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Gefährliches Halbwissen

Das Leben nach der CD

Lange habe ich mich gesträubt, aber es führt kein Weg dran vorbei – die CD ist tot. Angefangen hat alles vor der Weltreise, als ich meine gesamte Sammlung von CDs und Platten digitalisiert habe und diese in MP3-Form mit auf Reise genommen habe. Seit der iPod classic dazu kann, wurde das Ganze noch portabler und nun frage ich mich: Kaufe ich noch CDs?

Natürlich ist es schön, die Scheibe im Schrank stehen zu haben, aber wenn jetzt alles digitalisiert ist und ich nur noch die digitalen Abbilder abspiele, warum dann noch neue Platten kaufen? Bis jetzt lief es ja ganz gut, weil es Händler bei amazon gibt, die neue CDs im Bereich von 8-10 Euro anbieten. Gut, der Versand dauert 1-3 Wochen, aber die CDs sind wirklich neu. In letzter Zeit stehe ich aber immer häufiger vor dem Problem, dass die CDs kaum unter 10 Euro zu erstehen sind und somit ein digitaler Erwerb immer mehr in Frage kommt. Außerdem habe ich bei meinen letzten Ersteigerungen bei ebay festgestellt, dass man Klassiker mittlerweile für nahezu gratis bekommt, d.h. die Wertsteigerung ist auch hinüber. Also nahm ich mal diverse Portale unter die Lupe…

Ist ja nicht so, dass ich dem Ganzen immer ablehnend gegenüberstand, aber es war einfach finanziell nicht lukrativ. Ich pickte mir als Beispiel: Ben Klock – One (Ostgut Ton) heraus. Als erstes besuchte ich Beatport, hier lag der Preis bei 9,27€. Verglichen mit dem Gebrauchtpreis für eine CD von 8,15€ bei amazon.de völlig unrentabel. Inklusive Versand hätte ich für 2 Euro mehr die CD in meinen Händen. Also weiter… nächste Station: Bleep. Ursprünglich der Versand von Warp Records, ist Bleep längst Label unabhängig geworden und auch dort fand ich den gesuchten Download für 9,99€. Ein bißchen musste ich grübeln, bis mir der Name des nächsten Stores einfiel. Irgendwas mit Cat… es dauerte eine Weile, bis mir boomkat wieder in den Sinn kam. Ein britischer Laden, der nur in Britischen Pfund anbietet und dort kam das Album auf erstaunliche 6,99 GBP (8,41€). Danach besuchte ich noch meinen alten Plattenladen, wo ich früher Vinyl bestellt hatte: web-records.com. Die sind ziemlich weltfremd und kannten das Album von Ben Klock garnicht erst.

Das war ein guter Zeitpunkt, um sich mal Gedanken über das Medium MP3 Gedanken zu machen. Mit welcher Bitrate wird überhaupt gehandelt? Beatport blieb mir die Antwort schuldig, alle anderen antworteten mit 320kBps. Ich gab nicht auf und befragte das Internet: Gibt es noch jemanden, der etwas mit Ben Klock anfangen kann? Erste Antwort: iTunes Store – ich war überrascht, hier hätte ich nur kommerzielle Produkte vermutet. Hier der Preis für das Album: 8,99€. Die Überraschung wuchs…

Zum Abschluss noch ein zweiter Test mit Hardfloors – 20-Two decades of Hardfloor. Hier gewann mit Abstand amazon.de, aber nicht weil dort die CD am günstigsten war, nein, hier lag der Download für das Dreifachalbum bei 12,49€, was 3 Euro unterhalb der preiswertesten gebrauchten CD war. Erkenntnis des digitalen Ausflugs: Wie mittlerweile bei allen Produkten kann man sich nicht mehr auf einen Laden des Vertrauens verlassen, sondern überall mal nachschauen. Gibt es eigentlich schon eine Suchmaschine über MP3-Verkäufe?

Schärfe an der richtigen Stelle

Eine Kamera kann noch so viele Sensoren für den Fokus haben, sie wir Dir nie sagen können, an welcher Stelle das Bild scharf sein soll. Für die normale Komposition wird man den Bildmittelpunkt als schärfsten Punkt haben wollen. Wenn dem nicht so ist, kann man ganz leicht seine Kamera dazu bewegen, mal den Fokus am Rand des Bildes zu haben.

Bild 1 zeigt, wie es aussieht, wenn ich mich auf die Automatik der Kamera verlasse. Diese sucht irgendeinen Punkt im Bild und fixiert ihn. Wie man in Bild 1b sieht, ist der Kamin unscharf geworden, obwohl er zentrales Motiv meines Bildes sein sollte. Also greife ich auf folgenden Trick zurück – ich stelle die Kamera ein, dass sie immer den Bildmittelpunkt scharf stellt. Dann fokussiere ich den Kamin an und drücke den Auslöser leicht durch (siehe Bild 2). Jetzt bewege ich die Kamera, dass der Kamin an den Rand des Bildes rutscht und löse aus. Das Ergebnis ist ähnlich zu Bild 1, nur mit dem Unterschied, dass jetzt der Kamin scharf gestellt wurde (siehe Bild 3b).

