vorhin einen Blick auf mein Telefon warf – ja, auch schon so gut wie hinüber. Es blinkte mich erwartungsvoll an, in der Hoffnung seine Basisstation zu finden. Merkwürdig – der Anrufbeantworter hatte doch noch 5 Minuten bevor ich nach Hause kam, das monotone Hupen eines Ich-leg-auf-bevor-ich-was-sagen-muss-Aufrufers aufgezeichnet. Außerdem gingen Anrufbeantworter und Internet in der Zwischenzeit problemlos. Lange Rede, kurzer Sinn: Jetzt geht es wieder. Und das Wummern ist auch schon wieder da – nur ist es diesmal mein Kopf…

Montag morgen

Nach knapp 500 Kilometern Heimfahrt trudelte ich gestern abend wieder daheim ein und wo ich meine Wohnung betrat, hätte ich gleich wieder auf dem Absatz kehrt machen können. Die komplette Wohnung ist mit Plastikfolien bedeckt. Es erinnerte mich ein wenig an Adelshäuser – als wenn ich gerade meine Sommerresidenz bezogen hab und trotzdem nochmal nach Hause muss, weil ich etwas vergessen hab. Nein – viel besseres Beispiel: Wie die Verhüllung des Reichtstages, nur in meiner Wohnung.

Schade nur, dass ich an keinen Schrank mehr heran komme. Mal abgesehen vom Schlafzimmer, das momentan mein Refugium ist und ich dort zwischen meiner gesamten Technik hause. Aber zurück zur Heimkehr: Mein Schädel drohte dank mangelnden Schlafes und ungesunder Schlafhaltung bald zu bersten, also entschloss ich mich die Wanne zu entstauben und ein heißes Bad zu nehmen. Auch die Kopfschmerztablette wirkte bald und ich rief fix meine Eltern an und quatschte dann noch ein wenig mit Loni, die mich auf die Idee brachte, doch eine Temporärinstallation meines Rechners im Schlafzimmer zu versuchen. Also baute ich auf, zog mein langes Netzwerkkabel durch den Flur und siehe da, es reichte und ich war wieder online. Aber auf die Dauer wird es sehr schnell unbequem und meine Kopfschmerzen wurden wieder drastisch schlimmer.

Ins Wohnzimmer wagte ich mich garnicht weiter, denn nachdem ich eine Folie beseite nahm, um mich auf die Couch zu sehen, stiegen Wolken von feinem Betonstaub auf und ich verkroch mich wieder ganz schnell wieder. Ich freu mich schon auf das Putzen danach. Jetzt heißt es erstmal wieder arbeiten und Blogs und Newsletter aufarbeiten. Der Bericht zu meiner vergangenen Woche folgt…