Ich hatte am Wochenende ein wenig Zeit und habe mir die letzte de:bug zur Hand genommen und mich durch den riesigen Beitrag zum Thema “Disco” gekämpft. Es gab viele Fakten, die mir bekannt waren, aber auch einiges, was mich erstaunen ließ und mir einige Fragen zum Thema Musikgeschmack beantwortete. Ich beginne erstmal mit den known facts…
Ich wußte, Disco war in den 70er Jahren populär, hatte seinen Ursprung in Amerika, bevorzugt in der homosexuellen Szene. Und in diesen wenigen Worten steckt schon alles, was man für die Schlussfolgerungen benötigt. Was daran neu war: Mann achtete auf sein Aussehen! Logisch, denn wie hebt man sich optisch hervor, wenn man unter Jungs Aufmerksamkeit erregen will? Bestimmt nicht mit einem Bierbauch und einem T-Shirt, wo man die Speisekarte der letzten Woche sieht. Der Artikel in der de:bug bezieht sich da exemplarisch auf John Travolta in “Saturday Night Fever”. Kurzum, Disco wurde auch plötzlich für Frauen interessant – die Musik war nicht so hart wie Rock und es gab jede Menge, wenn vielleicht auch nicht paarungswillige, aber gutaussehende Männer.
Und alles was Erfolg verspricht und man nur tatenlos zusehen kann, hat seine Neider. Argumente fanden sich viele – synthetische Klangerzeugung, Schwule usw. Und so entstand die Bewegung “Disco sucks!” In der Zwischenzeit schwappte die Disco-Welle auch nach Europa, fiel dort aber auf eher fruchtbaren Boden, denn die homophoben Tendenzen waren weitaus weniger ausgeprägt. Besonders interessant: Man überlege, wo die ersten Clubs entstanden… es war rein zufällig auch in den Städten, wo amerikanische Truppen stationiert waren. Aber es kam, wie es kommen musste – Disco wurde der Kampf angesagt und das Ganze gipfelte 1979 in der “Disco Demolition Night”, die von Steve Dahl initiiert wurde. In einer Halbzeit eines Baseballspiels wurden in Chicago 90.000 Discoplatten aufgehäuft und anschließend in die Luft gesprengt.
Was damit in Amerika das Sterben von Disco einläutete, lebte als House und Techno weiter. In Amerika eher im Untergrund, in Europa offener. Unverständlich für mich, aber durchaus an der Tagesordnung sind auch hierzulande schräge Gesichter, wenn man sagt, was man hört. Es ist nicht ein “Ich mag das nicht, aber wenn du meinst…” sondern eher ein “Ach, Musik nennst du das?” Nur vergesse ich dann regelmäßig zu fragen, was ihnen bekannt ist, wenn sie an House und Techno denken. Wahrscheinlich irgendwas wie Scooter, Westbam, Marusha oder noch schlimmer… 2 Unlimited. Ist ja ungefähr so, als würde ich Oasis und beispielsweise The White Stripes in einen Topf werfen.


Diese Woche lag es da… ein Päckchen aus Worchester. Mehrere fette Aufkleber machten schon das Ansehen zu einem Genuss. “Ich bin ein Kunstterrorist”, “Happy birthday from the JAMS” oder “Ewige Drehbewegung… be the driver” standen drauf. Und in dem Päckchen – ein flauschig weiches Kapuzenshirt. Und wenn man es einmal angezogen hat, kommt man auf die merkwürdigsten Gedanken… z.B. sich in ein Kornfeld zu stellen, böse zu gucken und die Freundin nötigen, davon auch noch Fotos zu machen.
Ein Jahr ist schon wieder fast vergangen seit unserem
Abgesehen von dem Stück zur Seilbahn hatten wir bereits nach 1,5 Stunden die 300 Höhenmeter weg. Zur Mittagspause kam die bittere Erkenntnis, dass wir erst ein Drittel des Weges geschafft haben. Da wir keine genauen Kenntnisse über die Öffnungszeiten der Seilbahn hatten, fingen wir an zu spekulieren. Wir schätzten auf 17.30 Uhr. Leider begann die Notfallplanung eine Hütte zu spät. An der vorletzten Hütte fragten wir nach: Ja, die letzte Bahn fährt 17.30 Uhr und ob man es in einer halben Stunde schafft, war zweifelhaft – es war 17 Uhr.
Der Wärter der Bahn stand schon vor der Tür und fragte ein Pärchen, dass neben dem Eingang stand, ob sie noch mitfahren wollten. Wir winkten mit den Armen. Nein, zwei Kerle über 1,80m, die mit den Armen winken übersieht man schon mal auf einer Bergkuppe. Inzwischen kam der Jeepfahrer wieder und hatte zwei Insassen dabei, die er am Hang gegenüber aufgesammelt hatte. Also los – Endspurt! Bange Minuten bei den Damen, die sich inzwischen auf den Weg zum Parkplatz gemacht hatten. Wir saßen auf dem Boden der Gondel, klatschnass geschwitzt und ich tippte meine SMS, die noch extralange brauchte, um verschickt zu werden.