Einsatzmöglichkeiten für diese Technik gibt es viele – zum Beispiel, wenn man Personen vor einer Sehenswürdigkeit fotografieren möchte und dabei nicht den Schwerpunkt auf die Bildmitte lenken will, wo sich die Sehenswürdigkeit befindet, sondern auf die Person im Vordergrund. Eine andere Möglichkeit wäre zum Beispiel ein Zweig, der das Bild “einrahmt”, wobei die Landschaft in den Hintergrund tritt.

Das Märchen von Prinzessin Megapixel

Anfang 2012 – Kriszta ist mit ihrer kleinen Kamera (Canon Ixus 90 IS) unzufrieden, weil sobald nicht strahlend blauer Himmel ist, werden die Bilder schnell verwackelt und unscharf. Also folgten wir einigen Angeboten, die mich in den nahegelegenen Elektronikgroßmarkt führten.

Auf den ersten Blick sieht man: Die Kamerahersteller übertrumpfen sich im Bereich Megapixel (12 MP und mehr) im Bereich der Kompaktkameras. Schon nach einigen Testbildern wird mir klar – mit der normalen Einstellung muss man jedes Motiv in der Natur bitten, sich mal für einen Moment nicht zu bewegen, da sonst nur Matsch auf den Bild zu sehen ist. Auch das Auswählen des Sportprogramms bringt nur mäßige Besserung. Nach einigen Minuten in den Einstellungen der Kameras entdecke ich in einer Ixus eine Einstellung für sehr bewegte Motive. Der Test funktioniert, das Bild ist gestochen scharf. Das “Aber” folgt schnell: Das Bild ist nur 3MP groß. Also haben wir den Gedanken erstmal auf Halde gelegt.

Auch wenn die Kamerahersteller der Meinung sind – mehr Megapixel sind besser, das Gegenteil ist der Fall. Werfen wir mal einen Blick hinter das Gehäuse – dort sitzt der Sensor. Der Sensor besteht aus vielen kleinen lichtempfindlichen Zellen – den Pixeln. Bei Spiegelreflexkameras ist der Sensor größer, bei Kompaktkameras sind die Sensoren zum Teil so klein wie der kleine Fingernagel. Es ist aber nicht so, dass im Laufe der Jahre die Sensoren größer geworden wären, nein, man hat nur mehr lichtempfindliche Zellen auf der gleichen Fläche untergebracht. Um zu verstehen, was da schief geht, folgendes Gedankenexperiment.

Man nehme einen kleinen Garten von 10m² und pflanze dort 20 Pflanzen an. Das geht gut, man braucht keine oder nur wenig Düngemittel. Das sei unsere Digitalkamera vor 10 Jahren. Jetzt sind auf der gleichen Fläche 140 Pflanzen. Damit die ordentlich wachsen gibt es zwei Möglichkeiten – entweder mehr Licht oder Düngen. Und genau so verhält es sich mit den Pixeln. Neue Technologien haben es möglich gemacht, mehr Zellen auf gleicher Fläche unterzubringen, aber damit diese noch ordentliche Werte abliefern, muss sie genügend Licht treffen oder das magere Licht muss verstärkt werden. Das Ergebnis sind längere Belichtungszeiten (und damit verschwommene Bilder) oder mehr Rauschen auf den Bildern. Das Traurige daran ist, dass es derzeit noch keine Bestrebungen seitens der Hersteller gibt, den Trend umzukehren und wieder auf Qualität zu setzen, statt auf Quantität.

Welche Kamera soll ich denn kaufen?

Früher hab ich mich gesträubt eine Antwort auf diese Frage zu geben, jetzt habe ich mal drüber nachgedacht und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass Kamerakauf von drei Faktoren abhängt: Erfahrung, Gewicht und Preis. Über die Details entscheidet dann ohnehin die Handhabung. Aber ich gehe mal schrittweise vor:

  • Erfahrung

    Ich fotografiere jetzt schon seit über 20 Jahren und bin erst jetzt in die Kameraklasse für ambitionierte Hobbyfotografen / semiprofessionellen Einsatz aufgestiegen. Es ist also keine Schande erstmal zu einem kleineren Modell zu greifen und dann nach ein paar Jahren auf ein besseres und professionelleres Modell zu wechseln. Ich würde es sogar zwingend empfehlen, erstmal mit einer kleinen Kamera zu beginnen und dann ein etwas fortgeschritteneres Modell zu wählen. Besser so, als wenn man im Nachhinein feststellt, dass man die Kamera nicht bedienen kann, weil man nicht versteht, wozu die Funktion überhaupt da ist oder die gewünschte Funktion nicht findet. Je professioneller eine Kamera ist, um so mehr Möglichkeiten finden sich, manuelle Einstellungen vorzunehmen und dafür braucht man einfach Erfahrung. Genauso wenig nützt eine teure Kamera, die im Schrank verstaubt, weil sie nur alle halbe Jahre verwendet wird.

  • Gewicht / Platz

    Das Gewicht und Platz entscheiden mit, in welche Klasse man einsteigen möchte. Wer ein halbes Kilo und mehr problemlos mitnehmen kann und möchte, der sollte sein Glück mit einer Spiegelreflexkamera versuchen. Dabei immer im Hinterkopf behalten, dass es meistens nicht bei einem Objektiv bleibt, sondern im Laufe der Zeit eine kleine Sammlung entsteht, die natürlich auch transportiert werden muss. Hier entsteht auch eine kleine Kette, die man berücksichtigen sollte – Spiegelreflexkamera heißt immer extra Tasche oder einen Fotorucksack, der ausreichend Platz für die Kamera und Zubehör bietet, während die Kompaktkamera spielend in die Jackentasche oder in die Handtasche passt.

  • Preis

    Hier spielt natürlich ein Faktor eine große Rolle: der Hersteller. Natürlich kann ich eine Kamera von Billigtech für 50 Euro kaufen, die mir alles verspricht, was eine Spiegelreflex könnte, aber die Qualität sollte und muss dann immer in Frage stellen. Mein Freund Alex hat mal gesagt, dass man Herstellern Vertrauen schenken sollte, die schon seit langer Zeit im Fotogeschäft sind, denn Erfahrung mit Handhabung und Qualität entsteht nicht über Nacht. Der Preis ist immer ein Gegenpol zur Erfahrung – wer viel Geld ausgeben möchte, aber keine Erfahrung hat, wird mit einer Profikamera genauso wenig glücklich sein, wie jemand der viel Erfahrung hat und wenig Geld ausgeben möchte.

Wer sich hier im Klaren ist, hat schon die Hälfte des Weges hinter sich…

Fotografie – Meine Historie

Meine Vorliebe für Fotografie hat schon in meiner Kindheit angefangen. Nachdem ich gerne mit dem Fotoapparat meiner Großeltern spielte, bekam ich irgendwann einen eigenen Apparat – eine Beirette SL 100. Das war Mitte der 80er Jahre. Ganz einfach und aus Plastik, selbst der Filmtransport geschah von Hand und viel konnte man daran nicht einstellen. Irgendwann verwandelte sich das Gerät Anfang der 90er in eins, bei dem schon alles elektrisch ging. Ich weiß noch, dass es eine Vivitar war, aber mehr auch nicht. Auch diese blieb mehrere Jahre mein treuer Begleiter.

Nicht dass ich mit der Qualität der Bilder unzufrieden gewesen wäre, aber die Möglichkeiten waren doch irgendwie ausgeschöpft und so beschloss ich 1999, die nächste Stufe zu erklimmen – eine Spiegelreflexkamera. Da es gerade ein Auslaufmodell war, konnte ich günstig eine Canon EOS 500N zusammen mit den zwei Standardobjektiven (28-80mm und 80-200mm) kaufen. Nebenbei machte sich dann auch die Digitaltechnik bemerkbar und ich beobachtete das Geschehen einerseits skeptisch, aber auch neugierig. Diese Beobachtung hielt bis 2008 an, als ich eine Canon EOS 400D geschenkt bekam. Eine Weile benutzte ich noch die alten Objektive, doch 2009 stellte ich dann auf Objektive um, die mit dem Cropfaktor von 1:1,6 umgehen konnten.

Und weiter ging die Geschichte. Zu den beiden Standardobjektiven (18-50mm und 50-250mm) gesellte sich noch ein Sigma 50-500mm (auch bekannt als Bigma). Auf der Weltreise kam dann noch mit dem Sigma 30mm ein erstes Festbrennweitenobjektiv dazu, was sich durch seine enorme Lichtstärke auszeichnet. Aber ich war immer noch unzufrieden – es gab einige Bedienungsfehler an der Kamera, die mir nicht gefielen. Jeder der mit einer 400D fotografiert hat, wird festgestellt haben, dass beim Fotografieren im Hochformat die Nase auf die Umstellungstasten für ISO usw. drückt. Das hat bei mir schon zu einigen verrauschten Fotos mit ISO 1600 bei strahlendem Sonnenschein geführt.

Ich hatte immer aufmerksam die Weiterentwicklung der dreistelligen Serie von Canon verfolgt und war nicht einverstanden. Als erstes schaffte man mit der 450D den Magnesium-Body ab und ersetzte ihn durch Plastik. Und dann stellte Canon noch die CF-Karten auf SD-Karten um. Gleiches bei der zweistelligen Serie, wobei mir die 60D technisch schon fast wie ein Downgrade zur 50D vorkam. Also auf zur nächsthöheren Klasse. Genialerweise hatte Canon als Zwischenmodell zwischen 50D und 5D die 7D angesiedelt, bei der viele auch auf eine Mark II spekulierten und es immer noch tun, aber die Wahrheit ist: Was soll man noch verbessern? Da sie sich momentan im Preissegment einer 60D befindet, schlug ich zu und zusammen mit einem Tamron 17-50mm 2,8 bildet sich meine derzeitige Ausrüstung.

Machen wir uns doch mal ein Bild davon…

Auf unserer Weltreise musste ich mich ja durch tausende von Fotos durcharbeiten. Dabei sind mir Sachen aufgefallen, die man schnell falsch macht und das immer wieder. Also beschloss ich, mein gesamtes Wissen zu einer Serie zusammenzuschreiben. Dieser Artikel wird die Basis und das Inhaltsverzeichnis bilden und immer wenn ich ein neues Puzzleteil entdeckte, werde ich die Serie erweitern.

Ich möchte keinen Anspruch auf Perfektion und Vollständigkeit erheben, dafür gibt es die Wikipedia. Mein Ziel ist es, einen kleinen Ratgeber für Leser zusammenzustellen, die sich über Technik, häufige Fehler usw. informieren möchten. Schwerpunkt soll auch sein, dazu begleitend immer Bilder mitzuliefern, um die Wirkung von Einstellungen wirksam zu demonstrieren.

  1. Einleitung
  2. Basiswissen
  3. Das bessere Bild

Home sweet home

Jede Weltreise hinterlässt Spuren, von der Wahrnehmung bis hin zum Ich. Wir sind mit der Vorstellung losgefahren, dass die Weltreise etwas tolles ist und man hinterher doch in gewisser Weise verändert ist. Nach eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dieses Gefühl “Wir machen eine Weltreise” nie wirklich entstanden ist. Gefühlt war es ein Urlaub in der Türkei, dann einer in Ägypten usw. Auch die persönliche Veränderung ist nicht so, wie ich gedacht hätte. Mag sein, dass man in einem gewissen Alter schon eine ziemlich genaue Vorstellung von der Welt hat und sein Leben nach einer Weltreise nicht komplett auf den Kopf stellt. Aber trotzdem sind mir einige Dinge aufgefallen, die sich eher im Gesamtbild zeigen und nicht landesspezifisch sind.

  1. Nationalstolz – Schon allein das Wort hat in Deutschland einen negativen Beigeschmack – deswegen nenne ich es mal kurzerhand Nationalfreude. Weil Stolz kann man sein, auf eine Leistung, die man selbst erbracht hat, aber in einem Land geboren worden zu sein, ist keine Leistung. Aber man darf sich darüber freuen, in seinem Land zu leben. Worauf ich eigentlich hinaus will, ist die unbändige Freude, die wir in anderen Ländern gesehen haben – sei es kulturell oder national – die Einwohner leben ihre Kultur viel mehr und ausgeprägter bzw. bringen sie in Zusammenhang mit ihrem Land, als es hierzulande üblich ist. Wieviele Deutschlandfähnchen sieht man denn bei Konzerten oder Feiern? Natürlich ist die Lage auch etwas anders: Auch das kleinste Jubiläum, Unabhängigkeitstag etc. ist Anlass für eine Feier. Wohl mehr deswegen, weil für privat organisierte Feiern einfach das Geld fehlt bzw. die Teilnehmer auch nicht das Geld aufbringen können, um daran teilzunehmen. Aber trotzdem könnten wir uns ein Scheibchen abschneiden…
  2. Abendländische Kultur – Etwas was mir ziemliche Probleme bereitet hat, weil man mit seinen Wertevorstellungen in andere Länder reist und irgendwo zwischen “Ich passe mich der Kultur an” und “So kann man aber nicht mit Fremden umgehen” schwankt. Gerade asiatische Länder sind da doch sehr freundlich (mit Ausnahme von Vietnam), während man in Amerika mit minimalem Aufwand ein Maximum an Geld den Touristen entlocken möchte. Gleichzeitig wird aber – von der Wirtschaft getrieben – den Ländern eine abendländische Haube übergezogen. Gerade auch durch Fernsehen wird den Ländern ein Bild vermittelt, dass doch sehr dem unseren entspricht und dieses als erstrebenswert dargestellt wird.
  3. Verantwortung und Pünktlichkeit – Am Anfang empfand ich einen etwas zwangloseren Umgang mit Pünktlichkeit entspannend. Aber spätestens wenn man ein halbes Jahr jedes Mal eine halbe Stunde oder länger gewartet hat, weil die Einheimischen einen laxen Umgang mit der Zeit haben, wünscht man sich deutsche Pünktlichkeit zurück. Gerne hätte ich gesehen, wenn die Leute, die mit Touristen zusammenarbeiten auch ein Gefühl für Verantwortung entwickeln. Es kollidiert zwar mit dem vorhergehenden Punkt, aber wenn z.B. in einer Tourbeschreibung eine Dorfbesichtigung angekündigt wird und ich werde nur in einen Laden des Dorfes geführt, dann beschwere ich mich natürlich. Was aber in 100% der Fälle zu Schulterzucken und Unverständnis geführt hat. Man macht ja nur, was der Chef sagt. Da wird gelogen, bis sich die Balken biegen, Hauptsache man muss keinen Fehler eingestehen.
  4. Überbevölkerung – Wir haben nur einen Planeten zur Verfügung. Zwar stellt die Nahrungsversorgung theoretisch kein Problem dar, aber die Energieausbeute geht in den negativen Bereich, d.h. wir verbrauchen mehr als eigentlich zu Verfügung steht. Und entweder man macht sich jetzt so langsam Gedanken, wie man das exponentielle Wachstum eindämmt oder irgendwann eskaliert die Situation.
  5. Fremdhilfe – viele ambitionierte Leute verlassen Deutschland und helfen anderen Völkern bzw. Deutschland finanziert Hilfsprojekte in anderen Ländern. Solange es Hilfe bei medizinischen Notfällen ist, habe ich da auch vollstes Verständnis. Auf unserer Reise haben wir eine französische Schulklasse getroffen, die mit Unterstützung der EU in Vietnam eine Schule renoviert haben. Und das, wo Leute auf der Straße sitzen und warten, bis der Tag vorüber ist. In solchen Fällen habe ich das Gefühl, dass damit der umgekehrte Fall eintritt, der eigentlich erwünscht wird – so wie wir es in Südamerika live erlebt haben: Es wird etwas aufgebaut, dann wird es von den Einheimischen (nicht gerade pfleglich) genutzt, bis es kaputt geht und dann bleibt es liegen. Fazit: Auf unserer Weltreise haben wir kein Land erlebt, dass nicht das Potential hätte, sich selbst zu helfen.
  6. The big picture – Feilschen war an der Tagesordnung. Aber nachdem wir Südamerika erreicht hatten, kamen wir mit uns selbst in ein Dilemma. In Asien knauserten wir mit dem Essen und der Unterkunft, während man bereitwillig für Touren in Südamerika zig Dollar hinblättert. Im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, wir hätten das gute Essen mehr genossen, denn kulinarische Hochgenüsse erwarteten uns in Südamerika nicht gerade.
  7. Spracharroganz – Ich könnte es auch den sprachlichen Tellerrand nennen. Briten und US-Amerikaner sprechen zum Teil (und zu meiner Verwunderung) keine zweite Sprache. Im Gegenteil, sie erwarten sogar, dass man mit ihnen Englisch spricht. Kein Land erwartet, dass man fließend ihre Landessprache spricht, aber einfache Floskeln wie Ja, Nein, Bitte, Danke und “Guten Tag” sollten schon drin sein. Das hat auch dazu geführt, dass es in Südamerika separate Preisstufen gibt: spanisch gefragt = guter Preis, englisch gefragt = teuer. Den südamerikanischen Ländern mache ich die Sprachbarriere allerdings nicht zum Vorwurf, zum einen wird es wohl kaum durch ihr Bildungssystem ermöglicht und zum anderen lohnt sich das Erlernen einer Fremdsprache nur, wenn man sie anwendet. Und wie hoch sind die Chancen, dass ein Bolivianer zur Möglichkeit kommt, sein Land zu verlassen?
  8. Das Ich – Ich habe lange gegrübelt, wie ich denn am besten auf die Frage “Wie ist es denn, wieder hier zu sein?” antworte. Irgendwie musste ich die Leere und auch gleichzeitig eine Antwort finden, die einem Nichtweltreisenden das Gefühl vermittelt, wie es einem geht. Gestern Abend fand ich die Lösung – die Matrix. Denn der Unterschied zwischen “realer Welt” und unserem Leben in Deutschland könnte man mit der Matrix vergleichen. Es ist alles ein wenig behütet und auch abgeschirmt. Wenn man normal auf Urlaub ist, nimmt man es als Besonderheit des Landes mit, aber auf einer Weltreise realisiert man erst, dass ein Großteil der Welt nach einem anderen Schema läuft und wir es hier eigentlich verdammt gut erwischt haben.

Natürlich darf nicht die Statistik zu kurz kommen. Ich habe mal ein bißchen verfolgt und ein paar Daten notiert:

  • Anzahl Tage: 243
  • Anzahl der Stempel im Pass: 50
  • Anzahl bereiste Länder: 28
  • Zurückgelegte Kilometer (Luftlinie; nur Orte, wo wir übernachtet haben; keine Tagestouren): 93.300km
  • Höchster Punkt: 4.935 Meter über dem Meeresspiegel – Cotopaxi, Ecuador
  • Tiefster Punkt: 10 Meter unter dem Meeresspiegel – Tauchen in Dahab, Ägypten
  • Heißester Punkt: 40 Grad Celsius im Schatten – Hanoi, Vietnam
  • Kältester Punkt: -13 Grad Celsius – San Pedro de Atacama, Chile

Wenn man die Zahlen mal in Zusammenhang stellt, kommt man z.B. auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 15km/h – Tag und Nacht. Apropos Nacht, einen speziellen Punkt bilden natürlich die Übernachtungen, man wundert sich, wo man auf einer Weltreise überall seine Nacht verbringen kann. Deswegen jetzt die Liste mit den Schlafgelegenheiten.

  • Hostelübernachtungen (Doppelbett oder Twin): 115
  • Hostelübernachtungen (Dorms, d.h. 4 oder mehr Betten in einem Raum): 39
  • Hotel: 21
  • Auto / Bus: 17
  • Schiff: 13
  • Jurte / Hütte: 9
  • Zug: 8
  • Zelt: 7
  • Freunde und Familie: 6
  • Flughafen / Flugzeug: 4
  • Daheim: 2
  • Open Air: 1
  • McDonalds: 1

Weltreise 2011 – Routenplanung

Die Karte verrät, wo wir waren. Achtung: Nummerierung oben und unten passen nicht zusammen! Wer zu einer Station mehr wissen möchte, klickt in der unteren Liste auf den dazugehörigen Link und schon gelangt man in das Kapitel unserer Reise. Wenn kein Artikel zu einer Station vorhanden ist, dann war das Ziel nicht so sehenswert, dass es irgendwas (positiv, als auch negativ) zu schreiben gibt.

Prolog: Zwischen Wüste und ewigem Eis

Destination Arrival
1 Törökszentmiklós, Hungary 21. April 2011
2 Istanbul, Turkey 22. April 2011
3 Budapest, Hungary 25. April 2011
4 Cairo, Egypt 30. April 2011
5 Bawiti, Egypt 2. Mai 2011
6 Luxor, Egypt 4. Mai 2011
7 Dahab, Egypt 7. Mai 2011
8 Milano, Italy 13. Mai 2011
9 Reykjavik, Iceland 14. Mai 2011
10 Kolmsdorf, Germany 19. Mai 2011

1. Akt: Far East Movement

Destination Arrival
1 Moskau, Russia 21. Mai 2011
2 St. Petersburg, Russia 23. Mai 2011
3 Irkutsk, Russia 29. Mai 2011
4 Olkhon Island, Russia 31. Mai 2011
5 Ulan Bator, Mongolia 5. Juni 2011
6 Dalanzadgad, Mongolia 6. Juni 2011
7 Gorkhi-Terelj National Park, Mongolia 12. Juni 2011
8 Bangkok, Thailand 14. Juni 2011
9 Jomtien, Thailand 17. Juni 2011
10 Damnoen Saduak, Thailand 18. Juni 2011
11 Ayutthaya, Thailand 19. Juni 2011
12 Yangon, Myanmar 22. Juni 2011
13 Mandalay, Myanmar 24. Juni 2011
14 Bagan, Myanmar 27. Juni 2011
15 Nyaung Shwe, Myanmar 29. Juni 2011
16 Kuala Lumpur, Malaysia 4. Juli 2011
17 Tanahrata, Malaysia 5. Juli 2011
18 Perhentian Besar, Malaysia 7. Juli 2011
19 Siem Reap, Cambodia 11. Juli 2011
20 My Tho, Vietnam 13. Juli 2011
21 Mui Ne, Vietnam 15. Juli 2011
22 Nha Trang, Vietnam 17. Juli 2011
23 Hoi An, Vietnam 19. Juli 2011
24 Hue, Vietnam 21. Juli 2011
25 Ninh Binh, Vietnam 23. Juli 2011
26 Hanoi, Vietnam 25. Juli 2011
27 Halong, Vietnam 27. Juli 2011

2. Akt: Überwintern in Südamerika

Destination Arrival
1 Buenos Aires, Argentina 30. Juli 2011
2 Easter Island, Chile 3. August 2011
3 Colonia del Sacramento, Uruguay 8. August 2011
4 Trinidad, Paraguay 10. August 2011
5 San Ignacio, Argentina 11. August 2011
6 Iguazu Falls, Argentina 12. August 2011
7 Rio de Janeiro, Brazil 16. August 2011
8 Resistencia, Argentina 22. August 2011
9 Salta, Argentina 23. August 2011
10 San Pedro de Atacama, Chile 28. August 2011
11 Arica, Chile 2. September 2011

3. Akt: In den Ländern der Inkas und Mayas

Destination Arrival
1 Arequipa, Peru 5. September 2011
2 Cusco, Peru 11. September 2011
3 Puno, Peru 16. September 2011
4 Copacabana, Bolivia 18. September 2011
5 La Paz, Bolivia 19. September 2011
6 Sucre, Bolivia 23. September 2011
7 Potosi, Bolivia 25. September 2011
8 Uyuni, Bolivia 27. September 2011
9 Rurrenabaque, Bolivia 1. Oktober 2011
10 La Paz, Bolivia 5. Oktober 2011
11 Nazca, Peru 10. Oktober 2011
12 Lima, Peru 10. Oktober 2011
13 Huaraz, Peru 12. Oktober 2011
14 Trujillo, Peru 17. Oktober 2011
15 Quito, Equador 19. Oktober 2011
16 Medellin, Columbia 24. Oktober 2011
17 Salento, Columbia 27. Oktober 2011

Finale: Karibikträume und Shoppingexzesse

Destination Arrival
1 Cartagena, Columbia 1. November 2011
2 Santa Marta, Colombia 2. November 2011
3 San Blas, Panama 10. November 2011
4 Panama, Panama 13. November 2011
5 Bocas del Toro, Panama 16. November 2011
6 Puerto Viejo, Costa Rica 19. November 2011
7 Monteverde, Costa Rica 21. November 2011
8 San Jose, Costa Rica 23. November 2011
9 Fort Lauderdale, USA 24. November 2011
10 Cape Caneveral, USA 25. November 2011
11 Port Everglades, USA 26. November 2011
12 Philipsburg, St. Maarten 29. November 2011
13 Baseterre, St. Kitts 30. November 2011
14 San Juan, Puerto Rico 1. Dezember 2011
15 Labadee, Haiti 2. Dezember 2011
16 Nassau, Bahamas 4. Dezember 2011
17 Key West, USA 14. Dezember 2011
18 New York, USA 15. Dezember 2011

Epilog: Home sweet home

Destination Arrival
1 Kolmsdorf, Germany 20. Dezember 2011

X-mas@NYC

Es ist schon merkwürdig. Während die Stationen, die wir ansteuern immer schön sind, haben wir ständig Probleme mit den Transporten. Diesmal flogen wir von Miami nach New York mit Delta Airlines, die sich rühmen die Nummer 1 bewunderte Airline zu sein (weltweit!). Wir standen mit unserem Gepäck am Schalter, als es tönte: “2 Bags, that’s $50, $25 each – cash or credit card?” Ja, wie bitte? Wir hatten extra am Vorabend die Gepäckbestimmungen gecheckt, keine Information. Doch, doch, auf Inlandsflügen kostet das Gepäck extra. Dafür saßen wir dann auch im hintersten Teil der Maschine, am Gang. Die Maschine hatte ihre Triebwerke hinten, direkt neben dem Fenster, d.h. wir haben nichts gesehen, aber dafür viel gehört.

Wir laden das Gepäck im Chelsea Inn ab und laufen bis zum Times Square, kaufen 50% reduzierte Karten für Mamma Mia und schauen uns mal so ein Broadway Musical an. Es ist kitschig, genau wie man es kennt, aber man muss es mal gemacht haben. Und das Schöne daran war, dass wir die nächsten Tage nur noch Abba gesungen haben. Der erste komplette Tag in New York führt uns in nördliche Richtung – Central Park. Wir laufen nichts spezifisches an, sondern schauen uns einfach um. Überall ist es weihnachtlich geschmückt und es leuchtet bunt. Erwähnenswert ist auf jeden Fall der Besuch im MoMA, der hochinteressant war. Mein erster Eindruck von New York ist der, einen schönen Altstadt – man sollte mal überlegen, von wann die Gebäude sind!

Unser zweiter Tag beginnt mit einer Fahrt mit der Staten Island Ferry, die kostenlos ist und einen tollen Blick auf die Freiheitsstatue und die Skyline von New York bietet. Es ist nicht so viel los, wie in den Blogs berichtet wird, aber vielleicht liegt es auch an der Saison, es ist im Schatten ziemlich kalt und windig. Als wir wieder auf dem Festland sind, laufen wir zu Ground Zero und wollen dort an einem der vielen Straßenstände ein Hotdog und eine Bretzel holen. $14!!! Der Rest des Tages war gelaufen, wir gehen zurück ins Hotel, ich schlafe ein wenig.

New York zeigt sich am nächsten Tag von seiner sonnigsten Seite, es sind Minusgrade, aber trotzdem gehe ich auf das Rockefeller-Center und schaue mir die Stadt vom 69. Stock aus an. Das Schöne da oben ist wirklich, dass man auf dem Dach des Gebäudes steht und freien Blick auf alles hat. Mittags folgt nochmal ein Besuch beim legendären Johnny Rockets – die Burger sind wirklich extrem gut und ihren Preis auf jeden Fall wert. Danach gehen wir noch zum Guggenheim-Museum, was wirklich sensationell ist. Wir bereuen, dass wir den Audio-Guide nicht schon im MoMA genommen haben, es hilft wirklich ungemein zu verstehen, welche Symbolik sich hinter den Kunstwerken versteckt. Danach gibt es noch einen schönen Sonnenuntergang im Central Park und laufen zurück.

Natürlich muss noch etwas zum Abschluss unserer Reise passieren. Von unserem Hotel bekommen wir Frühstücksgutscheine, die man im anliegenden Restaurant für Kaffee und Snack to go einlösen kann. Den letzten Morgen unserer Weltreise gehen wir dort nochmal richtig frühstücken – $12-13 für ein Frühstück sind schon echt heftig, aber wir gönnen uns das. Es ist lecker, wir bekommen die Rechnung – natürlich wieder mit nachträglich hinzugerechneter Mehrwertsteuer. Und unter drunter eine kleine Liste – vorgeschlagene Trinkgelder: 18%, 20% oder 25%, was zwischen $5 und $7 wären. So viel Geld, dafür dass unser der Kellner durchschnittlich seine Arbeit macht und keine Ausnahme macht, was die eingelösten Gutscheine betrifft, nein, das ist es uns nicht wert. Wir geben weniger, was zur Folge hat, dass uns der Kellner auf die Straße hinterher läuft und uns erklärt, dass es in New York anders läuft und der Kellner vom Trinkgeld lebt. Schon klar, aber kein Service – kein Geld. Er macht eine riesige Show und schimpft und ich denke mir “Für das Fluchen willst du jetzt auch noch Trinkgeld haben?” Er scheint es auch zu erkennen, schimpft weiter und geht wieder.

Sumpf und Sand

Nachdem wir von den Bahamas zurückkehrten, waren wir wieder in Miami und nahmen uns wieder ein Auto von Dollar. Die Auswahl war diesmal nicht so schön und wir erwischten einen roten Chevy Aveo der schon 30.000 Meilen runter hatte. Nach einer kleinen Fahrt stellten wir fest, dass der Blinker nicht geht, fuhren zur nächstgelegenen Dollar-Station und tauschten ihn gegen einen anderen um. Auch schon über 30.000 Meilen gelaufen und ziemlich dreckig innen. Außerdem war irgendwann in der Lenkung angeschlagen, denn das Lenkrad vibrierte ab 50 mph ziemlich heftig. Trotzdem fuhr es uns sicher über 1.200 Meilen durch Florida.

Erste Station war St. Petersburg. Wir fuhren am Lake Okeechobee bis Sarasota, wo wir abends ankommen. Wir bekommen noch die Empfehlung an den nahe gelegenen Strand zu gehen, den Siesta Beach, der als Nummer 1 in den USA bezeichnet wird. Selbst bei dem wenigen Licht können wir sehen, dass das nicht gelogen ist. Weitläufiger weißer Strand, der so fein ist, dass er wie Schnee unter den Füßen schnurpst. Den nächsten Tag sonnen wir uns dort auch noch ein wenig, bevor wir nach St. Petersburg fahren. Der Strand ist hier nicht so toll, aber St. Petersburg ist für seine Sonnenuntergänge berühmt. Anfangs zweifeln wir, weil es eher nach Regen aussieht, aber später scheint die Sonne durch die eine oder andere Lücke. Da St. Petersburg ziemlich teuer ist, finden wir erst in Clearwater Beach eine Unterkunft.

Am nächsten Tag folgte die Zwischenstation Naples, nicht sonderlich erwähnenswert, aber wir brauchten eine Station, damit wir am nächsten Tag vormittags durch die Everglades fahren können. Wir halten an der kleinen Poststation der USA, die noch zu hatte und halten hier und da an, um einige der vielen Holzstege zu laufen. Viele sind kostenlos, am besten fragt man in einem Touristenzentrum nach, die einem kostenloses Kartenmaterial zur Verfügung stellen und noch gute Tipps auf Lager haben, wo man anhalten kann / muss. Wir sahen jede Menge Vögel, Alligatoren (stellenweise bis zu 4 Meter lang) und eine fantastische Vegetation.

Eigentlich wollten wir ja noch nach Miami, aber der Strand gefiel uns nicht und Miami erst recht nicht. Miami Beach bzw. Miami ist voll von Lateinamerikanern und dementsprechend geht es dort zu. Es ist schmutzig, ungepflegt und sogar die Werbeplakate sind auf Spanisch. Also fahren wir zurück nach Fort Lauderdale und gehen in unser La Quinta-Hotel in Tamarac. Von dort aus starten wir am nächsten Tag unsere Tour nach Key West. Von einigen hatten wir gehört, die Fahrt wäre langweilig, von anderen hatten wir gehört, Key West wäre langweilig. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Die Aussicht auf die Brücken und das Wasser zwischendurch ist schön, aber es sind von der letzten Ecke von Miami bis Key West 120 Meilen, was über 2 Stunden Fahrt für eine Richtung sind. Und Key West ist ein kleines Zipfelchen mit einem Stückchen Strand, der zwar wunderschön ist, aber direkt neben dem Flughafen liegt. Aber zumindest ging meine Benzinrechnung auf – auf Key West hat man fast New Yorker Preise für Benzin und wir mussten nicht zwischendurch tanken.